Pressemitteilungen

25.06.2019

Daniel Hope wird Präsident des Beethoven-Hauses Bonn

Tabea Zimmermann und Luis Gago zu Ehrenmitgliedern des Vereins gewählt

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In der heutigen Mitgliederversammlung wurde Daniel Hope zum neuen Präsidenten des Vereins Beethoven-Haus Bonn gewählt. Er löst 2020 die Bratschistin Tabea Zimmermann in diesem Amt ab. Der in Südafrika geborene und heute in Berlin lebende Geiger zählt zu den international herausragenden Persönlichkeiten der Klassik-Szene.

"Die Wahl nehme ich mit größter Freude an", erklärt Hope. "Für mich ist Beethoven gewissermaßen der Mount Everest der Musikgeschichte. Mit diesem traditionsreichen Haus zusammen arbeiten zu dürfen, das im Zentrum der Erforschung und Vermittlung Beethovens steht, und das so eng mit dem Namen meines Vorbildes Joseph Joachim verknüpft ist, empfinde ich als großes Geschenk." Beethoven-Haus Direktor Malte Boecker freut sich darauf, die Zukunft des Beethoven-Hauses mit Daniel Hope gestalten zu können: "Daniel Hope wird für seine musikalische Arbeit und Musikvermittlung weltweit geschätzt und gewürdigt. Mit ihm werden wir den bereits eingeschlagenen Weg der gesellschaftlichen Öffnung, internationalen Vernetzung und Erschließung neuer Publikumsschichten weiter ausbauen."

Hope gilt als Künstler, der sich darum bemüht, Grenzen einzureißen, die Individuen, Gemeinschaften und Nationen trennen und sieht sich selbst als musikalischen Aktivisten. Sein Engagement umfasst ein breites Spektrum: Er ist seit 2016 Moderator einer wöchentlichen Rundfunksendung auf WDR3, Autor von vier Büchern sowie Gastgeber einer Veranstaltungsreihe im Berliner Konzerthaus. Für seine Leistungen und sein Engagement wurde Hope u.a. mit dem Europäischen Kulturpreis für Musik (2015) und dem Bundesverdienstkreuz (2017) ausgezeichnet.

Als Musiker wurde Daniel Hope, den Yehudi Menuhin maßgeblich beeinflusst hatte, zunächst vor allem als Mitglied des Beaux Arts Trio bekannt. In dieser Zeit setzte sich das Trio intensiv mit der Kammermusik Ludwig van Beethovens auseinander und führte diese weltweit auf. Nach dessen Auflösung 2008 ist Hope auch als Solist sehr gefragt. Mit Beginn der Saison 2016/17 wurde er Nachfolger Roger Norringtons als Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters. Ebenfalls seit 2018/19 ist Hope Music Director des in San Francisco ansässigen New Century Chamber Orchestras. 2019 wurde er zudem Künstlerischer Direktor der Dresdner Frauenkirche, die für ihn nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein Symbol für Frieden, Versöhnung und Toleranz ist.

Hopes Vorgängerin Tabea Zimmermann, herausragende Bratschistin, Kammermusikerin und Lehrerin, hatte das Amt von dem Dirigenten Kurt Masur übernommen. Während ihrer Präsidentschaft entwickelte sie gemeinsam mit dem spanischen Musikdramaturgen Luis Gago die "BTHVN WOCHE" zu einem Festival mit überregionaler Strahlkraft. Die Beethoven-Woche findet jährlich statt und wird 2020 die gesamte Kammermusik Beethovens in wechselnden Besetzungen präsentieren. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins Beethoven-Haus Bonn, Michael Kranz, würdigte ihr Engagement für das Beethoven-Haus: "Tabea Zimmermann hat das Beethoven-Haus in den letzten Jahren maßgeblich geprägt. In ihrer Präsidentschaft wurde das kammermusikalische Angebot deutlich ausgebaut und hat überregional Beachtung erlangt. Für dieses Engagement wurde sie heute von den Mitgliedern, ebenso wie Luis Gago, zum Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus gewählt."

Künstlerfotos können von den Homepages der Künstler heruntergeladen werden, werden auf Anfrage aber auch zugeschickt.

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18.06.2019

Klaviersommer mit ausgewählten Pianisten

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"Building Bridges" nennt Sir András Schiff seine Initiative zur Förderung junger Pianisten. Jedes Jahr wählt er drei vielversprechende Talente für diese Reihe aus. Fünf davon sind ab dem 2. Juli in der Klaviersommer-Reihe des Beethoven-Hauses zu erleben.

