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Beethoven

An dem Ort, an dem Ludwig van Beethoven 1770 das Licht der Welt erblickte, ist er auch heute noch am lebendigsten. Erfahren Sie Neues und Unbekanntes über den berühmten Komponisten.

Für Kinder

"Hallo Beethoven"

Die interaktive Begegnung mit Beethoven wurde für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren entwickelt. Die Webseite existiert in fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch. Verschiedene Themen erschließen Beethovens Lebenswelt. Musik und gesprochene Originalzitate umrahmen die spannend erzählte Lebensgeschichte Beethovens. Originale Abbildungen von Briefen, Noten und anderen Dokumenten laden zum Stöbern ein und versprechen manch unerwartete Entdeckung. Animierte Illustrationen regen an mitzumachen, auf Multiple-Choice-Fragen zu antworten oder sich mit didaktisch aufgebauten Spielen zu beschäftigen.

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Zeittafel

1733
Beethovens Großvater Ludwig van Beethoven (1712-1773) wird an der Bonner Hofkapelle angestellt, zunächst als Bassist, 1761 als Hofkapellmeister.

1756
Beethovens Vater Johann (um 1740-1792) wirkt in der Hofkapelle mit. Ab 1764 Festanstellung als Tenor.

1770
Taufe Ludwig van Beethovens am 17. Dezember.

1778
Öffentlicher Auftritt als klavierspielendes Wunderkind am 26. März in Köln.

1782
Erste Veröffentlichung: Neun Variationen über einen Marsch von Dressler (WoO 63). Gelegentlich Aushilfe als Organist der Hofkapelle, noch ohne Gehalt.

1783
Beethoven widmet seinem Dienstherrn, dem Kurfürsten Maximilian Friedrich, drei Klaviersonaten (WoO 47).

1784
Feste Anstellung als zweiter Hoforganist.

1786
Ende des Jahres Reise nach Wien, um bei Mozart Unterricht zu nehmen. Zwischen Januar und April 1787 hält sich Beethoven einige Wochen in Wien auf, ein Treffen mit Mozart ist wahrscheinlich, jedoch nicht belegt. Auf der Heimreise erfährt er, daß seine Mutter im Sterben liegt.

1789
Beethoven wird als Bratschist Mitglied der Bonner Hofkapelle.

1790
Trauerkantate zum Tod Kaiser Josephs II. (einem Bruder des Bonner Kurfüsten Maximilian Franz), Kantate zur Krönung Leopolds II. Joseph Haydn besucht Bonn auf seiner Reise nach London und 1792 auf der Rückfahrt nach Wien; Beethoven wird ihm vorgestellt.

1792
Im November geht Beethoven nach Wien, um Schüler Haydns zu werden. Später nimmt er auch Unterricht bei Albrechtsberger und Salieri.

1794
Französische Truppen besetzen das Rheinland. Das Kurfürstentum Köln wird aufgelöst, der Kurfürst flieht. Damit verliert Beethoven seine Bonner Stelle; was als Ausbildungsreise nach Wien geplant war, wird zur endgültigen Übersiedlung.

1795
Am 29. März erster öffentlicher Auftritt in Wien. Beethoven spielt im Hofburgtheater in einer von Joseph Haydn veranstalteten Akademie ein Klavierkonzert (wahrscheinlich op. 15).
Im Juli wird Beethovens Opus 1 (drei Klaviertrios) auf Subskription gedruckt.

1796
Einzige größere Konzertreise: über Prag (Februar bis April), Dresden und Leipzig nach Berlin (Mai bis Juli).

1798
Klaviersonate op. 13 "Pathétique".

1800
Am 2. April erstes eigenes Konzert in Wien mit der Uraufführung der 1. Sinfonie. Damit hat sich Beethoven nach Klaviersonate (op. 2, 1795) und Streichquartett (op. 18, 1798 - 1800) mit der dritten durch die Wiener Klassiker Haydn und Mozart geprägten Gattung der Instrumentalmusik auseinandergesetzt.

1802
"Heiligenstädter Testament" als resignativer Monolog über die zunehmende Ertaubung.

