Aktuelles

Bäckermeister Fischers Erinnerungen auf Hochdeutsch
Die in rheinischem Dialekt verfassten Erinnerungen des Bäckermeisters Fischer sind nun in Hochdeutsch nachzulesen. Die Übersetzung fertigte Anna Fischer als Abschlussprojekt ihres Jahres 2012/13 als Bundesfreiwillige Kultur im Beethoven-Haus an.

Siehe auch: Familie Beethoven im kurfürstlichen Bonn
 
Auftakt der Vorbereitungen zu "Beethoven 2020" in London
Austausch führender Kulturinstitutionen Großbritanniens in der Deutschen Botschaft in London
Auf Einladung der Deutschen Botschaft in London und der Royal Philharmonic Society (RPS) trafen sich gestern 30 Vertreter führender britischer Orchester und Konzerthäuser, um ihre Planungen zu Beethovens 250. Geburtstag abzustimmen. Der deutsche Botschafter in Großbritannien, Dr. Peter Ammon, und John Gilhooly, Vorsitzender der Royal Philharmonic Society, betonten unter der berühmten der RPS gehörenden Beethoven-Büste von Johann Nepomuk Schaller (1777-1842) die engen Verbindungen zwischen Beethoven und der 1813 gegründeten philharmonischen Gesellschaft, die u.a. den Kompositionsauftrag zur neunten Symphonie erteilt hatte. Dies verpflichte dazu, so Gilhoolly, Beethoven auch in England umfassend zu würdigen. Die Philharmonische Gesellschaft verstehe sich dabei als die Dachorganisation, die die unterschiedlichen Aktivitäten koordiniert, vernetzt und fördert.

Aus Bonn nahm Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses und Aufsichtsratsvorsitzender der Beethoven Jubiläums Gesellschaft, an dem Treffen teil. Er informierte über den Stand der Planungen zum Jubiläum, die in Bonn unter der Dachmarke BTHVN2020 koordiniert werden. Die anschließende Diskussion machte deutlich, dass die britischen Institutionen und das Beethoven-Haus ähnliche Ansätze verfolgen: "Es geht uns darum, mit Beethoven wieder den radikalen Künstler erlebbar zu machen, der seiner Zeit voraus war, visionär vorging, Dinge verändern und Grenzen überschreiten wollte", äußerte sich Rosemary Johnson, Geschäftsführerin der RPS. "Wir wollen diesen aufregenden Künstler möglichst allen Schulkindern in England nahe bringen und das Jubiläumsjahr nutzen, um über die Rolle von Komponisten und den Wert des Hörens in der Gesellschaft zu reflektieren." Charlotte Schwarzer, Kulturattaché der Deutschen Botschaft, zog nach dem Treffen eine positive Bilanz: "Die Saat für internationale Kooperationen zwischen Deutschland und England zu Beethoven 2020 ist gelegt."
 
100. Jahrestag der asiatischen Erstaufführung von Beethovens "Neunter" in Naruto
Kultur in Zeiten des Krieges. Die Stadt Naruto feiert sich als selbst ernannte "Heimat der Neunten"
Beitrag 1 des #BTHVN2020 Count Down Blogs vom 12.6.2018

Der Kinderchor, der mit Beethoven den Weltfrieden besingt, ist eine der großen Fallen, die das Beethoven Jubiläum 2020 bereithält. So verkommt die musikalische Wahnsinnstat des ertaubten Beethoven zum Routine-Event und zur Symbolpolitik. Umso beeindruckender stellten sich die Feierlichkeiten in Naruto dar, die am vergangenen Wochenende anlässlich des 100. Jahrestages der asiatischen Erstaufführung der "Neunten" stattfanden.

Dahinter verbirgt sich eine unglaubliche Geschichte aus der Frühphase des ersten Weltkriegs, als Japan an der Seite der Alliierten in Tsingtao mehrere Tausend deutsche Gefangene nahm. Um die 1000 von ihnen wurden ab 1917 in Bando untergebracht. Der Lagerleiter Oberst Toyohisa Matsue ermöglichte den Kriegsgefangenen ein vergleichsweise freizügiges Leben. Unter seiner Leitung durften sie Handwerksberufe ausüben und Handel treiben. So verwendet eine Bäckerei in Naruto noch immer Rezepte, die ihr einer der Kriegsgefangenen überlassen hatte. Geradezu unglaublich jedoch war das kulturelle Leben im Lager. In den rund 32 Monaten der Kriegsgefangenschaft lassen sich über 21 Theateraufführungen nachweisen, sowie über 100 Liederabende, Kammermusiken, Unterhaltungsabende oder Konzerte in sogenannter "Wiener Besetzung". Am 1. Juni 1918 gipfelte dies in einer Aufführung der 9. Sinfonie. Unter einfachsten Bedingungen sowie unter der Leitung des Oberoboisten-Maats des Marineartillerie-Orchesters, Hermann Hansen, musizierten in einer Baracke 45 Gefangene und sang neben vier männlichen Solisten ein 80 Mann starker Männerchor.

Die symbolische Bedeutung dieser im Rückblick ersten Aufführung der "Neunten" in Asien ist nicht zu unterschätzen. Sie drückt den Selbstbehauptungswillen der Internierten ebenso aus, wie den "Geist der Toleranz, der Menschenliebe und des Wohlwollens", den die Gefangenen bei ihrem Abschied dem Lagerleiter bescheinigten. Sie markiert aber auch die Stunde Null der sogenannten Daiku - Tradition in Japan. "Daiku" heisst "Die Neunte" und traditionell bereiten sich jedes Jahr tausende Japaner auf eine Laien-Aufführung der Sinfonie vor. Bekannt geworden ist die arte Filmproduktion einer Massenveranstaltung unter Yutaka Sado mit 10.000 Laiensängern in Osaka 2011, dem Schicksalsjahr mit der dreifachen Katastrophe von Fukushima. Inwieweit die spektakulären Daiku Konzerte direkt oder mittelbar auf die Erstaufführung in Naruto zurückgehen, ist ungewiss. Fürst Yorisada Tokugawa, der einige Konzertaufführungen in Bando erlebt hatte, könnte zum entscheidenden Multiplikator für die europäische Musik in Japan geworden sein. Wie auch immer ist Naruto im Krieg gegen Deutschland zur Heimat der "Neunten" geworden. Der 1. Juni wird als "Tag der Neunten" in Erinnerung gehalten und der erste Sonntag im Juni ist seit 1982 auch traditionell der Tag der Aufführung eines großen Laien-Konzertes.

Vor diesem Hintergrund hatte Naruto am zurückliegenden Wochenende zu einem wahren Veranstaltungsmarathon eingeladen. Im Zentrum stand die Rekonstruktion der historischen Erstaufführung, gefolgt von der 37. Daiku Aufführung mit 1200 Teilnehmern. Unter der Leitung von Nobuhara Takeharu musizierte direkt vor dem Deutschen Haus in unmittelbarer Lagernäge ein japanisches Profi - Orchester sowie ein aus dem Verein zum Singen der "Neunten" Naruto zusammengesetzter reiner Männerchor. In der Sopran- und Alt- Stimme traten Koroyasu Toshihide und Tokimune Tsutomu als Solisten an. Die Aufführung unter freiem Himmel war in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Sie war von einer musikalisch perfekten und historisch informierten Aufführung weit entfernt. Die Klangfarbe der Männerstimmen und des reduzierten Orchesters ließen aber umso eindrücklicher die Herausforderungen erahnen, vor denen Dirigent und die Lagermusiker 1918 standen. Umso eindrucksvoller die Wirkung des Finalsatzes, die sich auf mehrere tausend Besucher übertrug und zu großen Beifallsstürmen führte. Am Ende zählt nicht die Routine des professionellen Konzertbetriebs, sondern die gesellschaftliche Grenzsituation, die der Aufführung der "Neunten" Bedeutung verleiht.

Zum Jahrestag hatten sich Vertreter von 49 Familien ehemaliger Gefangener nach Naruto begeben. Zum Ausklang der Feiern sangen sie Seite an Seite mit den Nachfahren von Toyohisa Matsu und dem Lagerpersonal in einer 1200 Mann starken Daiku Aufführung mit Vertretern aus China, Japan, USA und Deutschland. Der amtierende Oberbürgermeister Michihiko Izumi sprach insoweit vom "Wunder" von Bando. Alle Beteiligten seien geeint von der Idee, dass trotz des Krieges in Bando Respekt, Toleranz und Mitmenschlichkeit aufrecht erhalten wurden. Diese Brücke trage bis heute. Alt Bundespräsident Wulff, der schon als niedersächsischer Ministerpräsident die Beziehungen zum Deutschen Haus in Naruto intensiv unterstützt hatte, sprach davon, dass ihn die Geschichte von Bando nie losgelassen habe und dass ihre menschliche Botschaft immer aktueller werde.

Die Hansestadt Lüneburg, das Land Niedersachen, die Stadt Naruto und die Präfektur Tokushima sind entschlossen, die Aufnahme aller Dokumente und Materialien im Zusammenhang mit dem Kriegsgefangenenlager Bando, darunter das Programmheft der Erstaufführung, in das UNESCO Weltdokumentenerbe zu beantragen. Viele der Originaldokumente, darunter der Programmzettel der historischen Aufführung, werden in der Sammlung des Beethoven-Hauses Bonn aufbewahrt. Was wäre die Anerkennung des Weltdokumentenerbes für ein phantastischer Beitrag zu #BTHVN2020!

Siehe auch die Internetausstellung über das kulturelle Leben im Lager Bando.
 
Auf den Spuren Beethovens
Abschlusskonzert der 9. Kammermusik-Meisterkurs
Beethoven-Haus Bonn erwirbt Titelblatt-Entwurf zu den Diabelli-Variationen
Sammlung wurde um einen wichtigen Mosaikstein ergänzt
Das Beethoven-Haus Bonn konnte seine Sammlung um einen wichtigen Mosaikstein ergänzen: Bei einer Auktion erhielt es den Zuschlag für den eigenhändigen Titelblatt-Entwurf Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen Klavierwerk, den Diabelli-Variationen op. 120. "Es kam nun zusammen, was zusammengehört", freut sich Kustos Michael Ladenburger über die Neuerwerbung.

Die Sammlung des Beethoven-Hauses gilt als eine der bedeutendsten Beethoven-Sammlungen der Welt. Seit 2009 beherbergt sie die Originalhandschrift des Werkes, eine der faszinierendsten Beethoven-Handschriften überhaupt. Sie konnte damals durch eine beispiellosen Spendenaktion erworben werden, an der sich neben öffentlichen Förderern und Sponsoren mehr als 3.000 private Spender beteiligten. Bereits 1987 war ein dazu gehöriges Einlegeblatt erworben worden - in der Hoffnung, es mit dem Hauptkorpus irgendwann vereinigen zu können. Nun wurde der Handschrift der Diabelli-Variationen der Schlussstein hinzugefügt, die durch die neuerliche großzügige finanzielle Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglicht wurde. Zudem haben die Kulturstiftung der Länder, dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der Gielen-Leyendecker-Stiftung und eine private Spende den Ankauf finanziell unterstützt.