"Was benötigen junge Pianisten am Anfang ihrer Laufbahn, was könnte ich dazu beitragen?" Diese Fragen stellte sich Sir András Schiff, der zu den international herausragenden Pianisten zählt. "Für mich ist klar: Junge Musiker benötigen Möglichkeiten, vor einem Publikum zu spielen, das über Bildung und Geschmack verfügt." Das sei die Idee hinter "Building Bridges", seinem Projekt zur Förderung des musikalischen Nachwuchses, erläutert Schiff, der gerade erst mit einem Meisterkurs im Beethoven-Haus zu erleben war. "Bis zu 100 Pianisten höre ich mir jedes Jahr an, um jeweils drei auszuwählen, deren Spiel mich interessiert und überzeugt."

Die ausgewählten Pianisten werden von Schiff eingeladen, sich in etwa einstündigen Solorezitals zu präsentieren. Er steht mit seinem Namen für das außergewöhnliche Niveau der Nachwuchstalente ein. "Ein Rezital-Programm ist wie eine Visitenkarte - man zeigt musikalisch, wer man ist, worauf man gerade neugierig ist, welche übermusikalischen Ideen für einen wichtig sind. Ich ermutige die Pianisten, ihre Visitenkarten sorgfältig und dennoch völlig frei zu gestalten."

Die jungen Musiker besprechen mit András Schiff ihre Programmvorstellungen und geben dann Klavierabende in ganz Europa. Zum ersten Mal sind sie nun in Bonn zu erleben, in der Klaviersommer-Reihe des Beethoven-Hauses. "Hier können wir gleich zwei Jahrgänge der Building Bridges-Pianisten auf einmal präsentieren", freut sich Schiff.

Die fünf Klavierabende mit Yury Shardrin, Chiara Opalio, Andrei Gologan, Itali Navon und Pallavi Mahidhara finden vom 2. bis 30. Juli, jeweils dienstags, um 20 Uhr im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses statt.

Karten für die Konzerte sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, im Shop des Beethoven-Hauses sowie unter www.bonnticket.de erhältlich.

Kontakt:

Dr. Martella Gutiérrez-Denhoff
Leiterin Kammermusiksaal
Tel. 0228 98175-15
kammermusiksaal@bonn.de

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9.06.2019

Tiefe Einsichten in Beethovens Musik

Meisterkurs des Beethoven-Hauses mit Sir András Schiff endete am Sonntag mit einem Abschlusskonzert der Teilnehmer. Fünf Tage lang konnten interessierte Besucher miterleben, wie eine Interpretation reift.

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Schon vor sieben Jahren hatte der ungarische Pianist Sir András Schiff seine Meisterschüler und das kenntnisreiche Publikum im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses als großartiger Musikvermittler begeistert, und so war es auch beim diesjährigen Meisterkurs. Schiff hatte diesmal sechs junge Kammermusik-Ensembles zu seinem Kurs eingeladen, mit denen er Violinsonaten, Cellosonaten und Klaviertrios von Beethoven erarbeitete. Er nutzte dazu auch die Manuskripte, die sich in der Sammlung des Beethoven-Hauses befinden und in digitaler Form im Digitalen Archiv des Beethoven-Hauses einsehbar sind. Er ließ Abbildungen der Manuskripte jeweils auf eine Landwand projizieren und bat seine Schüler immer wieder, einen Blick darauf zu richten. An zahlreichen Beispielen erläuterte er, dass die Autographe bereits zahlreiche Hinweise auf die Ausführung geben. Mit bildreicher Sprache vermittelte Schiff seinen Schülern tiefe Einsichten in Beethovens Musik und setzte sich immer wieder auch selbst an den Flügel, um hörbar zu machen, wie manche Passagen zu spielen sind, damit eine reife und schlüssige Interpretation entsteht. Nicht nur für die Pianisten, sondern auch für die Streicher gab er hilfreiche spieltechnische Tipps.

Viele Besucher, die die Gelegenheit genutzt hatten, dem Meister bei der Arbeit mit seinen Schülern über die Schulter zu sehen, äußerten sich begeistert. Nicht wenige kamen zu allen Terminen des öffentlichen Unterrichts, der sich über jeweils vier Stunden erstreckte.