1803
Akademie im Theater an der Wien am 5. April: Uraufführung der 2. Sinfonie, des 3. Klavierkonzerts und des Oratoriums "Christus am Ölberge".
"Kreutzer-Sonate" op. 47.

1804
Am 18. April läßt Napoleon sich zum Kaiser von Frankreich ausrufen. Aus Enttäuschung darüber verwirft Beethoven später den für die 3. Sinfonie vorgesehenen Titel "Bonaparte".

1805
Erste Besetzung Wiens durch französische Truppen. Der Adel verläßt die Stadt. Die Uraufführung der ersten Fassung des "Fidelio" ("Leonore") am 20.11. wird zum Misserfolg.

1806
Von August bis Oktober Aufenthalt beim Fürsten Lichnowsky, einem wichtigen Mäzen Beethovens, auf Schloß Grätz (Schlesien). Rückkehr nach Wien wegen eines Streits mit Lichnowsky.
Uraufführung des Violinkonzerts.
Streichquartette op. 59 im Auftrag des Grafen Rasumowsky.

1807
Messe C-Dur op. 86 für Fürst Esterhazy in Eisenstadt.

1808
Akademie im Theater an der Wien am 22. Dezember: Uraufführung der 5. und 6. Sinfonie, des 4. Klavierkonzerts und der Chorfantasie op. 80.

1809
Erzherzog Rudolph, Fürst Lobkowitz und Fürst Kinsky garantieren Beethoven eine Jahresrente. Dafür verpflichtet er sich, in Wien zu bleiben, und verzichtet auf die ihm angebotene Stelle als Hofkapellmeister bei Napoleons Bruder Jérome in Kassel.
Am 4. Mai verläßt die kaiserliche Familie Wien wegen der erneuten französischen Besetzung. Der Abschied von Erzherzog Rudolph wird Anlaß für die Komposition der Klaviersonate op. 81a "Das Lebewohl".

1810
Schauspielmusik zu Goethes "Egmont".

1812
Kuraufenthalt in Teplitz. Brief an die "Unsterbliche Geliebte", deren Identität unbekannt ist.
Treffen mit Johann Wolfgang von Goethe.
Auf der Rückreise längerer Besuch beim Bruder Johann, der in Linz eine Apotheke hat.

1813
"Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria" op. 91, am 8. Dezember zusammen mit der 7. Sinfonie uraufgeführt, komponierte Beethoven nach einem der entscheidenden Siege über Napoleon.

1814
Im September wird der Wiener Kongress eröffnet. Das Interesse der internationalen Prominenz verschafft Beethoven große Erfolge durch Gelegenheitskompositionen (Kongresskantate "Der glorreiche Augenblick"), Aufführungen der 7. und 8. Sinfonie und Neufassung des "Fidelio".

1815
Wahrscheinlich letztes öffentliches Auftreten Beethovens als Pianist.
Nach dem Tod seines Bruders Kaspar Karl am 15. November wird Beethoven Vormund seines Neffen Karl.
In den folgenden Jahren kommt es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen mit der Schwägerin Johanna van Beethoven um die Vormundschaft.

1816
Liederzyklus "An die ferne Geliebte".

1818
Konversationshefte werden notwendig: wegen Beethovens Taubheit müssen Gesprächspartner sich ihm schriftlich mitteilen.
"Hammerklaviersonate" op. 106.

1820
Im März tritt Erzherzog Rudolph sein Amt als Erzbischof von Olmütz an. Beethoven schreibt für diesen Anlaß die Missa solemnis, die er aber erst 1823 vollendet.

1822
Die letzte Klaviersonate: op. 111.

1823
"Diabelli-Variationen".

1824
7. Mai: Uraufführung der 9. Sinfonie.
Danach beginnt Beethoven mit der Arbeit an den letzten Streichquartetten, zentralen Kompositionen seines Spätwerks.

1826
Selbsttötungsversuch des Neffen Karl am 6. August. Letzte abgeschlossene Komposition: neues Finale zum Streichquartett op. 130.