Die Sammlung des Beethoven-Hauses wurde bereits weitestgehend digitalisiert und ist im Digitalen Archiv online für jedermann weltweit zugänglich. Auch das neuerworbene Blatt soll zeitnah im Digitalen Archiv eingestellt werden. "Uns liegt daran, Beethovens Erbe nicht nur zu bewahren. Wir machen es - auch mithilfe der neuen Technik - für alle Menschen zugänglich und geben so Impulse zur zeitgemäßen Auseinandersetzung mit Beethovens Leben und Werk", so Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses.
 
Vorverkauf für die Beethoven-Woche 2018
Das Kammermusikfest des Beethoven-Haus steht vom 19. bis 28. Januar 2018 unter dem Motto "Volks.Lied.Bearbeitungen"
Tag der Offenen Tür am 4. November 2017
Beethoven und die Natur
Anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn lädt das Beethoven-Haus an einem Tag der Offenen Tür zu einer Begegnung mit Beethoven als Naturliebhaber ein.

Beethoven war ein großer Naturfreund. Bereits in Kindertagen unternahm er mit seinem Vater Ausflüge in die Bonner Umgebung, in seiner Wiener Zeit machte er täglich Spaziergänge, und er verbrachte den Sommer regelmäßig auf dem Land. In zahlreichen Briefen äußert er seine enge Verbundenheit mit der Natur. Auch in seinen Kompositionen war die Natur ein Topos. Berühmt geworden ist in diesem Zusammenhang vor allem seine 6. Sinfonie "Pastorale", in der Beethoven verschiedene Natureindrücke verarbeitete.

Aus Anlass der Weltklimakonferenz (COP 23), die vom 6.-17. November in Bonn stattfindet, lädt das Beethoven-Haus dazu ein, Beethoven als Naturliebhaber zu erfahren. Am Samstag, den 4. November, öffnet es von 10-18 Uhr seine Türen und lädt Groß und Klein den ganzen Tag über zu verschiedenen Angeboten - Führungen durch die Sonderausstellung "Im Freien", Entdeckungsreisen durch das Museum, Kreativ-Aktionen, Familienprogramm und Konzerten im Kammermusiksaal - ein. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

Das Programm:

Tag der Offenen Tür im Beethoven-Haus
4. November 2017, 10-18 Uhr, Eintritt frei

"Beethoven und die Natur"

11:00 – 17:00 Uhr
Der Natur auf der Spur
Wo hat Beethovens große Naturliebe Spuren hinterlassen? Nach einer kurzen Einführung begeben sich kleine und große Naturdetektive mit Forscherkarten ausgerüstet treppauf und treppab auf eine Entdeckungsreise durch das Museum.

11:00 – 17:00 Uhr
Mit Schere, Stift und Klebstoff

Die Natur regte seit jeher zahlreiche Künstler an. Eine Einladung an alle Künstlertalente, sich kreativ mit dem Menschen Beethoven und seinem Naturempfinden zu beschäftigen.

11:00/14:00/17:00 Uhr
"Im Freien - Beethoven und die Natur"

Kurzführung mit der Kuratorin Sophia Allef

14:30 – 15:30 Uhr
Beethovens "Natur-Symphonie" oder Warum die Wachtel keine Eier legte

Das Erlebnis "Pastorale" – mit Musik, Geschichten und gemeinsamen Aktionen
Familienführung - für Kinder ab sechs Jahren, aber natürlich auch für Erwachsene

15:00-16:00 Uhr/18:00-19:00 Uhr im Kammermusiksaal Hermann J. Abs
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 (Pastorale)

In der Bearbeitung für Streichsextett, gespielt vom Ensemble der Musikhochschule Düsseldorf

16:00 - 18:00 Uhr im Shop des Beethoven-Hauses
Verkostung des Vino Spumante "Beethoven Blue"
 
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Die Battle - Hörspiel über ein teuflisches Klavierstück
Ergebnis des Sommerferienworkshops von Beethoven-Haus und Medienwerkstatt Bonn
Beethoven-Haus erwirbt bedeutenden Beethoven-Brief
In dem Brief an Maria Eleonora Gräfin Fuchs vom Januar 1813 schreibt Beethoven über seine schwierige Lage in jener Zeit.
In dem Brief an Maria Eleonora Gräfin Fuchs vom Januar 1813 schreibt Beethoven über seine schwierige Lage in jener Zeit.

Im Wiener Auktionshaus Dorotheum konnte das Beethoven-Haus jüngst einen bedeutenden Beethoven-Brief erwerben. Die Neuerwerbung wurde durch die Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Kulturstiftung der Länder ermöglicht.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: "Der Erwerb dieser autographen Kostbarkeit ist ein eindrucksvolles Beispiel für den vertrauensvollen kooperativen Föderalismus, dem die Kulturlandschaft in Deutschland ihren Reichtum verdankt. Er unterstreicht die Rolle des Beethoven-Hauses – auch mit Blick auf das 250. Beethoven-Jubiläum im Jahr 2020 – als Ort der umfassenden Pflege und Vermittlung von Beethovens Werk, das zum nationalen Kulturerbe Deutschlands gehört. Deshalb unterstützt der Bund den Ankauf dieser kulturhistorisch wichtigen Originalhandschrift."

Adressiert ist der im Januar 1813 verfasste Brief an Maria Eleonora Gräfin Fuchs, geborene von Gallenberg (1786–1842). Sie war die Schwägerin von Julie Guicciardi, in die sich Beethoven 1801/1802 verliebt hatte und die maßgeblich zur Überwindung seiner ersten schweren Lebenskrise beitrug. 1801/02 hatte Beethoven erkannt, dass seine Schwerhörigkeit unabänderlich zunehmen würde und fühlte sich dadurch sozial isoliert. Er trug sich mit Selbstmordgedanken, war aber gleichzeitig kompositorisch überaus produktiv.

Als Beethoven 1813 den jetzt erworbenen Brief verfasste, befand er sich neuerlich in einer schwierigen Lebenslage und berichtet der Gräfin darüber. Diesmal hatte er mit einer Schaffenskrise zu kämpfen. Er war vergleichsweise sehr unproduktiv. Die Werke, die er in dieser Zeit komponierte, waren überwiegend Gelegenheitswerke, die mit den politischen Ereignissen zu tun hatten (z.B. Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria op. 91). Sie erfüllten ihren spezifischen patriotischen Zweck und brachten Beethoven damit auf den Zenit seines öffentlichen Ruhmes. Kompositionstechnisch betrachtet waren sie jedoch zweitrangig. Hinzu kamen reine Brotarbeiten wie Volksliedbearbeitungen für einen Verleger in Edinburgh. Gleichzeitig war diese Krise jene Zeit, in der sich Beethovens Spätstil auszuprägen begann, der sich in zahlreichen Meisterwerken niederschlagen sollte. "Insofern ist dieser Brief, in dem Beethoven seine Befindlichkeit zu dieser Zeit offenbart, hochinteressant", freut sich Kustos Michael Ladenburger über die Neuerwerbung.

Beethoven schreibt in dem neuerworbenen Brief:

"Meine liebe Gräfin!
wie leid thut es mir nicht ihrer Einladung folge leisten zu können, allein ich habe eben etwas sehr dringendes zu schreiben, denn leider ist dieses das einzige, was mir übrig bleibt troz allen Aufopferungen, die ich gemacht, wenn ich nicht vor Hunger umkommen will - und einen meiner Unglücklichen kranken Brüder nicht ebenfalls Umkommen laßen will -
In einer solchen Unverschuldeten lage ist man nicht aufgelegt Unter Menschen zu seyn. […] Mein Kopf ist unermüdet, meinen jezigen Zustand wieder zu verbessern, und ist das einmal der Fall, dann sehn sie mich einmal wieder bey ihnen Mit einem überall zerrissenen Herzen auf sich selbst zurück gewiesenen Menschen ist in Gesellschaft nichts anzufangen.
ihr Freund Beethowen"

Mit über 700 Briefen verfügt das Beethoven-Haus Bonn weltweit über die größte Sammlung an Beethoven-Briefen. Zu verdanken ist dies vor allem dem Schweizer Hans Conrad Bodmer, der seine umfangreiche Sammlung 1956 dem Beethoven-Haus vermachte. Durch weitere Ankäufe in den Folgejahren wuchs die Briefsammlung beständig weiter. Sie umfasst zahlreiche sehr kurze Mitteilungen von Beethoven, aber auch aussagekräftige Briefe an Geschäftspartner und Freunde, die Auskunft über seine Situation als Komponist und Mensch geben.
 
Beethoven-Jubiläums GmbH wird gegründet
Bund, Land NRW, Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis führen ihre Vorbereitungen zu Beethovens 250. Geburtstag zusammen
Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens ist ein nationales Ereignis von weltweiter Ausstrahlung. Bei einem Treffen am 8. April 2016 bekräftigten die Verwaltungsspitzen der Bundesbauftragten für Kultur und Medien, des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises, dass das Beethoven-Jubiläum schwerpunktmäßig in der Geburtsstadt Beethovens, ihrer Region und in ganz NRW gefeiert werden soll.

Dazu haben die Beteiligten in einem Schulterschluss eine gemeinsame Struktur, Koordinierung und Vermarktung ihrer Aktivitäten beschlossen. Es soll eine rechtlich selbständige Projekt- und Vermarktungsgesellschaft bei der Stiftung Beethoven-Haus gegründet werden. Auftrag, Ausgestaltung und Arbeitsweise dieser Gesellschaft werden bis zum Sommer 2016 erarbeitet.
 
Internationaler Kongress
"Beethoven und andere Hofmusiker seiner Zeit im deutschsprachigen Raum"
Neue Internetausstellung
125 Jahre Beethoven-Haus -
Bewegte und bewegende Geschichte
Kinder-Krimi-Hörspiel um Beethovens Tod
Ergebnis des Sommerferienworkshops von Beethoven-Haus und Medienwerkstatt Bonn
Beethoven-Haus-Medaille zum Jubiläum
Sonderprägung in Gold und Silber
Eine Beethoven-Puppe zu Beethovens Geburtstag
Beethoven-Haus Bonn präsentiert zum Tauftag Beethovens die neue Beethoven-Puppe "Love Little Ludwig"
Neues Museumsangebot
Abendführung mit Geschichten zur Herkunft einzelner Ausstellungsobjekte
Das Beethoven-Haus bietet seinen Museumsbesuchern eine neue Themenführung als Abendführung an: Gegenstand sind die spannenden "Geschichten hinter den Dingen", nämlich die Provenienz der Ausstellungsobjekte und die Geschichte des Vereins.

Im Anschluss findet jeweils ein Umtrunk mit Wegeler-Wein im Hof des Museums statt. Der Teilnahmebeitrag inkl. einem Glas Wein beträgt 15 Euro pro Person.

Eine Buchung für Gruppen ist möglich unter museum@beethoven-haus-bonn.de oder tel. unter 0228 98175-25.

Von April bis Oktober findet die Themenführung jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr ab einer Teilnehmerzahl von 10 Personen statt.
 
