Logo
Startseitedigitales Archiv
zurück zu "Werke Ludwig van Beethovens" | zurück zu "Werke" | zurück zu "Lieder, Kanons, Notenscherze" | zurück zu WoO 136

Ludwig van Beethoven, Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 26. Juli 1809, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Br 78

Enlarge Bild 1 / 6Weiter
Bild  

Aufruf im DFG-Viewer

Hörbrief Hörbrief
Zusammenfassung
Beethoven berichtet seinem Verleger kurz von den widrigen Lebensumständen in Wien durch die französische Besatzung. Zusätzlich zur allgemein schlechten Lage hatte Fürst Kinsky seinen Teil des am 1.3.1809 abgeschlossene Rentenvertrags, der Beethoven ein festes Jahreseinkommen zusicherte, bislang nicht gezahlt. Beethoven ist dadurch in finanziellen Schwierigkeiten und bittet seinen Verleger, ihm für die gebotenen 250 Gulden in Konventionsmünze die bereits angebotenen Werke opp. 85, 86 und 72 abzukaufen.

Er kündigt ein Fehlerverzeichnis zur Cellosonate op. 69 (wurde mit HCB Br 79, BG 393 geschickt) an, welches er veröffentlichen lassen will. Beethoven fügt an, es sei wohl doch besser, seine eigene Handschrift als Stichvorlage zu liefern, da sich in Kopistenabschriften auch Fehler einschlichen, und "bei dem übersehen übersieht wirklich der verfasser die Feler".

Beethoven sichert als Geschenk das versprochene Lied WoO 136 zu. Er dankt außerdem für die ihm von Härtel zugeschickte Ausgabe der Tragödien von Euripides, von denen er evtl. Auszüge vertonen will. Beethoven berichtet, Händels Messias als Partiturausgabe gekauft zu haben. Für Hausmusikabende wünscht er sich von Härtel weitere Werke von Mozart, Haydn und den beiden berühmten Bachs, sowohl Vater Johann Sebastian als auch Sohn Carl Philipp Emanuel, dessen Klavierwerke er für würdig zu spielen und zu studieren hält. Schließlich bittet Beethoven noch um ein Belegexemplar seines Trios op. 70,1. (J.R.)

Brieftext

Bibliothekarische Erschließung

Link auf diese Seite

Glossary Glossar

© Beethoven-Haus Bonn
E-Mail: bibliothek@beethoven.de