1827
Beethoven stirbt am 26. März im "Schwarzspanierhaus" in Wien.

Filme

Beethoven und Bonn von Michael von Lingen, 1989

Der junge Beethoven von Michael Meert, 2007

Beethoven-Haus auf Youtube

Beethovens Ohr

Ein musikalisches Hörstück über Beethovens Ertaubung

Mit weniger als 30 Jahren bemerkte Beethoven, dass sein Gehör nicht mehr richtig funktionierte - dieser Zustand verschlimmerte sich bis zur fast vollständigen Taubheit. Eine Tragödie für den Komponisten. Wir haben diesen Prozess der allmählichen Ertaubung elektronisch rekonstruiert; der Hörer hört die Musik Beethovens gleichsam mit dessen Ohr und kann somit das stetig abnehmende Hörvermögen nachempfinden. Texte von Beethoven und einigen seiner Zeitgenossen sowie kurze medizinische Erläuterungen begleiten die Rekonstruktion und zeigen, wie Beethoven seine eigene Situation erlebt haben muss und wie seine Mitmenschen ihn vermutlich wahrnahmen. "Mit Beethovens Ohr gehört" liegt in unserem Shop auch als CD vor.

Zitate

Originalworte Beethovens

"ich schreibe lieber 10000 Noten als einen Buchstaben" gestand Ludwig van Beethoven seinem Bonner Freund und Musikverleger Nikolaus Simrock (Brief vom 28. November 1820), und doch blieb es ihm nicht erspart, sich immer wieder schriftlich äußern zu müssen. Mit Beethovens Briefen haben sich weit mehr als 100.000 Buchstaben aus seiner Feder erhalten. Einige Äußerungen wurden berühmt und fast zum Sprichwort erhoben.

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Appassionato

"Appassionato" ist das Magazin des Beethoven-Hauses. Es erscheint seit 1998 zweimal jährlich (Mai und November) und informiert über die Arbeit des Beethoven-Hauses. Der Name "Appassionato" ("mit Leidenschaft") ist nicht nur eine Anspielung auf Beethovens berühmte Klaviersonate f-Moll op. 57 (die sogenannte "Appassionata"), sondern er impliziert auch, was Leser und Herausgeber miteinander verbindet: ein leidenschaftliches Interesse für die Beschäftigung mit Leben, Werk und Wirkung Ludwig van Beethovens.

Sie können "Appassionato" über unsere Mailingliste als Online-Newsletter kostenlos abonnieren. Mitglieder des Vereins Beethoven-Haus erhalten das Magazin zweimal jährlich zusammen mit anderen Mitglieder-Informationen. Alle Ausgaben sind hier als PDF-Dokument abrufbar.

Appassionato 39

Appassionato-Archiv

Digitales Archiv

Das Digitale Archiv präsentiert die einzigartigen Musikhandschriften, Erstausgaben, Briefe und Bilder aus den Sammlungen des Museums und der Bibliothek des Beethoven-Hauses.

Ein Werkverzeichnis und die inhaltliche Vernetzung von über 6.300 Dokumenten auf 39.800 hochwertigen Farbscans, 1.600 Audiodateien (Musikbeispiele und Hörbriefe) und 7.700 erläuternde Textdateien lassen Beethovens Denken, Leben und Arbeiten auf vielfältige Weise sichtbar und hörbar werden; Porträts und topographische Darstellungen zeigen den Künstler und seine Welt.

Werke

Ludwig van Beethovens künstlerisches Werk umfasst 722 größere und kleinere Kompositionen. Sie werden als 138 Werke und Werkgruppen mit Opus-Nummern (op.) und 228 Werke ohne Opuszahl (WoO) gezählt. Dazu kommen noch 27 unvollendete Werke (Unv) sowie zahlreiche hier nicht aufgeführte Opern- und Oratorienpläne, Skizzen zu nicht ausgeführten Werken und Kompositionsstudien.

Das systematische Werkverzeichnis führt zur "Werkhomepage" eines jeden Werkes. Dort finden sich Erläuterungen und Klangbeispiele sowie die entstehungsgeschichtlich wichtigen Dokumente eines Werkes aus dem Besitz des Beethoven-Hauses: eigenhändige Niederschriften (Autographe) Beethovens, Kopistenabschriften und Skizzen, Erstausgaben sowie werkbezogene Briefe und bildliche Darstellungen. Alle Dokumente sind mit wissenswerten und wissenschaftlichen Informationen zum Lesen und Hören versehen.

