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Ludwig van Beethoven, "Der Wachtelschlag", Lied für Singstimme und Klavier WoO 129, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Mh 32

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Wissenswertes
Kassenschlager

Das Gedicht "Der Wachtelschlag" war im 18. Jahrhundert in vielen unterschiedlichen Fassungen verbreitet. Beethovens Vertonung entstand 1803, wie er selbst oben rechts auf der 1. Seite des Autographs vermerkte. In der zweiten Septemberhälfte 1803 versuchte der Komponist, das Lied Breitkopf & Härtel in Leipzig zu verkaufen: "Ich trage ihnen folgende Werke um 300 fl. an: (...) 2) ein Wachtellied, wovon ihnen die Poesie vieleicht bekannt, welches aus drey strophen besteht, und hier aber ganz durch komponirt ist." (BGA 158. Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, zwischen dem 15. und 27. September 1803) Möglicherweise zögerte der Leipziger Verlag zu lange oder war schlicht nicht interessiert. Jedenfalls erschien das Lied 1804 im Wiener Kunst- und Industrie-Comptoir. In der Verlagsanzeige vom 10. März 1804 wird es zusammen mit Opus 36, 45 und WoO 78 inseriert. Opus 45 und WoO 78 hatte Beethoven im gleichen Brief ebenfalls Breitkopf & Härtel angeboten. Das Lied scheint sich für den Verlag gut verkauft zu haben: es wird bis 1807 immer wieder in Verlagsanzeigen angeboten, zahlreiche andere Verlage veranstalteten Nachdrucke (fehlende Copyright-Gesetze ermöglichten dies).

Auf der 1. Seite des Autographs notierte der Komponist eine Widmung "für den Grafen Browne", die jedoch nicht in den Druck der Originalausgabe übernommen wurde. Dem Reichsgrafen Johann Georg von Browne-Camus (1767-1827) hatte Beethoven bereits die Opera 9, 22 und 48 sowie WoO 46 gewidmet. In der gedruckten Widmung der Streichtrios op. 9 bezeichnete er ihn als "ersten Mäzen seiner Muse". (J.R.)

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