Dr. Maria Rößner-Richarz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Bonngasse 24-26, 53111 Bonn
Tel: +49-(0)228-98175-42
roessner-richarz@beethoven.de

Geboren 1961. Studium der Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Bamberg und Bonn (Magister Artium 1985 mit einer buchgeschichtlich-bibliographischen Arbeit zu Köln als Druck- und Verlagsort des Erasmus von Rotterdam im 16. Jahrhundert). 1988–1990 Stipendiatin der Hans Seidel Stiftung. 1990 Promotion mit einer biographisch-institutionsgeschichtlichen Arbeit zur Konfessionsgeschichte im 16. Jahrhundert (siehe unten). Anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin in Editionsprojekten: bei der "Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte" zur Herausgabe der Acta Pacis Westphalicae in Bonn und am Stadtarchiv in Köln zu reichsstädtischen Quellen (gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft). 1995 Aufnahme des Referendariats für den höheren Archivdienst an der Archivschule Marburg (Staatsexamen 1997). Freiberufliche Tätigkeit als Historikerin und Archivarin: unter anderem Mitarbeit an der Ausstellung "Der Riss im Himmel" zum 200. Geburtstag von Kurfürst Clemens August, Mai bis Oktober 2000. 2000 bis 2010 am Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbands Rheinland in Brauweiler mit der Erschließung, Verzeichnung und Auswertung zahlreicher rheinischer Adelsarchive und von Gerichtsakten des 16. bis 18. Jahrhunderts befasst.
Seit 2010 freie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Beethoven-Archiv. Zunächst mit Vorarbeiten zu einer Personendatenbank betraut, ab 2012 Bearbeiterin des Abschlussbands (Bd. 8) der Beethoven-Briefe-Gesamtausgabe mit nichtbrieflichen Dokumenten zu Leben und Werk Beethovens.
2012 Übernahme der Pflege des Archivs des Vereins Beethoven-Haus. Erschließung, Ordnung und Verzeichnung der Vereinsakten für das 125-jährige Jubiläum (gefördert vom Landschaftsverband Rheinland). Projektleitung im dreijährigen Forschungsprojekt zu einer Institutionengeschichte des Beethoven-Hauses 1933–1945 (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichtswissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, Abteilung Neuere und Neueste Geschichte, und gefördert vom Landschaftsverband Rheinland und der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland, das 2016 mit der Publikation von Patrik Bormann (Das Bonner Beethoven-Haus 1933–1945. Eine Kulturinstitution im „Dritten Reich“ [Schriften zur Beethoven-Forschung, Bd. 27]) abgeschlossen wurde. Kuratorin der Sonderausstellung zur Geschichte des Beethoven-Hauses in der Zeit des Nationalsozialismus, Mai bis Oktober 2017.

Forschungsschwerpunkte: Rechtsgeschichte, Quellenedition, Biographik.

Veröffentlichungen:

  • Das Bonner Beethoven-Haus in der Zeit des Nationalsozialismus. Begleitpublikation zur Sonderausstellung im Beethoven-Haus Bonn 10. Mai bis 7. Oktober 2017(Begleitpublikationen zu Ausstellungen des Beethoven-Hauses, 26), Bonn 2017.
    Englische Ausgabe:
    The Beethoven-Haus in Bonn during the Nazi period: Special exhibition in the Beethoven-Haus Bonn 10 May - 7 October 2017 [Translation Cynthia Peck-Kubaczek based on preparatory work by Michael Latcham] (Begleitpublikationen zu Ausstellungen des Beethoven-Hauses, 26), Bonn 2017.

  • Beethoven und der Wiener Kongress aus der Perspektive von Beethovens Briefen und Dokumenten, in: Beethoven und der Wiener Kongress (1814/15). Bericht über die vierte New Beethoven Research Conference Bonn, 10. bis 12. September 2014. Hg. von Bernhard R. Appel, Joanna Cobb Biermann, William Kinderman und Julia Ronge (Schriften zur Beethoven-Forschung, Bd. 26), Bonn 2016, S. 79–118.

  • Beethovens Bonner Widmungsträger vor und nach 1792, in: Widmungen bei Haydn und Beethoven. Personen – Strategien – Praktiken. Bericht über den Internationalen musikwissenschaftlichen Kongress Bonn, 29. September bis 1. Oktober 2011. Hg. von Bernhard R. Appel und Armin Raab (Schriften zur Beethoven-Forschung, Bd. 25), Bonn 2015, S. 203–244.