Fünf intensive Meisterkurs-Tage lagen am Pfingstsonntag schließlich hinter seinen Meisterschülern, die nun im Abschlusskonzert die Möglichkeit hatten, sich teilweise mit ganzen Werken, teilweise auch nur jeweils mit einem Satz dem Publikum zu präsentieren. Sir András Schiff selbst leitete durch das Programm. Die Geigerin Anne Luise Kramb eröffnete mit ihrem Klavierpartner Julius Asal den Abend mit der Violinsonate Es-Dur op. 12 Nr. 3, gefolgt vom Elyon-Trio das den ersten Satz des Erzherzog-Trios op. 97 spielte. Anschließen waren Eoin Ducrot (Violine) und Chiara Opalio (Klavier) mit dem ersten Satz aus der Violinsonate c-Moll op. 30 Nr. 2 zu hören. Nach der Pause führten Ivan Karizna (Violoncello) und Mishka Rushdie Momen (Klavier) den letzten Satz aus der Cellosonate A-Dur op. 69 auf. Den fulminanten Abschluss bildete das Trio Sora mit dem Es-Dur-Trio op. 1 Nr. 1. Von der Qualität des Trios, das aus den Französinnen Clémence de Forceville (Violine), Angèle Legasa (Violoncello) und Pauline Chenais (Klavier) besteht, war András Schiff so angetan, dass er sie zu seinem "My Beethoven"-Wochenende im Juli 2020 einlud. Auf ihren erneuten Auftritt im Kammermusiksaal im Beethovenjahr darf man also gespannt sein.

Bitte beachten Sie das angehängte Foto von Sir András Schiff beim Unterricht mit dem Trio Sora; Foto: Barbara Frommann

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21.02.2019

Beethoven-Haus funkelt 2020 in vielen Facetten

Das Beethoven-Haus Bonn präsentiert sich zu Beethovens 250. Geburtstag mit einem neu gestalteten Museum und einem einzigartigen und beziehungsreichen Jubiläumsprogramm.

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Als erste Bonner Kultureinrichtung stellte heute das Beethoven-Haus sein Programm zum Beethovenjahr 2020 vor. "Das Beethoven-Haus wird spätestens ab Dezember 2019 in neuem Licht erstrahlen", kündigte Direktor Malte Boecker an. "Es glänzt zum Jubiläumsjahr mit einem speziell für Beethovens Geburtsort entwickelten Programm, dessen Dichte, internationale Vernetzung und Beziehungsreichtum einmalig ist."


Neu gestaltetes Museum

Am 28. Februar schließt das Museum für mehrere Monate bis zum Spätsommer 2019. Im Rahmen eines Festaktes am 16. Dezember 2019, mit dem auch offiziell die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr beginnen, soll das "Neue Beethoven-Haus" wiedereröffnet werden. Mit der rd. 3,5 Millionen Euro teuren räumlichen Erweiterung und Neugestaltung des Museums im original erhaltenen Geburtshaus will man Leben und Werk des Komponisten erlebnisorientiert vermitteln. Die Neupräsentation, die mit den Zürcher Ausstellungsmachern Holzer Kobler Architekturen erarbeitet wird, soll informative und emotionale Zugänge zu den über 200 originalen Exponaten – Originalhandschriften, Instrumente, Alltagsgegenstände, Beethovens Hörrohre sowie Porträts – aus der weltberühmten Sammlung bieten.

Neu sind ein Musikzimmer für regelmäßige Aufführungen auf historischen Tasteninstrumenten, Filmvorführungen und Vorträge, ferner Sinnesräume mit audiovisuellen Angeboten zu Beethovens Bonner Zeit, eine "Schatzkammer" mit Originalhandschriften, ein abgegrenzter Bereich für Wechselausstellungen sowie ein Shop mit Café und Seminarräumen.


Wechselnde Themenausstellungen

Das Beethoven-Haus plant zudem verschiedene Sonderausstellungen. So wird in Kooperation mit und in der Bundeskunsthalle ab dem 17. Dezember 2019 eine große kulturhistorische Ausstellung zum Thema "Beethoven – Welt.Bürger.Musik" präsentiert. Im neuen Wechselausstellungsbereich des Beethoven-Hauses stehen weitere fünf Themenausstellungen an, die Beethoven zeitgemäß thematisieren, u.a. "Bernsteins Beethoven" (18.6. bis 4.10.2020), "#bebeethoven" (15. bis 29.10.2020) und "Zeitgenosse Beethoven" (12.11.2020 bis 2.3.2021).


