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Beethoven-Büste, 1812 - Nachguß von H. Leidel

Beethoven-Haus Bonn, P 2a

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Wissenswertes
Viele Beethoven-Bildnisse beruhen auf der Maske, die im Jahr 1812 von Beethovens Gesicht abgenommen wurde. Auf die Bitte seines Freundes Andreas Streicher hatte der Komponist eingewilligt, einen Abdruck seiner Gesichtszüge anfertigen zu lassen. Der Wiener Bildhauer Franz Klein wurde damit beauftragt, die mühevolle Prozedur vorzunehmen. Das Gesicht des Komponisten mußte eingeölt und mit flüssigem Gips bestrichen werden. Beethoven konnte dabei nur durch zwei in die Nasenlöcher eingeführte Röhrchen atmen. Zwar mißlang das Vorhaben zunächst, da Beethoven beim ersten Versuch aus Angst vor dem Ersticken die Gipsschicht herunterriß. Der zweite Versuch war jedoch von Erfolg gekrönt.

Franz Klein goß die so entstandene Negativform aus und erhielt so eine Lebendmaske Beethovens. Nach diesem Vorbild gestaltete er eine Büste, die als besonders authentisches Bildnis des 42-jährigen Komponisten gilt. Heute sind verschiedene Nachgüsse dieser Plastik erhalten, die zumeist im 19. Jahrhundert entstanden und in Gips oder Bronze ausgeführt wurden. Die Originalbüste befand sich lange Zeit im Besitz der Familie Andreas Streichers in Wien. Im Jahr 1890 wurde für die Sammlungen des Bonner Beethoven-Hauses ein Abguß dieser Plastik angefertigt. (S.B.)

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