  • Selbstzeugnisse als Quellen adliger Lebenswelten in der Sattelzeit. Eine Bestandsaufnahme, in: zeitenblicke 9, Nr. 1, [10.06.2010], urn:nbn:de:0009-9-21027.

Autorin und Mitautorin zahlreicher Artikel in:
  • Adlige Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit. Hg. von Gudrun Gersmann, Hans Werner Langbrandtner, Wien 2009.

  • 2003–2009 Beiträge in den Kerpener Heimatblättern, hg. vom Heimatverein e.V., zu Themen und Ereignissen aus den Gerichtsakten des Kerpener Schöffengerichts 1585–1798, unter anderem zur Zerstörung des Kerpener Schlosses 1689 (2003), zu einem Plan des Antoniter-Viertels in Kerpen (2004), zu Frauen im 17. und 18. Jahrhunderts (2004), zu Brauwesen und Wirtshäuser (2006), zum Brand in Langenich 1694 (2006), über Schöffengerichtsakten als Quelle zur lokalen Alltags- und Sozialgeschichte (2007) und Gerichtsakten erzählen Geschichte(n) (2009). 2011 erschien das auch in einer Datenbank benutzbare Findbuch mit 1250 Verzeichnungseinheiten.

  • Ein Archiv erzählt Geschichte: Haus Overbach (Jülich-Barmen), seine Besitzer und seine Archivüberlieferung – Bemerkungen zur Erschließung und Verzeichnung eines Adelsarchivs, in: Neue Beiträge zur Jülicher Geschichte, 18 (2006), S. 71–85.

  • Grundherrschaft im Rechtsrheinischen Köln in der frühen Neuzeit - Ein Hofverband im Spiegel seines Hofgerichts, dargestellt am Beispiel der Gerichte in Flittard und Stammheim, in: Rechtsrheinisches Köln. Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, 27 (2001), S. 1–248.

  • Die Kopienbücher im Archiv der Grafen Wolff Metternich zur Gracht, in: Jahrbuch 2001 – Stadt Erftstadt, S. 29–36.

  • Medizin und Apothekenwesen, Katalogteil im Ausstellungskatalog "Der Riss im Himmel: Clemens August und seine Epoche", Oktober 2000, S. 150–159.

  • Krankheit in der Kommunikation einer frühneuzeitlichen Stadt am Beispiel Kölns, in: Köln als Kommunikationszentrum. Studien zur frühneuzeitlichen Stadtgeschichte, hg. von Georg Mölich und Gerd Schwerhoff (Der Riss im Himmel: Clemens August und seine Epoche, Bd. 4), Köln 2000, S. 337–364.

  • Ad fontes rerum medicinarum. Medizinhistorische Quellen in der Überlieferung Sozialgeschichte und Medizin, in: Sozialgeschichte der Medizin. Stadtgeschichte und Medizingeschichte. Wiener Gespräche hg. von Sonia Horn und Susanne Claudine Pils, Wien/München 1998, S. 19–27.

  • Quellen zur Geschichte der Medizin in der Reichsstadt Köln. Ein sachthematisches Inventar für vier Jahrhunderte (1388–1798). Nach Vorarbeiten von Ulrich Simon u.a. (Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, Bd. 78), Köln/Weimar/Wien 1998.

  • Geselligkeit in der Stadt Köln in der Barockzeit ca. 1600–1800, in: Geselligkeit und Gesellschaft im Barockzeitalter. Unter Mitwirkung von Knut Kiesant, Winfried Schulze und Christoph Strosetzki hg. von Wolfgang Adam (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung, Bd. 28), Wiesbaden 1997, T.1, S. 291–308.

  • Gesundheitsgefährdung durch Umweltverschmutzung – vorindustrielles Umweltbewusstsein in Köln. Ein Beitrag zur Umweltgeschichte, in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 66 (1995), S. 69–79.

  • Zur Entstehungsgeschichte der Gegenberichtigung in der Auseinandersetzung um den Kölner Reformationsversuch Hermanns von Wied, in: Jahrbuch des Kölner Geschichtsvereins 64 (1993), S. 75–103.

  • Konrad Braun und seine Bibliothek, in: Bibliotheksforum Bayern 21 (1993), S. 44–61.

  • Konrad Braun (ca. 1495–1563) – ein katholischer Jurist, Politiker, Kontroverstheologe und Kirchenreformer im konfessionellen Zeitalter (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte, Bd. 130), Münster 1991.

  • Köln als Druck- und Verlagsort erasmischer Spruchsammlungen, in: Wolfenbütteler Renaissance-Mitteilungen 17 (1993) S. 76-85 (T. 1); S. 117-124 (T. 2).