Internationale Beethoven-Forschung

Mehrfach führt das Beethoven-Haus in 2020 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Tagungen und Kongressen nach Bonn. So veranstaltet das Beethoven-Haus vom 10. bis 14. Februar mit Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien einen internationalen Kongress zum Thema "Beethoven-Perspektiven", der den aktuellen Stand der Beethoven-Forschung widerspiegelt und zu dem die führenden Beethoven-Forscher anreisen. Vom 16. bis 19. September lädt das Beethoven-Haus gemeinsam mit der Abteilung für Musikwissenschaft / Sound Studies der Universität Bonn zum 17. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung ein.


BTHVN WOCHE 2020: Die gesamte Kammermusik in einem Fest

Unter der künstlerischen Leitung seiner Präsidentin Tabea Zimmermann präsentiert das Beethoven-Haus vom 17.1. bis 9.2.2020 Beethovens gesamte Kammermusik an 16 Abenden: Beethoven Pur. Zum programmatischen Ansatz gehören wechselnde Besetzungen in den Konzerten, um Werkbeziehungen innerhalb des kammermusikalischen Werkkomplexes deutlich zu machen. Das Festival besticht ferner durch ein "line up" herausragender Kammermusiker wie u.a. Isabelle Faust, Quatuor Ébène oder Kristian Bezuidenhout.


Beethovens Klavierwerke und exklusive Konzertprojekte

Zu den Highlights des Jubiläumsprogramms gehört der Klaviersonaten-Zyklus von Evgeni Koroliov, den er erstmalig und exklusiv im Beethoven-Haus spielt. Der russische Pianist wird international für seine feinsinnigen und reflektierten Beethoven-Interpretationen gerühmt. Verteilt auf sieben Freitagabende wird der Zyklus durch korrespondierende Samstagskonzerte herausragender jüngerer Pianisten mit weiteren Beethoven-Werken ergänzt. Ein Klavierabend von Mitsuko Uchida, die sich Beethovens Diabelli-Variationen widmet, rundet die Präsentation von Beethovens Klavierwerk ab.

Schließlich hat das Beethoven-Haus einige außergewöhnliche Künstler wie Daniel Hope, Martin Stadtfeld, das Artemis Quartett, András Schiff oder den Jazzpianisten Uri Caine dafür gewonnen, unter dem Titel "My Beethoven" einzelne kleine und besondere Festivals zu gestalten. Das Jubiläumsjahr beschließt im Beethoven-Haus ein Benefizkonzert von Anne-Sophie Mutter am 16 Dezember 2020 im Kammermusiksaal (geschlossene Veranstaltung).


Das Jubiläumsprogramm des Beethoven-Hauses liegt an vielen Stellen aus, wird auf Anfrage zugeschickt und steht unter www.beethoven.de zum Download bereit.


Der freie Vorverkauf für die Konzertangebote von Herbst 2019 bis Ende 2020 beginnt am 1. April 2019. Frühbucher, die vor dem 17.12.2019 ihre Tickets für die Veranstaltungen 2020 kaufen, erhalten einen Rabatt. Abonnements können ab sofort und bis zum 30. September 2019 schriftlich bestellt werden.


Pressebilder können von den Homepages der Künstler heruntergeladen werden oder werden auf Anfrage auch zugeschickt.


Zum Beethoven-Haus Bonn:

Der 1889 gegründete Verein Beethoven-Haus Bonn gilt als das international führende Beethoven-Zentrum. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Beethovens Leben, Werk und Wirken lebendig zu halten. Zu der kulturellen Einrichtung gehört die weltweit bedeutendste Beethoven-Sammlung, das Museum in Beethovens Geburtshaus mit über 100.000 Besuchern pro Jahr, eine musikwissenschaftliche Forschungsabteilung nebst Bibliothek und Verlag sowie der Kammermusiksaal Hermann J. Abs. Getragen von rund 900 Freunden, Förderern und Mitgliedern aus über 20 Ländern, unterstützt von Bund, Land NRW, Landschaftsverband Rheinland und Stadt Bonn, erfüllt das Beethoven-Haus einen kulturellen Auftrag von nationaler und internationaler Bedeutung. Als Präsidentin fungiert seit 2013 die namhafte Viola-Virtuosin, Kammermusikerin und Professorin Tabea Zimmermann. 2016 wurde unter dem Dach der Stiftung Beethoven-Haus die gemeinnützige Beethoven Jubiläums Gesellschaft gegründet, die die Koordination und Vermarktung von Beethovens 250. Geburtstag im Jahre 2020 verantwortet.