Rotary Club Bonn übernimmt Buchpatenschaft für Beethovens Bibliothek
Werk von Christian Friedrich Daniel Schubart erworben
Neues Museumsangebot
Abendführung mit Geschichten zur Herkunft einzelner Ausstellungsobjekte
Ab dem 1. Mai bietet das Beethoven-Haus seinen Museumsbesuchern eine neue Themenführung an: An jedem ersten Dienstag im Monat gibt es ab 18 Uhr eine Abendführung, bei der die "Geschichten hinter den Dingen", nämlich die Provenienz der Ausstellungsobjekte und die Geschichte des Vereins erzählt werden.

Im Anschluss findet jeweils ein Umtrunk mit Wegeler-Wein im Hof des Museums statt. Die Teilnahmegebühr inkl. einem Glas Wein beträgt 15 Euro pro Person.

Eine Voranmeldung wird unter museum@beethoven-haus-bonn.de oder tel. unter 0228 98175-25 erbeten.

Die Veranstaltung findet jeweils ab einer Teilnehmeranzahl von 5 Personen statt.
 
Musikerjubiläen - Chance für die Kunst oder: Viel Lärm um nichts?
Kulturpolitischer Salon am 15. Oktober über Beethovens 250. Geburtstag im Kontext vergleichbarer Jahrhundertfeiern
Neue Internetausstellung
Tommaso De Meos malerische Umsetzung der neun Sinfonien Beethovens
Neues großangelegtes Forschungsprojekt zu Beethoven
Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder beschließt Förderung eines auf 16 Jahre angelegten Forschungsprojekts im Beethoven-Haus und am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn. Erforscht wird Beethovens kompositorische Arbeitsweise.
Neues großangelegtes Forschungsprojekt zu Beethoven

Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder beschließt Förderung eines auf 16 Jahre angelegten Forschungsprojekts im Beethoven-Haus und am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn. Erforscht wird Beethovens kompositorische Arbeitsweise.

Bonn, 16. Dezember 2013 – Im Beethoven-Archiv, der zentralen Dokumentations- und Wissenschaftsabteilung des Beethoven-Hauses in Bonn, beginnt im nächsten Jahr ein großangelegtes Forschungsvorhaben zur kompositorischen Arbeitsweise Beethovens. Es ist ein gemeinsames Projekt mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Paderborn und der Hochschule für Musik Detmold.

Das auf 16 Jahre angelegte Beethoven-Projekt ist Teil eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland, das am 22. November 2013 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) des Bundes und der Länder beschlossen wurde. Es handelt sich dabei um das Akademienprogramm 2014 der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften (Mainz) mit einem Gesamtvolumen von rund 60 Millionen Euro. Das Programm dient der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes.

Das Beethoven-Projekt mit dem Titel "Beethovens Werkstatt: Genetische Textkritik und Digitale Edition" ist an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz angesiedelt und wird von ihr koordiniert. Leiter des Langzeitvorhabens sind Bernhard R. Appel, Leiter des Beethoven-Archivs und Verlags, sowie Joachim Veit, Editionsleiter der Carl-Maria-von Weber-Gesamtausgabe am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn. Jeweils zwei neue Mitarbeiterstellen und zwei Qualifizierungsstellen sind für Bonn und Detmold vorgesehen und werden jährlich mit 382.000 Euro, also mit mehr als 6,1 Millionen Euro insgesamt, gefördert. "Für das Beethoven-Haus ist der Zuschlag dieses zukunftsweisenden Projektes in das Akademieprogramm inhaltlich und finanziell von herausragender Bedeutung", erklärt Malte Boecker, Direktor des Beethoven Hauses. "Das Forschungsprofil des Beethoven-Hauses wird damit nachhaltig ausgebaut."

"Beethovens Werkstatt" versteht sich als ein Projekt der musikwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Die hier zu erarbeitenden Methoden und editorischen Präsentationswege sollen später auch auf die Überlieferungen anderer Komponisten übertragbar sein. Die zu erwartenden Ergebnisse sind für die Beurteilung der gesamten, sich wesentlich auf Beethoven berufenden Kompositionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts von Bedeutung.

Der Bonner Projektleiter Bernhard R. Appel sieht in der Förderung des Vorhabens eine hohe Anerkennung der bisherigen Forschungsarbeit des seit 1927 bestehenden Beethoven-Archivs und zugleich eine große, zukunftslenkende Chance für das Beethoven-Haus: "Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Skizzenforschung zu Beethoven richtungsweisend. Das heute im Beethoven-Archiv verfügbare Expertenwissen, das u.a. durch die Arbeit an der historisch-kritischen Ausgabe und durch Skizzenbuch-Editionen gewachsen ist, bietet beste Startvoraussetzungen. Das Langzeitprojekt verspricht, innerhalb dieser Tradition nicht nur die Beethoven-Philologie, sondern die Musikphilologie insgesamt in neue, vielleicht sogar umwälzende Bahnen zu lenken. Darüber hinaus kann es einen wesentlichen fachübergreifenden Beitrag zur Kreativitätsforschung und zur Kognitionswissenschaft leisten."

Beethovens kompositorische Arbeitsweise ist in mehreren tausend Manuskriptseiten - Skizzen, Entwürfe, Arbeitsmanuskripte etc. - dokumentiert. Dieser außergewöhnlich reiche Quellenbestand befindet sich zu einem erheblichen Teil im Besitz des Beethoven-Hauses Bonn. Er bietet ideale Voraussetzungen für einen neuen, zweigleisigen Forschungsansatz: Die genetische Textkritik ist bestrebt, aus handschriftlichen Werkstattdokumenten Beethovens Schreibprozesse zu rekonstruieren und dabei sein kompositorisches Denken zu analysieren. Sie bemüht sich, Handwerksroutinen zu beschreiben und die damit verbundene Textbewegung vom ersten Einfall bis zum Werk aufzuzeigen.

Erstmals wird nun für diesen Bereich durchgängig eine digitale Editionsform eingesetzt. Das Forschungsprojekt sieht u.a. neben einer digitalen Skizzenbuch-Ausgabe eine Modelledition von Beethovens Diabelli-Variationen vor, in der verschiedene textkritische Konzepte vergleichend zusammengeführt werden. Solche Editionen können nicht mehr im konventionellen Buchdruck dargestellt werden.

Die digitale Editionsform erlaubt es einerseits, die kompositorischen Arbeitsprozesse dynamisiert (d.h. zeitlichen Abläufen folgend) darzustellen und textgenetische Ergebnisse durch die Verbindung von faksimilierten Quellen und maschinell verarbeitbaren Codierungen der Notentexte transparent zu machen. Dem Nutzer eröffnet dieses computergestützte Verfahren nahezu beliebig viele Erschließungszugänge zu dem aufbereiteten Material. Die darstellungstechnischen Möglichkeiten digitaler Editionen beeinflussen andererseits auch die Methodik der genetischen Textkritik. Die Ergebnisse, die aus dieser gewonnen werden, fordern wiederum dazu heraus, digitale Verfahren zu entwickeln, die eine adäquate Präsentation ermöglichen.

Bereits jetzt sei vorauszusehen, so der für die Sektion Detmold/Paderborn zuständige Projektleiter Joachim Veit, "dass mit den neu zu schaffenden Möglichkeiten der Visualisierung von Textbewegungen und Denkprozessen die Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung in – im wahren Sinne des Wortes – "anschaulichere" Editionsformen überführt werden können." Diese könnten damit von einer sehr viel breiteren Öffentlichkeit rezipiert und nachvollzogen werden, als die heutigen, oft hermetisch wirkenden Printeditionen.

Die in Mainz ansässige Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Mehr als 1900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören, sind unter dem Dach der Union vereint. Die Union koordiniert das Akademienprogramm, das derzeit größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Sie kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.

Der 1889 gegründete Verein Beethoven-Haus Bonn gilt als das international führende Beethoven-Zentrum. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Beethovens Leben, Werk und Wirken lebendig zu halten. Zu der kulturellen Einrichtung gehört die weltweit bedeutendste Beethoven-Sammlung, das Museum in Beethovens Geburtshaus mit über 100.000 Besuchern pro Jahr, eine musikwissenschaftliche Forschungsabteilung nebst Bibliothek und Verlag sowie der Kammermusiksaal Hermann J. Abs. Getragen von rund 900 Mitgliedern aus über 20 Ländern, unterstützt von Bund, Land NRW, Landschaftsverband Rheinland und Stadt Bonn, erfüllt das Beethoven-Haus einen kulturellen Auftrag von nationaler und internationaler Bedeutung. In der Forschungsstelle Beethoven-Archiv wird die Neue historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke Beethovens erarbeitet.

Das Musikwissenschaftliche Seminar Detmold/Paderborn ist eine gemeinsame Einrichtung der Hochschule für Musik Detmold und der Universität Paderborn. Es versteht sich als Schnittstelle zwischen künstlerischer Praxis und Musikwissenschaft. Die hier beheimatete Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe und das digitale Projekt Edirom haben durch die Anbindung an die Universität Paderborn in den vergangenen Jahren wesentliche Impulse für die Entwicklung digitaler Editionsmethoden gegeben und in Kooperation mit der University of Virginia auch zur Ausbildung eines neuen Musikcodierungsstandards (MEI) beigetragen. Die Beteiligung an fachübergreifenden Verbundprojekten wie TextGrid und DARIAH-DE oder das BMBF-Projekt Freischütz Digital sind Zeichen dieser verstärkten Schwerpunktbildung, für die „Beethovens Werkstatt" aufgrund der komplexen Aufgabenstellungen eine willkommene Herausforderung darstellt.

Daten und Fakten zum Forschungsprojekt "Beethovens Werkstatt"

Projekt-Titel: Beethovens Werkstatt: Genetische Textkritik und Digitale Edition

Teilprojekt des Akademieprogramms 2014 der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften; angesiedelt an und betreut von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Leitung:Prof. Dr. Bernhard R. Appel, Leiter der Forschungsstelle Beethoven-Archiv und des Verlags Beethoven-Haus am Beethoven-Haus Bonn

Prof. Dr. Joachim Veit, Editionsleiter der Carl-Maria-von Weber-Gesamtausgabe am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn

Beginn: Anfang 2014

Fördervolumen:382.000 Euro pro Jahr, d.h. mehr als 6,1 Millionen insgesamt; gefördert werden insgesamt vier neue Wissenschaftlerstellen und zwei Qualifizierungsstellen, je zur Hälfte für Bonn und für Detmold.

Laufzeit: 16 Jahre
 
Ehrenamt für Grabpflege
Historische Ruhestätte der Mutter Beethovens benötigt gute Grünpflege
Dieser Aufruf richtet sich an alle, die gerne bereit sind, sich ehrenamtlich der Grünpflege auf dem Alten Friedhof zu widmen.

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs in Bonn und das Beethoven-Haus Bonn suchen einen oder mehrere Verantwortliche für die Grünpflege der Ruhestätte von Maria Magdalena Beethoven, geborene Keverich. Die Grabpflege umfasst einen Aufwand von ca. 2-3 Stunden pro Monat, die frei terminiert werden können. Die Kosten für Pflanzen und Blumen werden erstattet.

Mit der Grünpflege tragen Sie zum Gesamteindruck des denkmalgeschützten Parks sowie zum Ansehen der Beethovenstadt Bonn bei. Ferner erhalten Sie einmal jährlich die Einladung zum traditionellen Tauftagskonzert des Beethoven-Hauses am 17. Dezember.

