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Beethoven auf Reisen

09.01.2018 bis 13.05.2018

In unserer Zeit hat das Reisen eine große Bedeutung. Man reist, um Verwandte oder Freunde zu besuchen, um Abstand vom Alltag zu gewinnen oder aus geschäftlichen Gründen. Musiker reisen, um ihre Kunst möglichst vielen Menschen auf der Welt näherzubringen. Schon Wolfgang Amadeus Mozart oder Felix Mendelssohn Bartholdy waren ständig auf Konzertreisen. Wie war das aber bei Beethoven? Zweimal hat er sich auf die lange Reise von Bonn nach Wien begeben, um beim zweiten Mal für immer dort zu bleiben. Warum war er ansonsten unterwegs und wohin? Wie reiste man damals überhaupt? Zu Fuß, mit dem Schiff oder per Postkutsche? Begleiten Sie Beethoven auf seinen Reisen – Sie werden ganz sicher spannende Entdeckungen machen!

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Kurzführer
Karte Reisewege

Im Freien – Beethoven und die Natur

03.11.2017 bis 08.01.2018

Anlässlich des Weltklimagipfels präsentiert das Beethoven-Haus eine kleine, aber feine Sonderausstellung, die einen wesentlichen Aspekt im Leben des Komponisten in den Fokus rückt, der sowohl in seine Geisteshaltung, seine Alltagsgestaltung, als auch in seinen kompositorischen Schaffensprozess Einblick verleiht.

"Natur" ist freilich ein weiter Begriff; die Ausstellung repräsentiert verschiedene Perspektiven, die es erlauben, sich dem Thema anzunähern.

Verlängert bis 08.01.2018

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Das Bonner Beethoven-Haus 1933–1945 - Eine Kulturinstitution im "Dritten Reich"

10.05.2017 bis 22.10.2017

In der Geschichte des vor mehr als 125 Jahren gegründeten Vereins Beethoven-Haus ist die Zeit des "Dritten Reichs" noch weitgehend unbekannt, trifft aber auf wachsendes öffentliches Interesse. Das Beethoven-Haus stellt sich dem mit dieser Sonderausstellung. Sie basiert auf der gleichnamigen Buchpublikation 2016, in der erstmals die Quellen des Vereins Beethoven-Haus ausgewertet wurden. Anspruch und Wirklichkeit der Rolle des Beethoven-Hauses in der Kulturpolitik der Nationalsozialisten stehen dabei im Vordergrund. Wie stand das Beethoven-Haus zu Antisemitismus und Judenverfolgung? Wo positionierte es sich in der deutschen Musikwissenschaft? Wie verhielten sich Beethoven-Haus und Beethoven-Archiv gegenüber den Ansprüchen, Beethoven als "deutschen" Komponisten zu vereinnahmen? Wie vertrat man die Tradition der Kammermusikfeste bei den jährlichen Beethovenfesten, und wie gestaltete sich das Verhältnis zu den bekannten Festspielstätten Bayreuth und Salzburg? Welche Wirkung hatte der Zweite Weltkrieg und wie gelangen Wiederaufbau und Neustrukturierung? In der Ausstellung werden Ergebnisse vorgestellt und Ausblicke gegeben.

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Beethoven und die Kirchenmusik

05.03.2016 bis 28.08.2016

Beethovens erste Anstellung war die eines Hoforganisten am Bonner Hof des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln. Schon zuvor war er als Organist an der Minoriten-Kirche tätig gewesen. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass Beethoven nicht mehr Kirchenmusik komponiert hat. Seine 1807 komponierte Messe in C-Dur op. 86 und seine 1819-1823 entstandene Missa solemnis op. 123 wirken wie Solitäre. Dabei hat sich Beethoven auch in seinen Wiener Jahren immer wieder mit Gedanken zu weiteren kirchenmusikalischen Werken getragen, sie aber letztlich nicht weiterverfolgt. Die Sonderausstellung nimmt sowohl auf diese beiden Hauptwerke, als auch auf kaum Bekanntes Bezug.

