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Beethovens Wohn- und Musikzimmer im "Schwarzspanierhaus" in Wien, 1827 - Radierung von Gustav Leybold nach einer Zeichnung von Johann Nepomuk Hoechle

Beethoven-Haus Bonn, B 66/a

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Wissenswertes
Der Wiener Maler Johann Nepomuk Hoechle zeichnete nach Beethovens Tod dessen Sterbezimmer im "Schwarzspanierhaus". Gerhard von Breuning gibt in seinen Jugenderinnerungen an, die Zeichnung Hoechles sei unmittelbar nach Beethovens Todestag gemacht worden und weist darauf hin, daß die Beschriftung der hier gezeigten, nach der Zeichnung angefertigten Radierung von Gustav Leybold "Beethoven's Studierzimmer" unrichtig sei, es handele sich vielmehr um das Wohn- und Musikzimmer, nicht um den eigentlichen Arbeitsraum des Musikers.

Die Darstellung hält den Raum in etwa unter dem Blickwinkel fest, der sich Beethoven in der Zeit seiner Krankheit von seinem Bett aus geboten haben muß. Links ist die Türe zu erkennen, die vom "Eintrittskabinette" in das Wohnzimmer führte, etwas in den Raum gerückt und mit zahlreichen Noten und Papieren überdeckt, steht der Broadwood'sche Flügel. Der Flügel, den Conrad Graf Beethoven leihweise zur Verfügung gestellt hatte, ist nicht dargestellt, er könnte bereits aus der Wohnung abtransportiert gewesen sein, als die Zeichnung entstand. Die Stellage mit Büchern zwischen den beiden Fenstern erwähnt auch Gerhard von Breuning, dagegen betont er, daß die Büste auf dem rechten Fensterbrett, deren Deutung die Beethoven-Forschung wiederholt beschäftigt hat, freie Zutat des Zeichners ist. (S.B.)

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