Kontakt:
Ursula Timmer-Fontani
Leiterin Unternehmenskommunikation
Beethoven-Haus Bonn
timmer-fontani@beethoven.de
Tel. +49 228 98175-16


Daten und Fakten

Jubiläumsprogramm von Herbst 2019 bis Ende 2020:

- 73 Konzerte und Veranstaltungen im Kammermusiksaal

Davon 61 Veranstaltungen im freien Vorverkauf buchbar. Für zahlreiche weitere Veranstaltungen ist der Eintritt frei, darunter die Tage der Offenen Tür 2019 und 2020, eine Veranstaltung im Rahmen der Beethoven-Woche 2020, zwei der Young Stars-Konzerte, ein Podiumsgespräch im Rahmen von Daniel Hopes "My Beethoven"-Wochenende oder der Meisterkurs des Artemis Quartetts (ebenfalls "My Beethoven")


- 6 Sonderausstellungen (inkl. Ausstellung mit und in der Bundeskunsthalle)

- 6 Wissenschaftliche Tagungen/Kongresse


Übersicht über die Konzert-Reihen und -Festivals:

Young Stars (2019-2020)

11 Konzerte, immer sonntags, 18 Uhr - Abo-Reihe mit 7 Konzerten bis Frühjahr 2020 


Aspekte - Jazz im Kammermusiksaal (2019)

3 Konzerte


Für Kinder und Schulen (2019-2020)

3 Konzerte (+ 12 Grundschulkonzerte)


BTVHN WOCHE 2020

16 Konzerte und eine Sonderveranstaltung


Beethovens Klaviersonaten

7 Klavierabende, jeweils freitags – Abo-Reihe


Beethovens Diabelli-Variationen

1 Klavierabend


My Beethoven

bisher 13 Veranstaltungen, weitere mit András Schiff und Uri Caine (Wochenenden) werden noch ergänzt


Beethoven-Tage (2019-Ende 2020)

5 Veranstaltungen (Konzerte und Tage der Offenen Tür)


Meisterkurs Schiff (2019)

3 Veranstaltungsformate: 12 öffentliche Proben, 1 Beethoven-Werkstatt und 1 Konzert


Hinweise zum Vorverkauf:

Der freie Vorverkauf beginnt am 1. April 2019.


Preise:

Klavierabende, Beethoven-Woche, My Beethoven:

je 34 Euro / 17 Euro (ermäßigt)

Frühbucher-Rabatt bis 17.12.2019: 30 / 15 Euro (ermäßigt)

Young Stars: je 20 Euro / 10 Euro (ermäßigt)

Für Kinder: je 9 Euro/ 5 Euro (ermäßigt)

Aspekte: je 25 Euro / 13 Euro (ermäßigt)

Klaviersommer 2019: je 20 Euro / 10 Euro


Abonnements:

Bestellungen ab sofort und bis 30. September 2019 schriftlich beim Shop des Beethoven-Hauses


Abo Beethovens Klaviersonaten

Sieben Konzerte im Abo à 180 Euro | 90 Euro ermäßigt


Abo Jenseits der Sonaten

Sieben Konzerte im Abo à 108 Euro | 90 Euro ermäßigt


Festivaltickets My Beethoven

Wochenendticket jeweils 80 Euro | 40 Euro ermäßigt 


Abo Young Stars

Sieben Konzerte im Abo à 120 Euro | 60 Euro ermäßigt



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7.12.2018

Komponieren nach Beethoven

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Beethoven-Haus Bonn stellt Übersicht über Kompositionen seit 1870 online, in denen Beethoven eine maßgebliche Rolle spielt

Ludwig van Beethoven zählt weltweit zu den bekanntesten Komponisten, seine Werke sind im kollektiven Bewusstsein international präsent und stehen bis heute an der Spitze der Konzertprogramme. Leicht wird darüber vergessen, welch große Bedeutung auch die kreative Beethoven-Rezeption spielt: Keine Komponistin und kein Komponist kann ohne die Kenntnis von Beethovens Musik arbeiten; der "große Vorgänger" wirkt bis heute als vielfältige Inspirationsquelle.