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Das Bonner Opernleben zur Zeit des jungen Beethoven

22.10.2015 bis 02.03.2016

Die in Zusammenarbeit mit dem an der Universität Wien beheimateten Forschungsprojekt "Die Opernbibliothek von Kurfürst Maximilian Franz (1780–1794)" erarbeitete Ausstellung beleuchtet das Operngeschehen in Bonn zur Zeit des jungen Beethoven. Der letzte Kölner Kurfürst Maximilian Franz war ein österreichischer Erzherzog und wie viele Mitglieder der Habsburger-Familie sehr musikliebend. Gezeigt werden Dokumente ganz unterschiedlicher Art. Sie veranschaulichen die personelle wie bauliche Ausstattung der Bonner Oper. Ein zentraler Aspekt ist die dortige Aufführungspraxis. Diese orientierte sich u.a. am vorhandenen Personal, was häufig zu Umarbeitungen des Notenmaterials führte. An der Erstellung von Aufführungsmaterial waren auch einige Bonner Kollegen Beethovens beteiligt. Die Ausstellung möchte dafür sensibilisieren, welche Prägungen der junge Hofmusiker Beethoven erhalten hat. Sie kann auf zahlreiche Leihgaben der Biblioteca Estense in Modena zurückgreifen, die nach 221 Jahren erstmals wieder nach Bonn zurückkehren.

Während der Laufzeit der Ausstellung findet vom 3.–6. Dezember 2015 im Kammermusiksaal H.J. Abs ein wissenschaftlicher Kongress zu diesem Thema statt.

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Originalhandschriften Beethovens – vermittelt von Stefan Zweig

13.05.2015 bis 17.10.2015

Stefan Zweig war nicht nur einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit, sondern ein intimer Kenner von Autographen. Er trug selbst eine herausragende Sammlung von Originalhandschriften von Schriftstellern und Komponisten zusammen. Weil er der Meinung war, dass es zum tieferen Verständnis eines Werkes zwingend notwendig sei, dessen Entstehungsgeschichte zu kennen, konzentrierte er sich auf Werkstatthandschriften. Zweig verfügte über ein beeindruckendes Netzwerk zu Sammlern, Forschern, Antiquaren und Auktionshäusern, wodurch er frühzeitig von möglichen Verkäufen erfuhr. Jüngst aufgetauchte Dokumente belegen, dass Stefan Zweig maßgeblich zum Ausbau der Sammlung Bodmer beitrug. Gegenüber Max Unger, dem wichtigsten Berater des Zürcher Beethoven-Sammlers Hans Conrad Bodmer und einem der führenden Beethoven-Forscher der damaligen Zeit, äußerte er 1932, "dass, wenn einmal eine so grossartige Special-Sammlung besteht, möglichst viel in sie eingehen soll". Bodmer wiederum vermachte 1954 seine gesamte Sammlung dem Beethoven-Haus. 1933 schrieb Zweig resigniert an Max Unger: "wahrscheinlich lasse ich das ganze Sammeln sein, ich habe genug zu tun mich selber zu sammeln" und trennte sich denn auch Mitte der 1930er Jahre aufgrund der politischen Situation bis auf wenige Stücke von seiner gesamten Sammlung.

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Lichtstrahlen der Aufklärung - Die Bonner Lese-Gesellschaft - Geistiger Nährboden für Beethoven und seine Zeitgenossen

18.03.2018 bis 24.02.2019

Die 1787 mit ausdrücklicher Billigung des Kurfürsten Maximilian Franz gegründete Lese-Gesellschaft zählte zahlreiche wichtige Bezugspersonen des jungen Beethoven zu ihren Mitgliedern: seine Lehrer und etliche Kollegen in der Hofkapelle, Professoren der Maxischen Akademie und späteren Universität sowie wichtige Amtsträger am Hof. Sie gehörten zu den führenden Vertretern der Aufklärung in Bonn und schufen ein geistiges Klima, das Beethoven nachhaltig geprägt hat. Die Statuten der Lese-Gesellschaft basierten auf dem Gleichheitsgrundsatz: "Rang kommt nicht in Anschlag." Ziel der Lese – wie des Kurfürsten – waren die Wohlfahrt des Staates und die Glückseligkeit aller.

Die Lese-Gesellschaft empfing bedeutende Gäste wie Wilhelm von Humboldt oder Joseph Haydn. Der 21-jährige Beethoven zog mit einem klaren Weltbild in die k. k. Residenzstadt Wien, um Haydns Schüler zu werden.

Die Ausstellung zeigt schwerpunktmäßig anhand der Bilder- und Büchersammlung der Lese- und Erholungsgesellschaft ein Kaleidoskop geistiger Strömungen in Bonn in Bezug auf Themen wie Menschenrechte, Pressefreiheit, Bildungswesen, Literatur, Philosophie.

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