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Zwei Sonaten für Klavier (Es-Dur, cis-Moll) op. 27 (Sonata quasi una fantasia)

Hörproben
Nr. 1: 1. Andante - Allegro - Tempo l (365 kB)
Nr. 1: 2. Allegro molto e vivace (365 kB)
Nr. 1: 3. Adagio con espressione (365 kB)
Nr. 1: 4. Allegro vivace (365 kB)
Nr. 2: 1. Adagio sostenuto (365 kB)
Nr. 2: 2. Allegretto (365 kB)
Nr. 2: 3. Presto agitato (365 kB)

Entstehung
Frühjahr bis spätestens Herbst 1801
Nr. 1: Josephine Fürstin von Liechenstein, geb. Landgräfin von Fürstenberg-Weitra; Nr. 2: Julie Guicciardi gewidmet

Beethoven komponierte die beiden Klaviersonaten op. 27 im Jahr 1801. In diesem Jahr klagte er zunehmend über die Verschlechterung seines Gehörs, dennoch war er persönlich nicht unglücklich. Am 16. November 1801 berichtet er seinem Freund Franz Gerhard Wegeler in Bonn: "diese Veränderung hat ein liebes zauberisches Mädchen hervorgebracht, die mich liebt, und die ich liebe, es sind seit 2 Jahren wieder einige seelige Augenblicke, und es ist das erstemal, daß ich fühle, daß - heirathen glücklich machen könnte". Das zauberische Mädchen ist Julie Guicciardi, der die sogenannte Mondscheinsonate op. 27 Nr. 2 gewidmet ist. Beethoven hatte sie 1800 kennen gelernt und im Klavierspielen unterrichtet. Der Traum zerbrach allerdings spätestens 1803, als Julie den Grafen Robert Gallenberg heiratete. (J.R.)

Musikhandschriften
Skizzen, HCB Mh 66
Autograph, op. 27,2, BH 60 Klingendes Autograph

Erstausgaben
Originalausgabe, op. 27, 1 (Sonata quasi una Fantasia), Cappi, C 27 / 58
Originalausgabe, op. 27, 1 (Sonata quasi una fantasia), Cappi, 878; Teilscan, J. Van der Spek C op. 27
Originalausgabe, op. 27, 2 (Sonata quasi una fantasia), Cappi, 879, J. Van der Spek C op. 27 (a)
Titelauflage, op. 27, 2 (Sonata quasi una fantasia), Cappi und Czerný, 879; Teilscan, C 27 / 2
Titelauflage, op. 27, 2 (Sonata quasi una fantasia), Cappi, 879, HCB C op. 27