Im Forschungszentrum Beethoven-Archiv werden nun Kompositionen aus der Zeit von Beethovens 100. Geburtstag 1870 bis heute zusammengetragen, bei denen Beethoven eine maßgebliche Rolle spielt. Die Übersicht soll Veranstaltern und Musikern auch mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 Anregungen zur Programmkonzeption geben. Eine erste Version wurde jetzt vom Beethoven-Haus auf seiner Homepage online zugänglich gemacht und ist unter www.beethoven.de/aktuelles abrufbar. Ab 2020 ist außerdem eine wissenschaftliche Auswertung geplant.

Die Liste umfasst bereits mehr als 500 Titel, alphabetisch nach Autorennamen sortiert. Sie reicht von John Adams bis Friedrich Zipp. Schon ein erster Blick garantiert auch für Musikkenner so manche Neuentdeckung, sei es die Fantasie d-Moll über zwei Themen aus der 9. Symphonie von Beethoven, op. 233 für Orgel von Wilhelm Volckmar (1870), der Galop(p) für ein Pferde-Karussel des Erzherzogs Rudolf für Schauspieler, Sprecher, Cembalo, 2 Oboen und 4 Fagotte von Jürg Wyttenbach (2008) oder das Klavierstück Alle Schlüsse von Ernst Bechert (2018).

Das Verzeichnis wird im Beethoven-Haus weiter erstellt, soll jedoch bereits jetzt als "Work in Progress" dazu anregen, ergänzende Informationen einzureichen und/oder weitere Kompositionen zu nennen. Mitteilungen werden erbeten per Mail an Dr. Beate Angelika Kraus: kraus@beethoven.de

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4.05.2018

Vor 125 Jahren wurde Beethovens Geburtshaus als Museum eröffnet

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Am 10. Mai 1893 wurde das Museum in Beethovens Geburtshaus im Rahmen einer "Beethoven-Feier" eingeweiht. Heute zählt es zu den meistbesuchten Musikermuseen der Welt und zu den 100 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Derzeit sammelt der Verein Beethoven-Haus Spenden für die Neugestaltung der Dauerausstellung.

Zwischen der Gründung des Vereins Beethoven-Haus im Jahre 1889 und der Eröffnung des Museums lagen gerade einmal vier Jahre. Schon in der ersten Satzung hatten die Gründungsväter sich das Ziel gesetzt, das Geburtshaus Beethovens durch den Erwerb vor dem drohenden Verfall zu retten, es zu sanieren und zu einer Beethoven-Gedenkstätte herzurichten. Kurz nach der Vereinsgründung erfolgte ein erster Aufruf an alle "Beethoven-Verehrer", Mitglied im Verein zu werden, Beethoven-Objekte zu stiften oder mit finanziellen Mitteln zu helfen, das Beethoven-Haus zu erhalten und eine Sammlung aufzubauen.

Zahlreiche Menschen folgten diesem Aufruf, und Prominente wie Reichskanzler Fürst Bismarck, Johannes Brahms oder Guiseppe Verdi konnten zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ehrenpräsident wurde der damals berühmte Geiger Joseph Joachim. Er veranstaltete bereits 1890 mit großem Erfolg ein erstes Kammermusikfest in Bonn, um zur Instandsetzung von Beethovens Geburtshaus beizutragen. Die Einweihung des Beethoven-Hauses als Museum fand schließlich am 10. Mai 1893 im Rahmen des zweiten Kammermusikfestes statt, das als "Beethoven-Feier zur Weihe des Hauses" angelegt war. Heute zählt das Haus zu den 100 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland und zu den international meistbesuchten Musikermuseen, und die Sammlung gilt als die vielseitigste und bedeutendste Beethoven-Sammlung weltweit.

Das Haus ist über die Jahre immer wieder saniert und restauriert worden. Eine erste umfangreiche Instandsetzung wurde Mitte der 1930er Jahre notwendig. 1969 erfolgte die Neugestaltung der Dauerausstellung im Hinblick auf das Beethoven-Jubiläum 1970. 1994–1996 entschloss sich der Verein zu einer dritten grundlegenden Restaurierung, verbunden mit einer komplett neuen Präsentation der Dauerausstellung. Finanziell unterstützt wurde das Vorhaben von der öffentlichen Hand, von Unternehmen und Stiftungen sowie von zahlreichen Privatpersonen. 2004 folgte die Erweiterung des realen Beethoven-Hauses um das "Digitale Beethoven-Haus" mit zwei neuen Museumsbereichen und dem Digitalem Archiv, das die Sammlung online für jedermann jederzeit verfügbar macht.

