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Ludwig van Beethoven, 1823 - Kopie von Wilhelm Faßbenders nach einem Gemälde von Ferdinand Georg Waldmüller

Beethoven-Haus Bonn, B 3

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Wissenswertes
Im Jahr 1823 erhielt Ferdinand Waldmüller von den Leipziger Verlegern Breitkopf & Härtel den Auftrag, Ludwig van Beethoven zu portraitieren. Wie verschiedene Briefe und Aufzeichnungen in Beethovens Konversationsheften belegen, saß der Komponist dem Maler auch tatsächlich einmal Modell. Jedoch wurde die Sitzung vorzeitig abgebrochen und konnte auch später nicht wieder fortgesetzt werden. Es ist deshalb anzunehmen, daß Waldmüller nur das Gesicht Beethovens nach der Natur malte und die Kleidung und wohl auch Teile der Haare erst nachträglich ergänzte.

Waldmüllers Bild war ursprünglich in zwei Versionen erhalten: in einer recht locker gemalten Variante, die wohl als erste Studie zu interpretieren ist, und in einer zweiten, weiter ausgearbeiteten Fassung. Letztere befand sich im Besitz des Leipziger Verlagshauses Breitkopf und verbrannte im Jahr 1943. Sie ist nur noch in Reproduktionen überliefert. Die "Naturstudie" ist jedoch erhalten geblieben. Wahrscheinlich verblieb sie zunächst im Besitz Waldmüllers. Später wurde das Bild von Friedrich Kistner erworben, und heute befindet es sich in den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums in Wien.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Waldmüllers Beethoven-Portrait recht populär. Es wurde häufig reproduziert und nachgeahmt. Im Beethoven-Haus Bonn ist eine Kopie des Bonner Malers Willy Faßbender ausgestellt, die nach dem zerstörten Leipziger Gemälde angefertigt wurde. (S.B.)

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