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10.08.2018 Auf den Spuren Beethovens

Der 9. Kammermusik-Meisterkurs im Beethoven-Haus endete gestern mit einem Abschlusskonzert der sechs Teilnehmer. Mehr als 400 Besucher verfolgten während der Kurstage, wie Dozent Ronald Brautigam den jungen Musikern Beethovens Klavier-Werke vermittelte.

Nach drei Tagen intensiven und konzentrierten Unterrichts bei ihrem Dozenten, dem niederländischen Pianisten Ronald Brautigam, präsentierten sich am Donnerstag die sechs Teilnehmer des diesjährigen Kammermusik-Meisterkurses in einem Abschlusskonzert im vollbesetzten Kammermusiksaal. Wer zuvor die öffentlichen Proben besucht hatte, konnte sich nun von den Ergebnissen des Kurses der vier Meisterschüler überzeugen. "Es war so spannend zu erleben, wie sich die jungen Pianisten von Stunde zu Stunde weiterentwickelten", meinte ein Besucher, der alle öffentlichen Unterrichtsstunden und das Abschlusskonzerte besucht hatte.

Auf dem Programm standen die Sonaten op. 2 Nr. 3, gespielt von Natalia Lentas aus Polen, op. 27 Nr. 2 (Mondschein-Sonate, gespielt von Vinsenso Husin aus Indonesien), op. 81a (Les Adieux, interpretiert von der Schweizerin Gracia Steinemann) und op. 110 (gespielt von der Rumänin Laura Chihaia) sowie die Sonate op. 90 und die Fantasie op. 77 (gespielt von den beiden Niederländern Matthijs van Wijhe und Abel Hox). Ronald Brautigam saß im Publikum und hörte seinen Meisterschülern kritisch zu.

Die Pianistinnen und Pianisten äußerten sich schon während der Proben begeistert über den Meisterkurs im Beethoven-Haus, der aus dem Unterricht bei Ronald Brautigam, einem Studium der Quellen zu den Klavier-Werken Beethovens aus der bedeutenden Sammlung und natürlich einem Besuch des Beethoven-Hauses bestand. Ronald Brautigam zeigte sich als sehr versierter und humorvoller Lehrer, der die musikalischen Inhalte bildreich und humorvoll vermittelte und seinen Schülern auch den ein oder anderen kleinen Trick verriet. Julia Ronge, designierte Kustodin und wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Beethoven-Archiv, hatte eigens für die Teilnehmer des Meisterkurses einige Originalhandschriften zu den im Kurs erarbeiteten Werken aus dem Tresor geholt und zeigte beispielhaft, was aus den Quellen ablesbar ist. "Die Möglichkeit, Autographen von Beethoven sehen zu dürfen, war etwas ganz besonderes. Die Handschriften haben eine Aura und man kommt Beethoven so sehr nahe", beschrieb Natalia Lentas ihre Eindrücke.

Die Internationalen Beethoven Meisterkurse des Beethoven-Hauses werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Sie finden seit 2006 statt, zunächst als Dirigierkurse, seit 2010 auch als Kammermusikkurse. Zu den Dozenten gehörten neben dem Dirigenten Kurt Masur, der die Kurse ins Leben gerufen hatte, u.a. Alfred Brendel, das Artemis Quartett, Tabea Zimmermann, Andreas Staier und Andràs Schiff.

Fotos vom Meisterkurs und vom Abschlusskonzert werden auf Anfrage gerne zugeschickt.

Kontakt:

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