Mit Blick auf BTHVN2020 plant der Verein eine abermalige Überarbeitung des Museums und wirbt um weitere Spenden - insbesondere für die Neugestaltung der Ausstellungsbereiche und eine dringend notwendige räumliche Erweiterung. Zu Beethovens 250. Geburtstag soll sich das Museum mit einer neuen, zeitgemäßen Dauerausstellung, einem Musikzimmer für Museumskonzerte und einer "Schatzkammer" mit Originalhandschriften und einer Sonderausstellungsfläche präsentieren. Im gegenüberliegende Haus Bonngasse 21 soll der Shop eine neue Heimat finden, ein Museumscafé wird integriert, und es ensteht ein Seminarraum für die Vermittlungsarbeit.

Den größten Teil der Gesamtkosten in Höhe von über 3 Mio. Euro tragen die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Land NRW und der Landschaftsverband Rheinland. Aus eigenen Mitteln hat der Verein 600.000 Euro für die von Anfang an geplanten und dringend gebotenen sowie weitere 500.000 Euro für zusätzliche optionale Maßnahmen im Rahmen der Umgestaltung aufzubringen. Seit Mitte 2017 sind im Rahmen der aktuellen Spendenaktion "Das neue Beethoven-Haus" bereits über 600.000 Euro Spenden überwiegend von Privatpersonen zusammengekommen. "Damit ist die Finanzierung der Gesamtmaßnahme bereits nach weniger als einem Jahr im Kern gesichert", freut sich Direktor Malte Boecker. Gemeinsam mit dem Kuratorium der Stiftung Beethoven-Haus richtet er das Fundraising nun auf die noch ausstehenden optionalen Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Neugestaltung des Innenhofes, die Bereitstellung eines behindertengerechten Aufzugs, eine angemessene Fassadengestaltung sowie der Einbau einer audiovisuellen Projektionstechnik. "Diese Maßnahmen sind für die Erscheinung des Beethoven-Hauses genauso relevant wie die Überarbeitung der Ausstellungsbereiche", erläutert Boecker.

Daher erneuert der Verein seinen Spendenaufruf und bittet alle Beethoven-Freunde um weitere Unterstützung, damit das Museum als Zentrum der Jubiläumsfeierlichkeiten zeitnah fertiggestellt wird und zukünftig noch mehr Menschen zu einem Besuch bei Beethoven anregt.
Die Spendenbroschüre "Das neue Beethoven-Haus" wird auf Anfrage zugeschickt und steht im Internet unter www.beethoven.de zum Download bereit.

Wer sich über den Stand der Planungen zur Museumsneugestaltung informieren möchte, hat im Rahmen des Internationalen Museumstages am 13. Mai dazu Gelegenheit. Die Projektleiterin Nicole Kämpken bietet jeweils um 12 und um 16 Uhr einen Rundgang und eine Präsentation an und vermittelt einen Blick in die Zukunft des neuen Beethoven-Hauses. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

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8.08.2017

Spendenaufruf für das neue Beethoven-Haus

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Der Verein Beethoven-Haus bittet um Unterstützung für die neue Dauerausstellung in Beethovens Geburtshaus. Bis 2019 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. Der Fehlbetrag von 600 TEUR soll durch Spenden und Sponsoring zusammen getragen werden.

Mit Hochdruck wird im Beethoven-Haus zur Zeit an dem Konzept für die neue Dauerausstellung gearbeitet, die schon 2019 in Beethovens Geburtshaus eröffnen werden soll. Das Museum wird einer vollständigen Neugestaltung unterzogen, und es ist eine räumliche Erweiterung auf das Nachbarhaus in der Bonngasse 21 vorgesehen. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr sollen sich Besucher aus aller Welt von einer zeitgemäßen Präsentation und von modernen Vermittlungsangeboten für Ludwig van Beethoven begeistern lassen. Mit der Neugestaltung wurde das renommierte Schweizer Büro Holzer Kobler Architekturen mit Sitz in Zürich und Berlin beauftragt, das bereits sehr erfolgreich für zahlreiche andere Museen tätig war.

