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Ludwig van Beethoven, Brief an Charles Neate in London, Wien, 18. Mai 1816

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB BBr 107

Charles Neate, Pianist, Cellist, Komponist und Gründungsmitglied der Londoner Philharmonischen Gesellschaft, war Mai 1815 bis Februar 1816 in Wien zu Besuch gewesen. Für die Philharmonische Gesellschaft kaufte er vor seiner Rückreise einige Werke Beethovens, andere gab ihm der Komponist mit Bitte mit, dafür einen englischen Verleger zu finden. Beethoven äußert in seinem Brief an Neate die Hoffnung, dieser werde mit den ihm mitgegebenen Werken ein Benefizkonzert zugunsten Beethovens veranstalten. Durch die Vormundschaft für seinen Neffen Karl habe er zusätzliche finanzielle Verpflichtungen.

Außerdem bittet Beethoven Neate, das Streichquartett op. 95 sowie die Violoncellosonaten op. 102 möglichst bald an einen Verleger zu verkaufen, da er beide Werke in England und auf dem Kontinent zeitgleich veröffentlichen möchte. Neate solle selbst ein angemessenes Honorar vereinbaren, "The more the better".

Schließlich drängt Beethoven auf baldige Antwort und fragt, ob nicht die Werke, die bereits an Birchall verkauft wurden (op. 96, op. 97 und der Klavierauszug zu op. 92) einem Musikliebhaber gewidmet werden könnten, von dem er dann ein Präsent erwarten könne. (J.R.)

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