Interessierte melden sich bitte bei Eva Hüttenhain, Tel. 0228 / 97 64 95 47 , info@alter-friedhof-bonn.de
 
Staatsministerin Monika Grütters im Beethoven-Haus
Besuch am 7. März
Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, besuchte am Freitag drei Bonner Museen - die Bundeskunsthalle, das Haus der Geschichte und das Beethoven-Haus. Erste Station ihres Bonn-Besuches war das Beethoven-Haus, das als das international führende Beethoven-Zentrum gilt. Begrüßt wurde sie hier von Direktor Malte Boecker und Vorstandsmitglied Philipp Klais. Auf dem Programm im Beethoven-Haus standen ein Rundgang durch das Museum und die aktuelle Sonderausstellung zur 125jährigen Vereinsgeschichte sowie eine Präsentation des Beethoven-Archivs, der musikwissenschaftlichen Forschungsstelle, und des Kammermusiksaales. Anschließend wurden ihr im Tresor einige besondere Objekte aus der Sammlung des Beethoven-Hauses vorgelegt, darunter die Originalhandschrift des Streichquartetts C-Dur op. 59 Nr. 3 "Rasumowsky". Auf diese Handschrift konzentriert sich das neue große Forschungsprojekt des Beethoven-Hauses, das der Staatsministerin bei dieser Gelegenheit erläutert wurde.

Am Ende ihres Besuchs schrieb Monika Grütters eine Würdigung in das Gästebuch des Beethoven-Hauses: "Sie bewahren auf's Schönste unser Weltkulturerbe und tun dies mit großem ansteckenden Enthusiasmus." Die Staatsministerin zeigte sich beeindruckt von der Tradition des bürgerschaftlich getragenen Vereins, der Qualität der Sammlung und der vielfältigen Vermittlungsarbeit des Hauses. In einem Hintergrundgespräch hatte sich Monika Grütters außerdem über den Stand der Planungen im Beethoven-Haus zum Beethovenjahr 2020 informiert.
 
Beethoven-Zitate
Äußerungen von Beethoven, thematisch zusammengestellt
Post für Dich - Schreib zurück an Ludwig van Beethoven
Start des bundesweiten Schülerwettbewerbs
Die Deutsche Gesellschaft e. V. lädt Lehrer und Schüler der Klassenstufen 5 – 13 ganz herzlich ein, am Schreibwettbewerb "Post für dich – Schreib zurück!" teilzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler sind aufgerufen, auf Briefe von Anne Frank, Heinrich Kleist, Franz Kafka, Ludwig van Beethoven, Rainer Maria Rilke oder Christa Wolf zu antworten.

 
Weltkindertag
Freier Eintritt für Kinder ins Beethoven-Haus
Zum Weltkindertag am Sonntag, 22. September 2013, öffnet das Museum im Beethoven-Haus seine Türen besonders weit für alle Kinder und Jugendlichen: Bis zum Alter von 18 Jahren haben sie an diesem Tag freien Eintritt und können sich in die Welt Beethovens versetzen lassen.
Wer gern mit der ganzen Familie am Weltkindertag das Geburtshaus Ludwig van Beethovens in der Bonngasse besuchen möchte, kann an einer speziellen Kinder-/Familien-Führung teilnehmen, die sonntags um 14:30 Uhr stattfindet. Ein Rundgang durch das Haus ist aber auch den ganzen Tag über möglich.

Das Museum im Beethoven-Haus ist sonntags von 10-18 Uhr geöffnet (ab 1.11.: 11-17 Uhr).
 
Verlag Beethoven-Haus erhält Musikeditionspreis 2013
Bildband "Beethoven im Bild" wurde auf der Frankfurter Musikmesse als "Best Edition" ausgezeichnet.
Bildband "Beethoven im Bild" wurde auf der Frankfurter Musikmesse als "Best Edition" ausgezeichnet.

Auf der diesjährigen internationalen Musikmesse Frankfurt wurde heute der Verlag Beethoven-Haus mit dem Musikeditionspreis "Best Edition" 2013 für den Bildband "Beethoven im Bild" ausgezeichnet. Die Urkunde nahmen in Frankfurt die Kunsthistorikerin und Herausgeberin Silke Bettermann und die Lektorin des Verlags Beethoven-Haus, Julia Ronge, entgegen. Die Jury würdigte die Publikation "Beethoven im Bild" als "stattliche graphische Sammlung zum Thema Ludwig van Beethoven“ und als ein "wichtiges Buch" für alle, die sich mit dem Phänomen Beethoven beschäftigen, "das auch durch seine Druckqualität überzeugt".

Silke Bettermanns Buch, das im Herbst 2012 erschien, gibt einen umfassenden Überblick über die Auseinandersetzung bildender Künstler mit Beethoven, von den frühen authentischen Portraits bis hin zu modernen Interpretationen der Gegenwart. Das Buch gibt damit zugleich Einblick in die Art, wie bildliche Darstellungen unser Beethoven-Bild prägten und zur Mythenbildung um den Komponisten beitrugen.

Mit dem Musikeditionspreis zeichnet der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) Musikbücher und Notenausgaben für ihre herausragende Qualität aus. "Der Verband und seine 400 Mitgliedsverlage würdigen damit in Zeiten der Nivellierung kultureller Leistungen und des Überhandnehmens von billigen Vervielfältigungen besondere editorische Leistungen", betont Dagmar Sikorski, die Präsidentin des DMV.

Der Bildband "Beethoven im Bild" ist im Museumsshop des Beethoven-Hauses und über den Buchhandel erhältlich.
 
Beethoven-Channel auf YouTube
Mit Beiträgen von Veranstaltungen des Beethoven-Hauses

Mit Beiträgen von Veranstaltungen des Beethoven-Hauses
 
Beethoven in Bonn
iPhone-App führt zu den Beethovenstätten

iPhone-App führt zu den Beethovenstätten

Auf den Spuren des berühmtesten Sohnes der Stadt Bonn - Ludwig van Beethoven – führt die neue Stadt- und Kulturführungs-App Besucher, Gäste und Bewohner durch Bonn. Diese Audioguide App entstand in Zusammenhang mit der Spendenaktion 5000x5000 für das neue Beethoven Festspielhaus.

Die Stadt-Kulturführungs-App durch Bonn erzählt über den berühmtesten Sohn der Stadt, Ludwig van Beethoven, und sein Leben in Bonn. Entlang der 13 Stationen, die mit dem Leben des Komponisten verwoben sind, erfahren die App Nutzer anhand des Audioguides vieles über seine Familie und Vorfahren, seine musikalische Entwicklung und den Freundeskreis, seinen Charakter und den Zeitgeist des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Zu den jeweiligen Stationen gibt es historische und aktuelle Bilder zu sehen und ausgewählte in Bezug stehende Musikstücke von Beethoven zu hören. Darüber hinaus werden in Textform die biographischen Daten Beethovens und die Tradition der Beethoven- und Kammermusikfeste präsentiert.

Wie es zu der Idee der App kam:
2020 feiert Beethoven seinen 250. Geburtstag. Seine Geburtsstadt Bonn wird dieses Ereignis würdig begehen - gerne mit und in einem neuen, einzigartigen Beethoven-Festspielhaus. Die Deutsche Post DHL stellt dafür rund 30 Millionen Euro in Aussicht; Bund und Land werden das Projekt unterstützen. Aber Beethoven war gerade in Bonn immer auch Bürgersache. Mit der Initiative "5000 für Beethoven" (www.5000.ag) des von Wolfgang Grießl ins Leben gerufenen Beethoven Festspielhaus Förderverein e.V. sollen weitere Spenden in einer Höhe von 25 Millionen Euro mobilisiert werden. Schon viele Bonner Bürger haben sich beteiligt, doch werden noch weitere Spender gesucht.

Das brachte das IT-Architekturhaus synalis aus Bonn auf die Idee mit einer Beethoven App für Bonn mehr Aufmerksamkeit für die Spendeninitiative zu gewinnen. Und so sponserte und produzierte das IT-Unternehmen die App mit der Unterstützung aller namhaften Bonner Beethoven Organisationen und weiterer Partner.

Beteiligte Partner in alphabetischer Reihenfolge:
· Beethovenfest
· Beethoven Festspielhaus Förderverein e.V.
· Beethoven-Haus Bonn
· Beethoven Orchester Bonn
· Bonn-Information
· Bürger für Beethoven e.V.
· Mathias Bauer – Sprecher mit Studio
· Musikproduktion Dabringhaus und Grimm
· Netzwerk Ludwig van B. e.V.
· OkoloGraf – Stadtführungen
· synalis GmbH & Co. KG
· tonwelt professional media GmbH
· Tourismus & Congress GmbH

Die App: "Beethoven in Bonn"
Die App "Beethoven in Bonn" führt zu 13 Orten, die in einer besonderen Verbindung zu Beethoven stehen – vom Beethovenhaus über das Residenzschloss bis hin zur Beethovenhalle. Zu jedem dieser Orte können die Nutzer sich interessante Informationen auf dem Audioguide anhören und zusätzlich eine Komposition von Beethoven auswählen. Auch Besucher, die sich nicht so gut in Bonn auskennen, sehen auf dem integrierten Stadtplan ihren aktuellen Standort und können so schnell die nächste Sehenswürdigkeit finden. Zusätzlich zeigt die App auf dem Menü immer die genaue Entfernung zu den verschiedenen Beethoven-Orten in der Stadt an. So werden die Nutzer gut durch Bonn navigiert und haben immer den nächsten Ort im Blick.

Die deutschsprachige App kann im iTunes Store kostenlos auf iPhone, iPod Touch und iPad geladen werden. Die App ist für iPhone 5 optimiert und erfordert iOS 5.0 oder neuer. Größe: 70,8 MB

Auszüge aus dem Audioguide:
1. Station "Beethovendenkmal auf dem Münsterplatz"
"Ludwig van Beethoven, geboren zu Bonn 1770. Dies steht großgeschrieben auf der vorderen Seite des Denkmalpostaments für den berühmten Komponisten auf dem Münsterplatz in seiner Geburtsstadt Bonn. Das Denkmal selbst, zwar nicht mitten auf dem Platz aufgestellt, zieht von allen Ecken des Platzes die Blicke auf sich. Das mehr als acht Meter hohe Monument bringt der Stadt ihren prominenten Sohn zurück und der lebt in ihr weiter."

"Die überlebensgroße Figur des Musikers selbst, auf hohem Postament stehend, zeigt einen Kunsttitanen: Ein schwerer, reichlich drapierter Mantel umhüllt die Figur des Musikers, der Blick in die Ferne gerichtet, die Gesichtszüge angespannt, die Lippen zusammengepresst - ein Ausdruck höchster Konzentration für die unsterbliche Musik, für seine eigene Unsterblichkeit. Beethoven im Moment der Inspiration - das Motiv des Denkmals wurde von Hähnel bewusst so gewählt und mit der Aufschrift auf dem Postament unterstrichen: Ludwig van Beethoven, geboren zu Bonn 1770 – das Todesdatum ausgespart!"

