Die Macht der Musik

Das kulturelle Leben im deutschen Kriegsgefangenenlager Bando in Japan

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Das Barackenlager in Bando

Aus Anlass der Aufnahme von 90 Kriegsgefangenen aus Kurume wurde im August 1918 ein "Fremdenführer" durch das Lager Bando gedruckt. Die aufgeschlagene Karte zeigt einen Rundgang, die Erläuterungen zu den Ziffern finden sich im Führer. Im Südwesten entstand ein Geschäftsviertel ("Budenviertel Tapautau" - so hieß eine Einkaufsstraße in Tsingtau), wo die Internierten ihr Handwerk ausübten und gegenseitig verschiedene Dienstleistungen sowie Lebens- und Genussmittel anboten.


Fremdenführer durch das Kriegsgefangenenlager Bando, Japan


Weiterhin nennt der Führer die verschiedenen Musikgruppen des Lagers und gibt einen Überblick über die aufgeführten Theaterstücke. Es gab zwei aus jeweils 45 Musikern bestehende Orchester (Tokushima- und Engel-Orchester), zwei Blasmusikkapellen und zwei Chöre mit jeweils 60 Sängern.


Tokushima-Orchester mit seinem Leiter Hermann Richard Hansen im
Musikpavillon im Lager



Paul Engel mit seinem Orchester



Blaskapelle der M.A.K. (Matrosen-Artillerie Kiautschou) mit ihrem Leiter
Hermann Richard Hansen



Blaskapelle Schulz



Tokushima-Orchester und Chor mit Hermann Richard Hansen

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