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Beethoven-Porträt von Joseph Karl Stieler

Das berühmteste Beethoven-Porträt hat wie kein anderes die Vorstellung von der Persönlichkeit und der Erscheinung Beethovens geprägt und daher zum "Mythos Beethoven" beigetragen. Stieler scheint in seiner idealisierenden und heroisierenden Darstellung des Komponisten zugleich dessen schöpferischen Genius eingefangen zu haben. Daher verwundert es nicht, daß dieses Porträt Beethovens bis heute am häufigsten als Vorlage für Nachschöpfungen diente (so etwa auch für Andy Warhol). Man könnte vermuten, die Idealisierung sei Verfremdung und möglicherweise der Verlegenheit entsprungen, daß der Maler nicht bis zu Beethoven vorgedrungen sei. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Aus Beethovens Konversationsheften wissen wir, daß Stieler immerhin vier Sitzungen zugestanden bekam, und zwar von Februar bis April 1820. Dieses "Entgegenkommen" - Beethoven empfand solches Stillsitzen als "eine Art Buße" - verdankte Stieler nicht nur seinen künstlerischen Fähigkeiten, sondern auch den Auftraggebern Franz und Antonie von Brentano. Ihnen machte Beethoven gerne dieses Zugeständnis, da er mit beiden seit 1809 in engem Kontakt stand und sie einmal als seine "beste Freunde der Welt" bezeichnete.

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Beethovens Dienst-Bratsche

Im Alter von 18 Jahren wurde Beethoven Bratschist in der Bonner Hofkapelle. Nachdem er Bonn verlassen hatte, blieb das Instrument bei Beethovens Geigenlehrer Franz Anton Ries, der ebenfalls Mitglied der Hofkapelle war. Seine Nachkommen stellten es dem Beethoven-Haus zur Verfügung. Nach einer Restaurierung wird es heute zu besonderen Gelegenheiten wieder gespielt.

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CD Beethovens Bratsche

Brief an Franz Gerhard Wegeler, 16. November 1801

Dem Arzt und Bonner Jugendfreund vertraut Beethoven an, dass sein Gehör seit drei Jahren immer schwächer geworden ist. Er müsse sich jetzt im Theater ganz dicht am Orchester anlehnen, um die Schauspieler zu verstehen. Die hohen Töne von Instrumenten und Singstimmen könne er aus größerer Entfernung nicht vernehmen. Bei leisem Sprechen höre er wohl die Töne, sei aber nicht in der Lage, die Worte aufzufassen. Lautes Schreien verursache ihm Schmerzen. Tag und Nacht seien seine Ohren von Sausen und Brausen erfüllt.
Noch stärker als von seiner physischen Beeinträchtigung scheint Beethoven in seiner Persönlichkeit getroffen. Er fühlt sich tief gedemütigt. Ihm als Musiker auf dem Höhepunkt seiner Leistungskraft mußte ein solches Mißgeschick widerfahren!

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Hörrohre

Seit seinem dreißigsten Lebensjahr hatte Beethoven mit zunehmender Schwerhörigkeit zu kämpfen. Im Jahr 1813 ließ er sich von dem Mechaniker Johann Nepomuk Mälzel mehrere Hörrohre anfertigen, die allerdings wenig Wirkung hatten. Dennoch setzte er noch lange Zeit seine Hoffnung auf "Gehörmaschinen".

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Mit Beethovens Ohr gehört

Informationen zur CD

Beethovens letzter Flügel

Der Hammerflügel stammt aus der Werkstatt des Wiener Klavierbauers Conrad Graf. Graf stellte Beethoven das vierchörige Instrument im Januar 1826 zur Verfügung. Ursprünglich hatte es einen zusätzlichen Schalldeckel zur Klangverstärkung. Bereits 1889 konnte der Flügel den Sammlungen des Beethoven-Hauses zugeführt werden.

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CD Beethovens Klavier

Totenmaske

Beethoven starb am Nachmittag des 26. März 1827 in seiner Wohnung im "Schwarzspanierhaus" in Wien. Der Maler Josef Danhauser wurde am nächsten Morgen gerufen, um eine Totenmaske von Beethoven abzunehmen.

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Schattenriss der Familie Breuning

Der junge Beethoven verkehrte gerne im Haus der Familie von Breuning in Bonn. Für Beethovens persönliche Entwicklung hatte diese Verbindung höchste Bedeutung. Der zweitälteste Sohn der Familie, Stephan von Breuning, war noch in Wien einer seiner engsten und zuverlässigsten Freunde. Der Tochter Eleonore erteilte Beethoven Klavierunterricht. Nach den Angaben von Stephan von Breunings Sohn Gerhard bestand auch zu ihm "ein warmes, unvergängliches Freundschaftsbündnis"

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Orgelspieltisch

Beethoven spielte an diesem Spieltisch seit seinem zehnten Lebensjahr die Orgel der Bonner Minoritenkirche (heutige Remigiuskirche). Bei einem Umbau der Orgel im Jahr 1904 wurde der historische Spieltisch von der Bonner Orgelbaufirma Klais abgebaut und 1905 dem Beethoven-Haus übergeben.

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Reiseschreibpult

In Beethovens letzten Lebenswochen hatte der Reisesekretär seinen Platz direkt neben Beethovens Krankenlager. Auf dem Schreibpult verfasste der Komponist drei Tage vor seinem Tod sein viertes und letztes Testament. In dem hier aufgeklappten Fach hat Beethoven wahrscheinlich seinen Brief an die "Unsterbliche Geliebte" aufbewahrt.



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Schreibtisch

Der Schreibtisch (Nußbaumwurzel furniert) ist eines der ganz wenigen erhaltenen Möbel Beethovens. In seinen zahlreichen Wiener Wohnungen hatte der Schreibtisch immer einen zentralen Platz inne.

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CD-ROM Beethovens letzte Wohnung in Wien

Streichquartettinstrumente

Beethoven erhielt die vier wertvollen Streichinstrumente um etwa 1800 von seinem Freund und Mäzen Fürst Karl Lichnowsky als Geschenk, möglicherweise im Zusammenhang mit der Entstehung der Streichquartette op. 18, Beethovens ersten Werken dieser klassischen Wiener Gattung. Als einer der ersten Mäzene Beethovens in Wien setzte Fürst Lichnowsky Beethoven eine jährliche Rente von 600 Gulden aus, die Beethoven so lange beziehen konnte, bis er eine angemessene Anstellung finden würde. Die Instrumente sind auf dem Rücken mit einem großen "B" bezeichnet und mit Beethovens Siegel.

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CD Beethovens Streichquartett