10. Station "Beethoven-Haus"
"Die Familie mietete nach der Heirat ein Haus in der Bonngasse 515, die heutige Bonngasse 20, in zweiter Reihe. Es war ein ziemlich kleines Haus: Eine sehr schmale Haustreppe, enge Räume, mit wenigen Fenstern versehen: Das Haus wirkte innen eher dunkel. Das Vorderhaus bewohnten die Familie von Philipp Salomon, ebenfalls Musiker der Hofkapelle und ein guter Bekannter der Beethovens. In diesem Gartenhaus in der Bonngasse kamen drei der sieben Kinder der Familie zur Welt, unter ihnen Mitte Dezember 1770, höchstwahrscheinlich am 16. auch Ludwig, der am 17. in der Remigiuskirche, ein paar Straßenzüge weiter, getauft wurde."

"1889 stand das Haus in der Bonngasse 20 zum Verkauf. Diese Gelegenheit ergriffen zwölf Bürger der Stadt: Sie gründeten den 'Verein Beethoven Haus' und kauften das baufällig gewordene Gebäude. Geplant war, das Haus wieder in den Zustand zu versetzten, in dem das Haus zu Zeiten von Beethovens Geburt sich befand und daraus eine Gedenkstätte für den Komponisten zu errichten."

12. Station "Beethovenhalle und Beethon-Skulptur"
"Kaum hatte nach dem Zweiten Weltkrieg der Wiederaufbau angefangen, stellte sich bereits 1949 für die Stadtverwaltung die Frage nach dem neuen Standort für die im Herbst 1944 zerstörte zweite Beethovenhalle. Mit dem Beginn einer Spendenaktion für die neue Beethovenhalle äußerten die Bürger der Stadt ihren eindeutigen Wunsch nach raschem Wiederaufbau dieser musikalischen Kulturstätte."

"Planung und Bau dieser neuen und dritten Beethovenhalle übernahm 1953 ein 28-jähriger Architekt aus Berlin, Siegfried Wolske. Lange Zeit war die Finanzierung des Projekts nicht gesichert. Erfolgreiche gemeinsame Bemühungen der Stadt, des Landes NRW, des Bundes und privater Spender führten schließlich dazu, dass im April 1957 mit dem Bau begonnen wurde."

Hier geht's zur App Beethoven in Bonn
 
"Hallo Beethoven" jetzt auf Chinesisch
Mehrsprachiges Angebot für Besucher des Beethoven-Hauses und virtuelle Touristen
Mit Veröffentlichung der chinesischen Fassung liegen von der bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen beliebten interaktiven Beethoven-Biographie nun fünf Sprachvarianten vor. Besucher der Dauerausstellung und Internetsurfer können Beethoven in ihren Muttersprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch begegnen und den Komponisten genauer kennenlernen.

Der große Komponist wird auf dieser Website vor allem als Mensch erfahrbar und nicht als überirdischer Held, als der er sonst häufig erscheint. Über verschiedene Themen können sich die Kinder und Jugendlichen Beethovens Lebenswelt auf spielerische Weise erschließen. Die einzelnen Kapitel sind dabei unabhängig voneinander und berücksichtigen sowohl unterhaltsame Fragestellungen als auch wissenschaftliche Ansprüche. So kann sich jeder mit genau dem Bereich beschäftigen, der ihn am meisten interessiert - z.B. mit Beethovens Familie, mit seiner Schulzeit, seinen Freunden, seinem Tagesablauf, mit seinen Krankheiten oder aber auch mit historischen, sozialen und politischen Gegebenheiten seiner Zeit wie Krieg, Geld, Arbeit und Geschäftspartner.

Witzige, zum Teil animierte Illustrationen, eine liebevolle Gestaltung, interaktive Dialoge, Musik und gesprochene Originalzitate umrahmen die spannend erzählte Lebensgeschichte Beethovens.

Die in Flash programmierte Internetseite "Hallo Beethoven" wurde vollständig gefördert von der NRW-Stiftung Natur-Heimat-Kultur (deutsche, englische, spanische, chinesische Fassung). Für die französische Übersetzung erhielt das Beethoven-Haus eine Teilförderung des Landschaftsverbandes Rheinland.
 
Beethovens Geburtshaus sonntags früher geöffnet
Ab dem 1. Juli 2013 verlängerte Öffnungszeiten

 
"Hallo Beethoven" jetzt auf Französisch und Spanisch
Neues Angebot für Besucher des Beethoven-Hauses und virtuelle Touristen
Neues Angebot für Besucher des Beethoven-Hauses und virtuelle Touristen

Die bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen beliebte interaktive Beethoven-Biographie liegt in vier Sprachvarianten vor. Besucher können jetzt auch in ihrer Muttersprache Französisch oder Spanisch Beethoven begegnen und den Menschen und Komponisten genauer kennenlernen. Eine chinesische Version ist in Vorbereitung.

"Konnte Beethoven Trompete spielen? Woher kamen eigentlich seine Ideen? Was war sein Lieblingsessen? Hatte Beethoven ein Haustier?" - Kinder haben viele Fragen an das Leben des berühmten Komponisten. Antworten finden sie jetzt bei "Hallo Beethoven", der Internetseite des Beethoven-Hauses Bonn.

Der große Komponist wird für die Kinder und Jugendlichen auf dieser Website vor allem als Mensch erfahrbar und nicht als überirdischer Held, als der er sonst häufig erscheint. Über verschiedene Themen können sich die Kinder und Jugendlichen Beethovens Lebenswelt erschließen. Die einzelnen Kapitel sind dabei unabhängig von einander. So kann sich jeder mit genau dem Bereich beschäftigen, der ihn am meisten interessiert - z.B. mit Beethovens Familie, mit seiner Schulzeit, seinen Freunden, seinem Tagesablauf, mit seinen Krankheiten oder aber auch mit historischen, sozialen und politischen Gegebenheiten seiner Zeit wie Krieg, Geld, Arbeit und Geschäftspartner.

Die Kinder und Jugendlichen lernen Beethoven auf unterhaltsame und spielerische Weise kennen. Witzige, zum Teil animierte Illustrationen, eine liebevolle Gestaltung, interaktive Dialoge, Musik und gesprochene
Originalzitate umrahmen die spannend erzählte Lebensgeschichte Beethovens.

Mit der Internetseite für Kinder und Jugendliche rundet das Beethoven-Haus sein Online-Angebot ab. Sie ist Bestandteil des Digitalen Beethoven-Hauses, das im Dezember 2004 - mit zwei neuen Besucherbereichen im Beethoven-Haus und einem umfangreichen Internet-Angebot - eröffnet wurde. Hauptbestandteil und Besonderheit ist das Digitale Archiv, in dem die Sammlung des Beethoven-Hauses (Handschriften, Erstausgaben und Bilder) in digitaler Form abrufbar ist.
 
Neue Internetausstellung
Beethoven in Briefmarken
Interview mit Malte Boecker
Der Direktor des Beethoven-Hauses berichtet im General-Anzeiger über seine Pläne
Der Direktor des Beethoven-Hauses berichtet im General-Anzeiger über seine Pläne

Die vollständige Fassung des Interviews finden Sie auf den Seiten des Bonner General-Anzeiger
 
Beethoven-Haus ehrt Daniel Barenboim
Der Dirigent und Pianist erhält die Ehrenmitgliedschaft für sein Lebenswerk
"Schönbergs Beethoven"
Kabinettausstellung im Rahmen des Beethovenfestes
Anlässlich der Aufführung der Gurre-Lieder von Arnold Schönberg im Rahmen des Beethovenfestes zeigt das Beethoven-Haus vom 7. September bis zum 7. Oktober eine Kabinettausstellung, die sich mit Schönbergs Verhältnis zu Beethoven beschäftigt.

Wenn auch Schönberg für radikale Neuerungen in der Musik des frühen 20. Jahrhunderts steht, so war er sich doch seiner musikalischen Herkunft bewusst. Er ging bereits früh davon aus, dass es ihm bestimmt sei, Teil jener Tradition zu werden, in welcher Beethoven bereits einen unumstößlichen Platz inne hatte. Das hinderte ihn nicht daran, von Beethoven zu lernen, seine Schüler mit Hilfe von Beethovens Werken zu unterrichten, persönliche Charakterzüge vorbildlich oder Beispiel gebend zu zitieren, ohne ihn musikalisch oder persönlich zu imitieren. Folgerichtig stehen die "noch" romantischen Gurrelieder am Ausgang jener Epoche, an deren Eingang die in ihrer Anlage und Wirkung ebenso überwältigenden Werke für Soli, Chor und Orchester Beethovens stehen: seine Neunte Symphonie und die Missa Solemnis. Die autographe Partitur der Gurrelieder ist denn auch als eines der wertvollsten ausgestellten Manuskripte im Zentrum der Ausstellung zu sehen.

Die Ausstellung ist vom Schönberg Center in Wien konzipiert worden und wird in Kooperation mit dem Beethoven-Haus gezeigt.
 
Beethoven liest...
Vorträge über Bücher aus Beethovens Bibliothek
2. Mai bis 6. Juni 2012
Zweiter Teil der Veranstaltungsreihe des Beethoven-Haus und der Lese- und Erholungsgesellschaft Bonn anlässlich ihres 225 Gündungsjubiläums (Programm)
 
Buchpaten für Beethovens Bibliothek gesucht
Wer hilft mit bei der Rekonstruktion von Beethovens Bibliothek?
Kinder reisten malend nach Brasilien
Gewinner des Wettbewerbs zum Familienkonzert stehen fest
Neuer Direktor für das Beethoven-Haus
Malte Boecker berufen
Der 41jährige Jurist und Kulturmanager Malte Boecker wird neuer Direktor des Beethoven-Hauses Bonn. Mit diesem Beschluss folgte der Gesamtvorstand des Vereins Beethoven-Haus der Empfehlung einer Findungskommission, welcher u.a. der Vorsitzende Kurt Masur, einige Vorstandsmitglieder sowie Vertreter der öffentlichen Zuwendungsgeber von Bund, Land NRW, Stadt Bonn und Landschaftsverband Rheinland angehörten. Boecker übernimmt das Amt am 1. Mai 2012 und tritt damit die Nachfolge von Manfred Harnischfeger an, der die Leitung des Beethoven-Hauses seit Dezember 2010 kommissarisch übernommen hatte. Dies gab der stellvertretende Vorsitzende Hans-Jochem Freiherr von Uslar-Gleichen am Freitagbekannt. "Ich freue mich ganz besonders, dass wir mit Malte Boecker einen international erfahrenen und vernetzten Kulturmanager und Stiftungsexperten gewinnen konnten, der das kultur- und bildungspolitische Profil und die internationale Positionierung des Beethoven-Hauses weiter stärken wird", so von Uslar.

