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Beethoven-Büste - Gipsabguß nach der Plastik von Josef Danhauser

Beethoven-Haus Bonn, P 6

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Wissenswertes
Unmittelbar nach Beethovens Tod am 26.3.1827 wandte sich der junge Wiener Maler Josef Danhauser an Stephan von Breuning, den besten Freund des Komponisten, und bat darum, dem Verstorbenen die Totenmaske abnehmen zu dürfen. Er erhielt die Erlaubnis und hatte so die Gelegenheit, sich eine Zeitlang am Totenbett des von ihm sehr verehrten Komponisten aufzuhalten.

Bei dieser Gelegenheit dürften eine Reihe von Skizzen und Studien entstanden sein, die Beethoven auf dem Totenbett zeigen und die für Danhauser eine besondere persönliche Bedeutung hatten. So behielt der Maler seine Ölskizzen, die Beethovens Kopf zeigen, bis zu seinem eigenen Tod in seinem Besitz und verwahrte auch das Negativ der Beethoven'schen Totenmaske sehr sorgfältig.

Wie wichtig die Beschäftigung mit dem Portrait Beethovens auch für das künstlerische Schaffen Josef Danhausers war, ist schließlich an der Beethoven-Büste ablesbar, die er im Frühjahr 1827 schuf, d.h. unmittelbar im Anschluß an seine Darstellungen des toten Komponisten. Dieses Portrait Beethovens - das einzige vollplastische Werk unter den Arbeiten Danhausers - sollte ursprünglich unter Verwendung der Lebend- und Totenmaske des Komponisten gestaltet werden. Danhauser änderte seine Absicht jedoch und gab die Gesichtszüge Beethovens statt dessen in deutlich idealisierender Form wieder. Damit entsprach seine Plastik ganz dem Geschmack der Zeitgenossen, und ihr Schöpfer gelangte in Wien rasch zu größerer Anerkennung. (S.B.)

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