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Eine Beethoven-Woche voller Veränderungen

Das Kammermusikfest des Beethoven-Hauses kreist in diesem Jahr um Beethovens Diabelli-Variationen. Alle zehn Konzerte vom 24. Januar bis 3. Februar durchziehen Variationen-Werke.

Musikfreunde erwartet ein beziehungsreiches Festival-Programm mit herausragenden Künstlern. Drei Konzerte sind bereits ausverkauft.

1819, vor genau 200 Jahren, begann Ludwig van Beethoven mit der Komposition der 33 Veränderungen in C-Dur über einen von Anton Diabelli vorgegebenen schlichten Walzer. Als die Komposition entstand, war Beethoven bereits nahezu völlig ertaubt und mit wachsenden gesundheitlichen Problemen belastet, stand aber dennoch im Zenit seiner schöpferischen Kraft. Obwohl nur um eine Variation als Beitrag zu einem Sammelwerk gebeten wurde, schuf Beethoven mit einer kaum nachvollziehbaren Obsession nicht nur seinen umfangreichsten Variationszyklus und sein letztes großes Klavierwerk, sondern einen Mikrokosmos, der alle Schaffensphasen des Komponisten wie in einer Rückblende durchläuft. Das Beethoven-Haus Bonn konnte vor 10 Jahren Beethovens Werkstatt-Manuskript erwerben. 2017 wurde schließlich das bislang unbekannte Deckblatt zu dem Manuskript der Sammlung zugeführt. "All dies waren für uns gute Gründe, dieses einzigartige Werk und die Frage nach dem Wesen von Veränderung in der Musik als roten Faden durch unser Kammermusikfest zu ziehen", so die künstlerische Leiterin Tabea Zimmermann. Die international hoch angesehene Bratschistin steht dem Verein Beethoven-Haus auch als Präsidentin vor.

Eingerahmt von zwei Aufführungen des Schlüsselwerks, zunächst auf einem modernen Instrument, gespielt von Olli Mustonen (25.1.), abschließend auf einem historischen Fortepiano, interpretiert von Andreas Staier, spüren alle zwölf Veranstaltungen des Kammermusikfestes dem Prinzip der Variation nach. In 10 Konzerten stehen immer wieder Kammermusikwerke Beethovens im Zentrum, aber auch gewichtige Variationen-Werke anderer Komponisten - vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wie beispielsweise das legendäre Klaviertrio op. 50 von Tschaikowsky (28.1.). Begleitend zum Festival diskutieren die Bonner Musikwissenschaftler Tobias Janz und Wolfram Steinbeck das Werk im Zentrum (24.1.) und präsentiert Eleonore Büning ihr neues, bereits viel diskutiertes Buch „Sprechen wir über Beethoven“ erstmals in Bonn (30.1.). Der Eintritt zu beiden Wortveranstaltungen ist frei.

Erstmals sind Benjamin Grosvenor und das Salagon Quartett in der Beethoven-Woche zu Gast. Ihre Festival-Debüts geben auch das Sitkovetsky Trio (28.1.) und das vielfach ausgezeichnete Vokalensembles Vox Luminis (in der Doppelkirche Schwarzrheindorf am 26.1.). Für dieses Konzert ist aufgrund der großen Nachfrage noch einmal ein Sonderkontingent freigeschaltet worden.

Drei Konzerte sind bereits ausverkauft (27.1., 31.1. und 3.2.). Für alle anderen Konzerte gibt es derzeit noch Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen, im Shop des Beethoven-Hauses und online unter www.bonnticket.de. Telefonisch können die Karten unter der Hotline 0228 50 20 10 bestellt werden.

Der ausführliche Festivalflyer steht unter beethoven.de/woche zum Download zur Verfügung.

Das Kammermusikfest "BTHVN WOCHE" wird vom Beethoven-Haus Bonn unter der künstlerischen Verantwortung seiner Präsidentin veranstaltet, der Bratschistin, Lehrerin und Kammermusikerin Tabea Zimmermann. Das Festival stellt jedes Jahr ein Schlüsselwerk Beethovens ins Zentrum.