Malte Boecker ist Mitglied im erweiterten Führungskreis der Bertelsmann Stiftung, einer der großen konzeptionell arbeitenden europäischen Stiftungen. Dort verantwortet er insbesondere Projekte zum Dialog der Kulturen und zu den asiatisch-europäischen Beziehungen. Zu seinen Aufgaben gehören ferner der Salzburger Trilog, ein Kooperationsprojekt der Bertelsmann Stiftung mit dem österreichischen Außenministerium im Rahmen der Salzburger Festspiele, sowie ein neuer Asienschwerpunkt. Malte Boecker studierte bis 1995 Rechtswissenschaften an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Zusatzstudien der Musikwissenschaften und Kunstgeschichte qualifizierten ihn für ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 1997 legte er sein zweites juristisches Staatsexamen in Thüringen ab. Von 1997 bis 2000 war er Justitiar der Europäischen Kulturhauptstadt Weimar 1999. In diesem Zusammenhang leitete er den von Daniel Barenboim und Edward Said initiierten Workshop für junge Musiker aus Israel, Palästina und verschiedenen Staaten des nahen Ostens sowie das Gründungskonzert des zwischenzeitlich vielfach ausgezeichneten Klangkörpers "West-Eastern Divan Orchester". Zeitglich publizierte er zu Fragen des Spenden-, Stiftungs- und Sponsoringrechts. Vor seinem Einstieg bei der Bertelsmann-Stiftung absolvierte er 2000 einen Masters-Studiengang im internationalen Urheberrecht an der Technischen Univesität Dresden, der ihn unter anderem an die University of Exeter und die University of Berkeley führte.

Der Verein Beethoven-Haus Bonn hat rd. 1.000 Mitglieder. Mit dem Museum in Beethovens Geburtshaus, dem Digitalen Beethoven-Haus, einer umfangreichen Sammlung, einer wissenschaftlichen Forschungsstätte, einem Kammermusiksaal und einem Verlag gilt das Beethoven-Haus als einzigartiges Ensemble und als national bedeutende Kultureinrichtung. Es wird jährlich von ca. 100.000 Personen aller Altersgruppen und aus aller Welt besucht. Es wird auf öffentlicher Seite vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Land Nordrhein-Westfalen, von der Stadt Bonn und dem Landschaftsverband Rheinland sowie von zahlreichen privaten Förderern im In- und Ausland unterstützt.
 
Neu: Audioführer für Kinder
Geeignet für Kinder von 6-12 Jahren. Audioguide für Jugendliche folgt bald
Vorsicht, im Museum ist ein Gespenst gehört worden. Es wird Muck genannt. Dem Kinder-Audioguide ist es gelungen, seine Stimme einzufangen. Muck entführt die Kinder in Beethovens Kindheit und weiß in jedem Raum schöne Geschichten zu erzählen.

Die Audio-Tour dauert ca. 70 Minuten und kostet 2,- Euro.

Der Kinder-Audioguide ist gemeinsam mit Linon Medien entstanden. Ilka Teichmüller spricht das kleine Gespenst. Die Texte von Gitta Schatz-Sträßner wurden von Fritz Oldemeier und Christoph Hein bearbeitet.

 
Grundschulprojekt "Beethoven mobil" ausgezeichnet
Medienberatung NRW kürt Preisträger des Wettbewerbs "Kooperation. Konkret."
Beethoven-Haus und Volkshochschule Bonn kooperieren
Gemeinsame Integration
Teilnehmer der Integrationskurse sollen über Beethoven die deutsche Kultur besser kennen lernen

Das Bonner Beethoven-Haus und die Volkshochschule Bonn haben am 9.11.2011 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und damit vereinbart, gemeinsam einen Beitrag zur Integration ausländischer Mitbürger bzw. von Mitbürgern mit Migrationshintergrund zu leisten. Vereinbart wurde, dass Migrantinnen und Migranten, die im Rahmen der Integrationskurse der Volkshochschule Deutsch lernen, das Beethoven-Haus kennen lernen sollen, um damit auch der deutschen Kultur näher zu kommen.

Die Volkshochschule Bonn fördert als kommunales Weiterbildungszentrum das gegenseitige Verständnis unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und Kulturen und bringt mit seinen Angeboten Menschen aller Kulturkreise, verschiedener Herkunft und unterschiedlicher Lebenssituationen zusammen. Im Jahr 2010 haben 4.410 Teilnehmende die 387 Deutschkurse der VHS Bonn besucht. Davon entfallen rund 600 Anmeldungen auf die 40 angebotenen Integrationskursmodule. "Die Kurse sind im besten Sinne 'multikulturell', in einer Lerngruppe treffen meist 12 bis 14 verschiedene Nationalitäten aufeinander", so Andrea Witt, Fachbereichsleiterin der VHS Bonn für Deutsch und Integration. Etwa 60% der Integrationskurs-Teilnehmenden haben in der Heimat bereits eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen, andere haben noch keine berufliche Qualifikation. Rund 10% der Teilnehmenden besuchen spezielle Integrationskurse mit Alphabetisierung.

Im Rahmen der Integrationskurse sollen nun die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Beethoven-Haus kennen lernen. Eine wesentliche Aufgabe des Beethoven-Hauses liegt in der Vermittlungsarbeit, die sich an verschiedene Zielgruppen richtet. „Schon seit längerer Zeit besteht eine Zusammenarbeit mit dem Weiterbildungskolleg, um junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund, die von sich aus sonst nicht zu Beethoven und ins Beethoven-Haus finden würden, zu erreichen. Die Kooperation mit der Volkshochschule erweitert das Programm des Beethoven-Hauses um ein Angebot für Menschen aus anderen Kulturkreisen," erläutert Martella Gutierrez-Denhoff, die im Beethoven-Haus für pädagogische Projekte zuständig ist. Die Volkshochschule und das Beethoven-Haus leisteten damit gemeinsam einen Beitrag zur Integration.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Integrationskurse werden das Beethoven-Haus (Museum) mit ihren Dozenten besuchen und im Rahmen einer Führung kennen lernen. Außerdem sollen in Zukunft Führungen und Fortbildungen für Dozentinnen und Dozenten der Volkshochschule im Beethoven-Haus stattfinden. Die Führungen sollen die kulturelle Botschaft des Beethoven-Hauses vermitteln und die Multiplikatorenfunktion der Kursleitenden berücksichtigen.
Den rund 90 Dozentinnen und Dozenten im Bereich Deutsch als Fremdsprache kommt eine besondere Rolle als Kulturvermittler zu. Sie sind für viele Migrantinnen und Migranten erste Ansprechpartner und Vertrauenspersonen, die im Rahmen der Deutsch- und Integrationskurse nicht nur Sprachkenntnisse vermitteln, sondern auch wichtige Orientierungshilfe leisten. Die Teilnehmenden der Integrationskurse besuchen im Laufe des Kursprogramms neben dem Beethoven-Haus auch das Haus der Geschichte und die Stadtbibliothek. Darüber hinaus motivieren die Kursleitenden ihre Kursteilnehmenden zum Besuch von Konzerten und Kulturveranstaltungen (Tage der Offenen Tür, Aktionstage u.ä.) und begleiten ihre Gruppen oft auch persönlich. Die Kursteilnehmenden erleben unmittelbar, dass das Bonner Kulturangebot allen Bevölkerungsgruppen offen steht und nutzen die Angebote teilweise später auch gemeinsam mit ihren Familien.

Im Rahmen der neuen Kooperation zwischen Beethoven-Haus und Volkshochschule sind darüber hinaus weitere Projekte angedacht, die die kulturelle Differenz zwischen Herkunfts- und Aufnahmeland der Teilnehmern an Integrationskursen in den Blick nehmen. Die musikalische Herkunftskultur der Migrantinnen und Migranten soll dabei genauso berücksichtigt werden wie die deutsche und europäische Musikkultur. Zielsetzung der Projektarbeit ist neben dem interkulturellen Austausch ein umfassendes gegenseitiges musikkulturelles Verständnis des Herkunfts- und Aufnahmelandes.
 
EINE ART CLUB geht an den Start
Vier Kultureinrichtungen gründen gemeinsam eine Kulturinitiative für junge Erwachsene
Vier Kultureinrichtungen gründen gemeinsam eine Kulturinitiative für junge Erwachsene

Bonn, 04.10.2011. – "Volle ART Voraus" lautet das Motto, mit dem EINE ART CLUB heute startet. Das Projekt, eine Initiative des August Macke Hauses, des Bonner Beethoven-Hauses, des Max Ernst Museums Brühl sowie des LVR-LandesMuseums Bonn, spricht mit seinem Programm vor allem junge Kunst- und Kulturinteressierte im Alter von 18-35 Jahren in Bonn und Umgebung an. Nach dem Vorbild bereits bestehender junger Kunstfreunde in anderen deutschen Städten bietet EINE ART CLUB Studenten und jungen Kulturinteressierten eine Plattform, auf der eigene Ideen und Vorschläge für Veranstaltungen eingebracht und umgesetzt werden können. Das kreative Engagement der Mitglieder ist hierbei Basis für die interaktive Clubgemeinschaft und die weitere Programmgestaltung.

Den Club haben drei junge Mitarbeiter der Trägereinrichtungen an den Start gebracht: Jasmin Görlich vom LVR-LandesMuseum Bonn/Max Ernst Museums Brühl des LVR, Sabina Libertini vom Beethoven-Haus Bonn und Michael Stockhausen für das August Macke Haus. Das Corporate Design entwickelte die angehende Kommunikationsdesignerin Rebecca Möseler, die EINE ART CLUB kurzerhand zu ihrem Diplomthema machte. Begleitet und unterstützt wurde das Team dabei von Klara Drenker-Nagels, Direktorin des August Macke Hauses, Ursula Timmer-Fontani, Leiterin Kammermusiksaal und Kommunikation des Beethoven-Hauses, und Lothar Altringer, stellv. Direktor des LVR-LandesMuseums Bonn.

Anders als die meisten Vereinigungen junger Kunstfreunde fokussiert EINE ART CLUB aber nicht nur auf eine Kunstform, sondern bindet verschiedene Künste und Ansätze in sein Programm ein. Dank der vier unterschiedlichen Gründungseinrichtungen versprechen sich die Starthelfer ungewöhnliche Dialoge jenseits thematischer oder institutioneller Grenzen. "Das finde ich besonders spannend, da ergeben sich ganz neue Seh-, Hör-, ja Denkweisen, die wir gemeinsam erleben und diskutieren möchten", freut sich Sabina Libertini vom Beethoven-Haus. "Der Club ist eine tolle Möglichkeit, ein eigenes Kulturprogramm in Bonn auf die Beine zu stellen, was zu bewegen. Bonn ist eine junge Uni-Stadt und so vielfältig, das wollen wir nutzen."

Für die ersten Monate steht das Programm bereits und ist im Internet sowie auf den ausliegenden Einladungskarten angekündigt. In einer exklusiven Preview am 05.Oktober öffnet das neukonzipierte August Macke Haus für den Club erstmalig seine Türen. Die eigentliche Eröffnungsveranstaltung findet am 04. November statt. "EINE ART CLUB ABEND. Junge Dokumentarfotografie im Fokus" lädt dann zu einem lockeren Auftakt mit Künstlergesprächen, aktuellen Themen und Livemusik ins LVR-LandesMuseum Bonn ein. "Wir hoffen natürlich auf ein positives Feedback und nette Mitstreiter, die kreative Impulse und ungewöhnliche Ideen für neue Veranstaltungen einbringen", meint die Kunstgeschichtsstudentin Kathrin Michel, die EINE ART CLUB schon seit ein paar Wochen in ihrer Freizeit unterstützt.