Werke anderer Komponisten können über die Suche und über die Kataloge aufgerufen werden.

Werke

Texte

Von den 1770 bekannten Privat- und Geschäftsbriefen Beethovens befinden sich über 700 in der Sammlung des Beethoven-Hauses. Sie werden im Digitalen Archiv originalgetreu, mit Textübertragung, Inhaltsangabe und Quellenbeschreibung präsentiert.

335 Beethoven-Briefe liegen außerdem als Hörbriefe vor. Die Auswahl der Hörbriefe erfolgte nach inhaltlichen Gesichtspunkten und berücksichtigt alle Adressatengruppen, voran die Verleger, gefolgt von Briefen an Freunde und Gönner, Familienmitglieder, Künstlerkollegen, Erzieher, Beamte und Ärzte. In ihnen kommt der Mensch, Künstler und Geschäftsmann Beethoven in besonderer Weise zum Ausdruck.
Zur Einteilung des Briefwechsels Beethovens im Digitalen Archiv...

Neben der Briefsammlung anderer Personen gibt es weitere Textdokumente, wie Akten und Urkunden, Quittungen, Verzeichnisse, Albumblätter u.v.a.m., die für die Erforschung von Beethovens Leben herangezogen werden.

Texte

Bilder

Schon seit dem frühen 19. Jahrhundert entstanden viele bildliche Darstellungen, die sich mit der Person und dem künstlerischen Werk Ludwig van Beethovens beschäftigen. Aus dieser in ihrer Gesamtheit kaum abschätzbaren Menge besitzt das Beethoven-Haus zahlreiche Beispiele.

Die größte Gruppe stellen die Bildnisse Beethovens dar. Bei den sogenannten "authentischen" Porträts handelt es sich um noch zu Beethovens Lebzeiten entstandene Porträts des Komponisten. Zwar sind auch unter diesen Darstellungen einige, die von bildenden Künstlern nach einer Begegnung mit Beethoven aus der Erinnerung geschaffen wurden, für die meisten dieser Bilder saß Beethoven jedoch tatsächlich Modell. Das Beethoven-Haus besitzt die größte Sammlung an Originalbildern, die noch zu Lebzeiten Beethovens entstanden sind.

Die meisten Beethoven-Bildnisse sind erst nach 1827 entstanden. Sie bezeugen die bis heute andauernde Ausstrahlung Beethovens und die Entwicklung des Mythos um den Komponisten. Besonderen biographischen Wert haben dagegen die zu Beethovens Lebzeit entstandenen Bildnisse.

Darstellungen der Familienangehörigen, Zeitgenossen und Freunde des Komponisten sowie der Orte, an denen er lebte oder sich vorübergehend aufhielt, dokumentieren Beethovens Umwelt.

Münzen und Medaillen wurden zur Ehre Beethovens geprägt. Auch zahlreiche Briefmarken tragen Beethovens Konterfei. Sie stehen jedoch bisher nicht zur Verfügung.

Einen eigenen Bestand bilden die noch erhaltenen Gegenstände aus Beethovens Besitz, die Beethoven-Reliquien und die historischen Musikinstrumente.

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Berühmte Werke Beethovens:


Beethoven in seinen Briefen:


Klingende Autographe:
Beethovens Musik hören und in seinen originalen Handschriften mitlesen.


Beethoven in der Bildenden Kunst:
Die authentischen Porträts und beliebtesten Sujets.


Gegenständliche Ausstellungs- und Sammlungsstücke:


Lieblingsstücke aus dem Museum:

Glossar

Das Glossar erläutert musikalische und ikonographische Fachbegriffe aus Texten des Digitalen Archivs.

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1. Die digitalisierten Bestände des Beethoven-Hauses Bonn stehen allen Interessierten weltweit über die Homepage des Beethoven-Hauses kostenlos zur nicht kommerziellen Nutzung zur Verfügung. Bei Nachnutzung der Digitalisate ist das Beethoven-Haus als besitzende Institution in der Form "Beethoven-Haus Bonn" bzw. "Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H.C. Bodmer" zu nennen und der mit "Link auf diese Seite" oder "Permalink" angegebene Permanente Link zum Digitalisat anzugeben.