Noch besteht jedoch eine Finanzierungslücke, die der Verein Beethoven-Haus schließen muss, damit alle Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden können. Insgesamt sind für das umfangreiche Vorhaben 3 Millionen Euro veranschlagt. Von der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Rheinland liegen bereits Zusagen für eine Beteiligung in Höhe von insgesamt 2,4 Millionen Euro vor. Die fehlenden 600.000 Euro muss das Beethoven-Haus selbst aufbringen und hat dazu nun einen Spendenaufruf veröffentlicht. Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses, ist zuversichtlich: "Es sind bereits jetzt einige größere Spenden eingegangen, und es liegen uns noch weitere Zusagen vor." Daher hofft man im Beethoven-Haus, die Lücke mit Hilfe zahlreicher Beethoven-Freunde bald schließen zu können.

"Im Jubiläumsjahr wird Bonn als Geburtsort Beethovens im Zentrum der Aufmerksamkeit aller Beethoven-Freunde weltweit stehen, und Beethovens Geburtshaus wird eine der Hauptattraktionen in diesem Jahr sein. Jeder kann helfen und dazu beitragen, dass wir der Welt zum Jubiläumsjahr 2020 ein neues Beethoven-Haus präsentieren können. Jede Spende zählt", bekräftigt Boecker.

Spenden, die bis zum 30. September 2017 zugesagt oder überwiesen werden, wirken sich besonders positiv aus: Das Kuratoriums der Stiftung Beethoven-Haus hat zugesagt, diese bis zu einer bestimmten Höhe zu verdoppeln. Außerdem winkt noch ein anderer Anreiz: Unter den Spendern, deren Spendeneingang bis Ende September verzeichnet wird, werden zwei Ehrenkarten für zwei Benefiz-Konzerte für das Beethoven-Haus verlost, die zu Beethovens Geburtstag im Dezember 2020 geplant sind.

Über die Fördermöglichkeiten informiert eine Broschüre (siehe Anhang unten), die das Beethoven-Haus dazu eigens veröffentlich hat. Sie ist im Shop des Beethoven-Hauses erhältlich und im Internet hier abrufbar. Wer die Broschüre zugeschickt haben möchte, kann sich an das Sekretariat des Beethoven-Hauses wenden: sekretariat@beethoven.de, Tel. 0228 98175-11.


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29.03.2017

Beethoven-Haus Bonn erwirbt Titelblatt-Entwurf zu den Diabelli-Variationen

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Das Beethoven-Haus Bonn konnte seine Sammlung um einen wichtigen Mosaikstein ergänzen: Bei einer Auktion erhielt es den Zuschlag für den eigenhändigen Titelblatt-Entwurf Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen Klavierwerk, den Diabelli-Variationen op. 120. "Es kam nun zusammen, was zusammengehört", freut sich Kustos Michael Ladenburger über die Neuerwerbung.

Die Sammlung des Beethoven-Hauses gilt als eine der bedeutendsten Beethoven-Sammlungen der Welt. Seit 2009 beherbergt sie die Originalhandschrift des Werkes, eine der faszinierendsten Beethoven-Handschriften überhaupt. Sie konnte damals durch eine beispiellosen Spendenaktion erworben werden, an der sich neben öffentlichen Förderern und Sponsoren mehr als 3.000 private Spender beteiligten. Bereits 1987 war ein dazu gehöriges Einlegeblatt erworben worden - in der Hoffnung, es mit dem Hauptkorpus irgendwann vereinigen zu können. Nun wurde der Handschrift der Diabelli-Variationen der Schlussstein hinzugefügt, die durch die neuerliche großzügige finanzielle Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglicht wurde. Zudem haben die Kulturstiftung der Länder, dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der Gielen-Leyendecker-Stiftung und eine private Spende den Ankauf finanziell unterstützt.

Die Sammlung des Beethoven-Hauses wurde bereits weitestgehend digitalisiert und ist im Digitalen Archiv online für jedermann weltweit zugänglich. Auch das neuerworbene Blatt soll zeitnah im Digitalen Archiv eingestellt werden. "Uns liegt daran, Beethovens Erbe nicht nur zu bewahren. Wir machen es - auch mithilfe der neuen Technik - für alle Menschen zugänglich und geben so Impulse zur zeitgemäßen Auseinandersetzung mit Beethovens Leben und Werk", so Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses.

Eine Abbildung für die aktuelle Berichterstattung wird auf Anfrage gerne zugesendet.


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