Bei den Veranstaltungen sind alle Interessierten zwischen 18 und 35 Jahren herzlich willkommen. Wer mitmachen möchte, kann für 15,00 € im Jahr die Club-Card an den Kassen der vier Institutionen erwerben. Mit ihr erhält man freien Eintritt ins LVR-LandesMuseum Bonn, ins Max Ernst Museum Brühl des LVR, ins August Macke Haus, ins Beethoven-Haus sowie Vergünstigungen bei den EINE ART-Veranstaltungen. "Aber man muss kein Mitglied sein, um bei uns oder den Programmpunkten mitmachen zu können", betont Jasmin Görlich vom LVR-LandesMuseum/Max Ernst Museum Brühl des LVR.
Weitere Informationen, Kontaktdaten und die Möglichkeit zur Anmeldung bietet die clubeigene Homepage: www.eineartclub.de, und natürlich gibt es den Club auch bei Facebook.


Kontakt :
Jasmin Görlich
Wissenschaftliche Volontärin
LVR-Museumsverbund
Tel. 0228 2070 276
jasmin.goerlich@lvr.de

Für weitere Auskünfte zu den beteiligten Häusern stehen Ihnen außerdem zur Verfügung:
Lothar Altringer
Stellvertretender Direktor
LVR-LandesMuseum Bonn
Tel. 0228 2070 288
Lothar.altringer@lvr.de

Dr. Klara Drenker-Nagels
Direktorin August Macke Haus Bonn
Tel. 0228 65 55 31
buero@august-macke-haus.de

Ursula Timmer-Fontani
Leiterin Kammermusiksaal & Kommunikation
Beethoven-Haus Bonn
Tel. 0228 98 175 16
ursula.timmer@beethoven-haus-bonn.de
 
Internationaler Kongress: Widmungen bei Haydn und Beethoven
29. September bis 1. Oktober 2011
Personen - Strategien - Praktiken

Internationaler musikwissenschaftlicher Kongress, veranstaltet vom Beethoven-Archiv Bonn und dem Joseph Haydn-Institut Köln in Verbindung mit dem Beethovenfest Bonn, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

29. September bis 1. Oktober 2011 im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn

Ein großer Teil der Kompositionen von Joseph Haydn (1732–1809) und Ludwig van Beethoven (1770–1827) ist Adelspersonen und Bürgern gewidmet. Die offizielle Dedikation gedruckter Werkausgaben war insbesondere für Beethoven eine existentielle Notwendigkeit. Widmungen sind aber keine bloße Äußerlichkeit. Sie situieren Werke gesellschaftlich und beeinflussen ihre Rezeptionsgeschichte. Das zeigen jene populär gewordenen Beinamen, in denen Widmungsträger namensgebend geworden sind wie etwa Haydns Esterházy-Sonaten und Beethovens Waldstein- und Kreutzer-Sonate oder das Erzherzog-Trio.
Haydn und Beethoven gehörten verschiedenen Generationen an und verstanden ihre Rolle als Künstler ganz unterschiedlich. Dennoch bestehen im Widmungsverhalten der beiden Klassiker auch deutliche Parallelen – nicht nur wegen der teilweise identischen Widmungsadressaten.
Wie kommen Widmungen zustande, welche Zwecke verfolgen sie, wie artikulieren sie sich sprachlich und typographisch, welche Beziehung besteht zwischen Werk und Widmungsträger, welche Konsequenzen erwachsen daraus für die Wirkungsgeschichte?
Diesen Fragen zu den sozialen, politischen, gattungsgeschichtlichen und ästhetischen Funktionen und Erscheinungsweisen von Widmungen geht der Kongress nach.

Der Kongress wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und in Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn 2011 durchgeführt.

Die Veranstaltung ist für alle interessierten Besucher offen, der Eintritt ist frei.

In Beethovens Geburtshaus (Museum) wird die Sonderausstellung Freundschaftsgabe oder Kalkül? - Beethovens Widmungen gezeigt (28. September 2011 bis 26. Februar 2012).


Donnerstag, 29. September
18.00 Eröffnung

Begrüßung
Prof. Manfred Harnischfeger, kommissarischer Direktor des Beethoven-Hauses
Prof. Dr. Wolfram Steinbeck, Vorstand des Joseph Haydn-Instituts e.V.

Vortrag
Prof. Dr. Norbert Oellers, Bonn
Anrede- und Gruß-Formeln in der deutschen Briefliteratur und in Widmungstexten um 1800

Musikalische Umrahmung: Rebecca Maurer, Nürnberg, spielt auf einem Tafelklavier aus den Sammlungen des Beethoven-Hauses

Empfang


Freitag, 30. September
9.00
Einführung: Dr. Armin Raab, Köln

9.15
Prof. Dr. Axel Beer, Mainz
Widmungen in der Geschichte des Musikdrucks. Ein historischer Überblick

10.00
Dr. Emily Green, New Haven
Dedications as Reception History. A Typology of Exchange, 1785–1830

11.30
Dr. Mekala Padmanabhan, Chennai (Indien)/London
Dedications to Haydn by London Keyboard Composers (1790–1800)

Mit musikalischer Ausgestaltung durch Rebecca Maurer, Nürnberg

14.30
Dr. Gerhard J. Winkler, Eisenstadt
Zwischen Strategie und Zueignung: Widmungen an Männer und an Frauen

15.15
Prof. Dr. Tom Beghin, Montreal
"The Lady Named on the Title Page". The Rhetoric of Dedication in Haydn’s Keyboard Music

16.45
Prof. Dr. James Webster, Ithaca, N.Y.
"Al mio caro Amico Haydn". Zum Widmungstext von Mozarts "Haydn-Quartetten"

17.45 Führung durch die Ausstellung Freundschaftsgabe oder Kalkül? - Beethovens Widmungen in Beethovens Geburtshaus (Museum)

20.00 Konzert Beethoven-Fest
Ganz oben angekommen
Beethovenhalle
Truls Mørk (Violoncello), Rotterdams Philharmonisch Orkest, Yannick Nézet-Séguin (Dirigent)
Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 h-Moll op. 104
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll


Samstag, 1. Oktober
9.00
Einführung: Prof. Dr. Bernhard Appel, Bonn

9.15
Prof. Dr. Birgit Lodes, Wien
Widmungen – öffentlich oder privat?

10.00
Dr. Maria Rößner-Richarz, Bonn
Beethovens Bonner Widmungsträger vor und nach 1792

11.30
Anna Schirlbauer, M. A., Wien
Nikolaus Zmeskall – zwischen Musik und Bürokratie, Österreich und Ungarn

14.30
Prof. Dr. Larissa Kirillina, Moskau
"Galitzin, der Cellist". Prinz Nikolai Borissowitsch Golizyn als Musiker

15.15
Prof. Dr. William Kinderman, Urbana/Champaign, Ill.
Beethovens Widmungen (und Nicht-Widmungen) an Musiker aus seinem Bekanntenkreis

16.30
Abschlussgespräch

20.00 Konzert Beethoven-Fest
Grenzen überwinden. Campus-Konzert
Beethovenhalle
Arabella Steinbacher (Violine), National Youth Orchestra of Iraq, Mitglieder des Bundesjugendorchesters, Paul MacAlindin (Dirigent)
Ali Authman: »Invocation« (Uraufführung, kurdisches Auftragswerk der Deutschen Welle)
Mohammed Amin Ezzat: »Desert Camel« (Uraufführung, arabisches Auftragswerk der Deutschen Welle)
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 D-Dur Hob. I:104
Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61


 
Bildungsinitiative zeichnet Kinderprojekt aus
"Beethoven und sein Haus - mobil" ist Endrundenteilnehmer
Seit dem laufenden Schuljahr geht das Beethoven-Haus mit seinem Grundschulprojekt "Beethoven und sein Haus- mobil" in die Schulen. Beim renommierten Wettbewerb "Kinder zum Olymp!" der Kulturstiftung der Länder wurde das Projekt nun als Endrundenteilnehmer ausgezeichnet. Das Pädagogik-Team des Beethoven-Hauses freut sich über die Anerkennung für diese Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, Grundschulkinder nachhaltig mit Beethoven und seiner Musik in Berührung zu bringen. Sechs Mitarbeiterinnen geben seit Schuljahresbeginn in mehreren Grundschulen in Bonn und Köln regelmäßig eine "Beethoven-Stunde". Die Kinder lernen auf diese Weise Beethoven als Menschen und als Künstler kennen, erfahren spielerisch Einzelheiten aus seinem Leben und hören einige seiner Werke. Auf diese Weise kommen auch Kinder mit dem großen Komponisten und der klassischen Kultur in Kontakt, die sonst keinen Zugang dazu hätten. Am Ende steht jeweils ein Besuch im Beethoven-Haus, der die Eindrücke bei den Kindern noch einmal vertieft.


 
Merian-Redaktion zählt Beethoven-Haus zu den bedeutendsten Kulturattraktionen Deuschlands
Bonn ist eine Reise wert
Die Bonner Museumsmeile und das Beethoven-Haus sind immer eine Reise wert. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Jury aus Redakteuren der Zeitschrift Merian und Kulturschaffenden, die eine Liste deutscher Kultur-Reiseziele für das neue Merian-Extra-Magazin "Reiseziel Kultur" zusammengestellt hat. Vier Mal ist Bonn darin vertreten: das Haus der Geschichte, das Beethoven-Haus, das Museum Koenig sowie die Bundeskunsthalle gehören zu den bedeutendsten Kulturattraktionen in Deutschland.

Das Heft nimmt 200 Ausflugsziele für Kulturinteressierte in Deutschland unter die Lupe. Zu den vorgestellten Destinationen gehören beispielsweise auch die Domschatzkammer Aachen, die Museumsinsel in Berlin, die Zeche Zollverein in Essen, das Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße, die Neue Pinakothek in München und die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar.


 
Tage der Musik im Beethoven-Haus
Offene Führungen und Konzerte am 18. bis 19. Juni 2011
Tage der Musik im Beethoven-Haus

Offene Führungen und Konzerte am 18. und 19. Juni

In ganz Deutschland findet auch in diesem Jahr wieder auf Initiative des Deutschen Musikrats ein "Tag der Musik" statt. Vom 17. bis 19. Juni beteiligen sich Musizierende und Musikeinrichtungen deutschlandweit mit zahreichen Veranstaltungen.

Auch das Bonner Beethoven-Haus bietet aus diesem Anlass seinen Besuchern etwas Besonderes:

Am Samstag, den 18. Juni, und Sonntag, den 19. Juni, findet jeweils um 14:30 Uhr eine Offene Führung für alle statt, und ab 15:30 Uhr schließt sich jeweils ein Konzert auf dem historischen Hammerflügel im Museum an. Pianist Peter Köcsky spielt die berühmte "Mondschein-Sonate" op. 27 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen sind unter Tel. 0228 98175-25 erhältlich.
 