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Digitalisierung

Die Sammlungs- und Bibliotheksbestände des Beethoven-Hauses werden systematisch digitalisiert und im Digitalen Archiv sowie über die Bibliothekskataloge kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Wunsch nach einer farbgetreuen Transformation des analogen Dokuments ins digitale Medium leitet sich von der Forderung ab, sowohl den Inhalt als auch Anmutung und Aura eines Originaldokuments zu erfassen. Nur durch eine getreue Wiedergabe auch des äußeren Erscheinungsbildes bis hin zur Abbildung der Papierstruktur ist gewährleistet, dass die digitale Kopie die Anziehungskraft und Informationstiefe des Originals erhält. Darüber hinaus sollte der Scan als Vorlage für Faksimilepublikationen brauchbar sein sowie zukünftigen Nutzungsanforderungen und Druckverfahren standhalten.

Bisher hat es zwei von der DFG geförderte Projekte gegeben. Das erste Projekt war darüber hinaus Teil des Projekts Das Digitale Beethoven-Haus und erhielt Fördermittel aus dem Bonn-Berlin-Gesetz.

Im Jahr 2001 wurde mit Hilfe der Dienstleister SRZ, Berlin, eps, Bonn und der Fotografen Weidner/Danetzki, Rheinbreitbach die Bilddigitalisierung von 26.000 Seiten Musikhandschriften, Briefen, Erstausgaben, Bildern und Objekten durchgeführt. Durch hochwertiges Image-Scannen (48 Bit, RGB, ICC-Profile) auf einem Scanner der Rheinbacher Firma Cruse wurden digitale Master-Daten im Tif-Format erzeugt. Sie bilden die 4,3 Terabyte große Grundlage für spezifische Nutzanwendungen. Digitalisierungsbericht

Im Jahr 2010 folgte die Bilddigitalisierung von weiteren Musikdrucken, Handschriften, Bildern und Musikinstrumenten. Die Dienstleister Mikrounivers, Berlin, Weidner/Danetzki, Rheinbreitbach und Merlin, Essen (beratend) erzeugten 11.600 Tif-Masteraufnahmen. Aus Kostengründen wurde die Qualität reduziert auf 300 dpi Auflösung (Handschriften 600 dpi) und 24 Bit Farbtiefe (1 Beethoven-Autograph mit 48 Bit). Es entstand ca. 1 Terabyte an Masterdaten.

Alle Tif-Masterdaten wurden auf Festplatten gesichert. Die Bedingungen für eine verlustfreie Langzeitarchivierung betreffen die Art und Lagerung der Datenträger, die Verwendung von Standards, die Entwicklung von Konzepten und Berücksichtigung von Ressourcen, um rechtzeitig die Speichermedien zu erneuern, die Daten in neue Speichertechnologien zu migrieren und in neue Dateiformate zu konvertieren. Für eine "Refreshing"- Maßnahme kooperiert das Beethoven-Haus mit dem Rechenzentrum der Universität Bonn. Die Masterdaten wurden auf Bänder überspielt und stehen im Rechenzentrum seit 2006 unter Langzeitbeobachtung. Darüber hinaus plant das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Laserausbelichtung der Dateien auf Farbmikrofilm, um sie im Zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland aufzubewahren. Mit dem Digitalen Archiv NRW wurde 2012 ein Pilotprojekt zur Langzeitarchivierung begonnen.

Im Digitalen Archiv des Beethoven-Hauses stehen vier Bildgrößen zur Verfügung, angepasst an eine mittlere Standardauflösung für Bildschirme haben sie zur Zeit folgende Abmessungen:
a) Galerieformat (165 Pixel)
b) Mittleres Format (800 Pixel)
c) Ganzseitenformat (1280 Pixel)
d) Hochauflösendes Format (unskaliert, nur intern)

Die bibliographischen, systematischen und strukturellen Metadaten werden in den Bibliothekskatalogen und speziellen Excel-Verzeichnissen und Datenbanken geführt.