Musikdrucke
Bibliographische Angaben im Katalog der Bibliothek

Bilder
Portraitminiatur einer unbekannten Dame aus Beethovens Besitz, angeblich Gräfin Julie Guicciardi (1782-1856), um 1810?, HCB V 9 d
Ludwig van Beethoven - Zeichnung von Carl Mittag in Anlehnung an das Gemälde von Ferdinand Schimon, um 1850 ?, B 2629
"Die cis-Moll-Sonate von Beethoven" oder "Beethoven und die Blinde" - Holzstich von M. Müller, Um 1890?, B 924
Beethoven und das blinde Mädchen (Mondscheinsonate) - Holzstich von J.J. Weber nach einem Gemälde von Friedrich Bodenmüller, 1895, B 2300
Die Entstehung von Beethovens "Mondscheinsonate" - Holzstich nach einem Gemälde von Lorenz Vogel, 1896, B 2430
"Beethoven und das blinde Mädchen" oder "Mondscheinsonate" - Reproduktion einer wohl von Wenzel Ulrik Tornöe stammenden Darstellung, um 1900, B 2574
Beethovens cis-Moll-Sonate: Adagio - Fotografie des Franz-Hanfstaengl-Kunstverlag, München nach einem Gemälde von Friedrich Bodenmüller, um 1900, B 378/a
Beethovens cis-Moll-Sonate: Allegretto und Trio - Fotografie des Franz-Hanfstaengl-Kunstverlag nach einem Gemälde von Friedrich Bodenmüller, um 1900, B 378/b
Beethovens cis-Moll-Sonate: Presto agitato - Fotografie des Ateliers Franz Hanfstaengl nach einem Gemälde von Friedrich Bodenmüller, um 1900, B 378/c
"Beethoven - Mondscheinsonate": Beethoven am Klavier, vor einem blinden Mädchen spielend - Reproduktionsdruck eines Gemäldes von Kurt von Rozynski, Anfang 20. Jh., Anfang 20. Jh., B 2968a
Julie Guicciardi (1782-1856).- Bronze-Nachguß von H. Leidel nach einer Büste von Konrad Heinrich Schweickle, wohl aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts, 1. Hälfte 20. Jahrhundert, P 22a
"Mondscheinsonate" - Lithographie von Franz Stassen nach einer eigenen Zeichnung oder einem Gemälde, 1904, B 388
Julie Guicciardi (1782-1856) - Gipsabguß einer Büste von Konrad Heinrich Schweickle, 1913, P 22
Julie Guicciardi (1782-1856) - Fotografie des Gipsabgusses einer Büste von Konrad Heinrich Schweickle, um 1913?, B 1269
Julie Guicciardi (1782-1856) - Heliogravüre einer anonymen Zeichnung oder Lithographie des 19. Jahrhunderts, um 1913, B 489
Beethovens Klaviersonate op. 27 Nr. 2 (Mondscheinsonate), allegorische Darstellung - Reproduktion einer Radierung von Alois Kolb aus dem Jahr 1921, 1921, NE 81, Band VIII, Nr. 111
Josephine Fürstin von Liechtenstein, geb. Landgräfin von Fürstenberg-Weitra (1775-1848) - Fotografie eines Mezzotintostichs von Johann Peter Pichler nach einem Gemälde von Heinrich Füger, um 1925?, NE 81, Band II, Nr. 327
"Beethoven und die Blinde" oder "Mondscheinsonate" - Reproduktion eines Gemäldes von Fritz Hermann Armin, um 1925, NE 81, Band VIII, Nr. 107
Die unsterbliche Geliebte? - Druck einer Kreidezeichnung von Adalbert Franz Seligmann, 1927, Nq 5 / 1927 Dame
Beethoven-Plastik mit Incipit der Mondscheinsonate (op. 27 Nr. 2) - Fotografie einer vermutlich von G. Dubon stammenden Arbeit, 1929, B 716/a
Beethoven-Plastik mit Incipit der Mondscheinsonate (op. 27 Nr. 2) - Fotografie einer vermutlich von G. Dubon stammenden Arbeit, 1929, B 716/b
Grabstein Julie Guicciardis (1782-1856) auf dem Währinger Friedhof in Wien, vor der Restaurierung - Anonyme Fotografie, um 1965?, B 1061/a
Grabstein Julie Guicciardis (1782-1856) auf dem Währinger Friedhof in Wien, nach der Restaurierung - Anonyme Fotografie, um 1965?, B 1061/b
Beethoven-Kopf, durchdruckt mit den Noten des Beginns der Mondscheinsonate in Rot und Blau - Graphik von Thomas Bayrle, 1971, Kunstpostkarte, 1971, B 1070
"Beethoven - Mondscheinsonate" - Fotografie eines Gemäldes von Kurt von Rozynski, 1986, B 1966

Literatur
Bibliographische Angaben im Katalog der Bibliothek

Handschriftliche Quellen in anderen Bibliotheken
Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
Großbritannien, Cambridge: The Fitzwilliam Museum
Großbritannien, London: The British Library
Italien, Modena: Biblioteca Estense Universitaria
Japan, Tokio: Musashino Academia Musicae

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E-Mail: bibliothek@beethoven-haus-bonn.de