"fac simile – nur gleich gemacht?"
Mittwoch, 23. März, 19:00 Uhr (Kammermusiksaal – Eintritt frei)
erfahren Sie am Mittwoch, 23. März, 19 Uhr im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses mehr über Sinn und Zweck aufwändig hergestellter Faksimile-Ausgaben. Dr. Michael Ladenburger (Kustos der Sammlung) und Prof. Dr. Bernhard R. Appel (Archiv- und Verlagsleiter) sowie Jan van der Most (Graphikexperte und Buchgestalter, Düsseldorf) stellen unter verschiedenen Blickwinkeln die im Dezember 2010 erschienene Faksimile-Ausgabe von Beethovens Handschrift der Diabelli-Variationen vor. Das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen und sich am Gespräch zu beteiligen. Das Podiumsgespräch (Eintritt frei) ist eine Begleitveranstaltung zu der bis 18. Mai gezeigten Sonderausstellung im Beethoven-Haus/Museum: "In guter Gesellschaft - Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten 10 Jahre".
 
Beethoven und der Karneval
Prinz Christoph I. und Bonna Karin IV. im Beethoven-Haus
Prinz Christoph I. und Bonna Karin IV. besuchten das Beethoven-Haus

Bonn, 3. März 2011 - Als einzige Musikinstitution in Bonn hatte diesmal das Beethoven-Haus die Ehre des Besuchs von Karnevalsprinz Christoph I. und Ihrer Lieblichkeit Bonna Karin IV.. Begleitet von ihrem Gefolge wurden Prinz und Bonna im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses von Direktor Manfred Harnischfeger empfangen. Harnischfeger, selbst aktiver Karnevalist, empfing das Prinzenpaar mit den Worten: „Der Karneval in Bonn gehört zum Brauchtum, und das Beethoven-Haus gehört ebenfalls in Bonn zum Brauchtum." Zahlreiche Mitarbeiter des Beethoven-Hauses hießen Prinz und Bonn mit kräftigem „Bonn Alaaf" und unterhaltsamen Darbietungen willkommen. Auch vom Beethovenfest und Beethoven Orchester Bonn waren Kollegen und Kolleginnen gekommen, um gemeinsam im Beethoven-Haus dem Prinzenpaar einen würdigen Empfang zu bereiten. Und selbst Beethoven (alias Stefan Eisel) ließ sich nicht lange bitten und bot am Klavier einige seiner zahlreichen karnevalistischen Werke dar.

Legende zum Foto: Prinz Christoph I. und Bonna Karin IV., Prinzenführer und Beethoven-Haus-Direktor Manfred Harnischfeger im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses
 
Nobelpreisträger im Beethoven-Haus
US-Ökonom war vom historischen Hammerflügel begeistert
Wirtschaftsnobelpreisträger James J. Heckman besuchte am vergangenen Freitag (28.01.2011) mit einer kleinen Delegation das Bonner Beethoven-Haus. Heckman ist Professor an der Universtiät Chicago und Research Fellow des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA). Im Rahmen seines Aufenthaltes in Bonn hielt er Vorträge auf einer Fachtagung des IZA sowie an der Bonn Graduate School of Economics. Als begeisterter Musikliebhaber ließ sich Heckman bei seinem Besuch in Beethovens Geburtshaus von Museumsführerin Christine Köndgen eingehend informieren. Besonders fasziniert zeigt er sich von einem Vortrag der Mondscheinsonate auf dem historischen Hammerflügel aus der Beethoven-Zeit.
 
Beethoven-Bild "Prometheus" von Michael Triegel
Ansicht, Informationen, Bestellung
Der Maler Michael Triegel hat dem Beethoven-Haus ein Kunstwerk als Benefizgabe zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um eine Serie von 30 Radierungen mit dem Titel "Prometheus". Die vom Künstler individuell bearbeiteten Drucke kosten 660,- Euro und können im Beethoven-Haus erworben werden (siehe Bestellformular). Der Erlös kommt dem Erwerb und der Faksimilierung der Originalhandschrift von Beethovens Diabelli-Variationen op. 120 zugute. Triegel gilt als einer der führenden Vertreter der Leipziger Schule und besitzt ausgeprägte musikalische Neigungen. Für seine tiefsinnigen Bildprogramme wird er sehr geschätzt. Die in außerordentlicher handwerklicher Fertigkeit hergestellten Radierungen sind auf Bütten gedruckt, 53 x 38,5 cm / Bildausschnitt 19,5 x 19,5 cm groß, handlaviert und vom Künstler betitelt, datiert (Leipzig 2007/2009), signiert und nummeriert.

 
Ausstellungsstück des Monats Dezember
Grüße zum Neuen Jahr aus Beethovens Zeit
Passend zum bevorstehenden Jahreswechsel präsentiert das Beethoven-Haus eine besondere Auswahl an ansprechenden Neujahrswünschen aus Beethovens Bonner Freundeskreis. Die Grußkarten sind aufwändig gestaltet, z.T. auf Seide gedruckt und mit Holz- und Kupferstichen verziert. Sie sind aber nicht nur schön anzuschauen, sondern auch ausgesprochen nett zu lesen. So wünschte der junge Lorenz von Breuning seiner großen Schwester "viel Freude, Heiterkeit und muntern Scherz", während der jugendliche Stephan seiner Mutter Helene von Breuning – gewissermaßen entschuldigend – für die Zukunft bessere Aussichten versprach: "Dieses Jahres erster Morgen/Bringe Dir versöhntes Glück,/Und für jede Deiner Sorgen/Tausendfache Lust zurück." Gezeigt werden auch zwei handschriftliche Neujahrsgrüße Beethovens. Er schickte eine gestochene Darstellung von Amor und Psyche an die "schelmische Comtesse Charlotte Brunsvik", die jüngste Schwester seiner – nicht nur – Klavierschülerinnen Therese und Josephine sowie musizierende Engel an die von ihm als Pianistin hoch geschätzte Baronin Dorothea von Ertmann.

Am 6. Dezember kann man den Blick auf das Objekt des Monats mit einer Sonderführung durch die aktuelle Ausstellung "Ins Offene... Beethovens Kammermusik mit Klavier" verbinden. Die Sonderführung wird letztmalig angeboten und beginnt um 16 Uhr (Treffpunkt Museumsfoyer).
 
Auf den Spuren von Johann Sebastian Bach
Musikreise des Vereins nach Köthen, Leipzig und Mühlhausen
9. Sinfonie mit Kurt Masur
Öffentliche Proben und Konzerte beim Meisterkurs für Dirigieren
Bundeszentrale für politische Bildung empfiehlt Kinderseite des Beethoven-Hauses
"Hallo Beethoven" für Schule und Unterricht
Soeben erschienen ist die Publikation "Perlen im Netz. Ausgewählte Internetseiten für Schule und Unterricht" der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie stellt darin nicht-kommerzielle Internetseiten mit Lernangeboten für Schülerinnen und Schüler vor, die sie für besonders gelungen hält. In der Rubrik Musik/Kunst empfiehlt die Bundeszentrale neben drei weiteren Angeboten die Internetseite "Hallo Beethoven", die vom Bonner Beethoven-Haus erarbeitet und Ende 2007 online gestellt wurde.

"Hallo Beethoven" richtet sich an Kinder im Alter von 9-13 Jahren. Sie führt die Kinder spielerisch, mit Audios und Animationen, kurz gehaltenen Texten und zahlreichen Hintergrundinformationen in Beethovens Leben und Werk ein. "'Hallo Beethoven' ist besonders durch die schülergerechte Aufmachung und die interaktiven Elemente spannend", so die Empfehlung der Bundeszentrale. Als deutsch- und englischsprachige Seite eigne sie sich auch besonders für den bilingualen Unterricht.

Die Kinderseite des Beethoven-Hauses hat seit ihrer Freischaltung viel Lob bekommen. Sie wird jeden Monat von rund 10.000 Nutzern aufgerufen. Das Beethoven-Haus hat auf seiner Homepage auch weitere Links mit Unterrichtsmaterialien zu Beethoven zusammen gestellt. Diese Linksammlung ist ebenfalls von der Seite "Hallo Beethoven" aus erreichbar.
 
Beethoven-Impressionen in Glas. Eine farbige Welt der Klänge
Ausstellung im Kammermusiksaal bis 7. November 2010
Im Rahmen eines Unterrichtsprojektes beschäftigten sich Schüler der Glasfachschule Rheinbach und seiner Partnerschulen mit dem Leben und Werk Beethovens. Durch das spezielle Herstellungsverfahren der Objekte entsteht eine besondere räumliche Tiefenwirkung. Die vielfältigen Impressionen stellen einen Streifzug durch das Leben Beethovens dar. Zu der Ausstellung ist ein exquisiter kleiner Katalog erhältlich (Preis 5,- Euro).
 
Ausstellungsstück des Monats Oktober
Zeichnung des "Café Hardi"
Bis Ende Oktober wird passend zur aktuellen Sonderausstellung eine Zeichnung des Kaffee Hardi in Karlsbad von 1830 präsentiert. Die Innenansicht des Kaffeehauses verdeutlicht die Bedeutung des Klaviers für die gepflegte Unterhaltung in der damaligen Zeit. Auf dem Pult des Hammerflügels stehen Noten, in einem Regal unter dem Klavier sind weitere Bände zu sehen. Das Kaffeehaus ist sehr hübsch eingerichtet, zahlreiche Graphiken schmücken die Wände – ein einladender Ort also für das Klavierspiel: solistisch, vierhändig, zur Begleitung einer Singstimme oder in kleiner kammermusikalischer Besetzung.
 
Podiumsdiskusion zu "Christus am Ölberge"
Donnerstag, 30.09.2010 - 18 Uhr im Kammermusiksaal - Eintritt frei
Die Podiumsdiskussion lädt ein, mehr über die Edition von Ludwig van Beethovens einzigem Oratorium "Christus am Ölberge" und die damit verbundenen Neuerkenntnisse zu erfahren. Die Ausgabe erschien kürzlich in der Gesamtausgabe der Werke Beethovens. Erstmals ist dabei der ursprüngliche, von Beethoven stammende Vokaltext in einer Druckausgabe berücksichtigt worden und steht somit den Musikern für Aufführungen zur Verfügung. Als Gesprächspartner stehen die Herausgeberin des Oratoriums, Frau Dr. Anja Mühlenweg, sowie der Dirigent Christoph Spering Rede und Antwort. Christoph Spering hat das Oratorium beim Beethovenfest Bonn 1999 erfolgreich aufgeführt, die daraus entstandene CD gilt bis heute als wegweisend.

Donnerstag, 30.09.2010 - 18 Uhr im Kammermusiksaal - Eintritt frei
Moderation: Dr. Christoph Vratz
 
Ausstellungsstück des Monats August
Beethovens Urlaubsgruß nach Wien
Beethoven schreibt aus der "Sommerfrische" an den Klavierbauer und fragt an, ob er nach seiner Rückkehr nach Wien im Oktober wieder ein Klavier von ihm leihen könne. Mit dem französischen (wohl der Erard-Flügel von 1803) sei er nicht mehr zufrieden. Er bittet den Freund um Rat, wie man dieses Klavier am günstigsten verkaufe. Der Komponist befand sich spätestens seit Anfang August in Baden, für das Jahr 1810 ist nicht genau belegt, wo er logierte.

Wie der Adel und viele Wiener Bürger, so floh auch Beethoven in den heißen Sommermonaten aus der stickigen Stadt in die landschaftlich reizvollen Orte der Umgebung. Zahlreiche Sommeraufenthalte verbrachte er im etwa 30 km südlich von Wien gelegenen Baden, wo ihm nicht nur die Badekuren und Ausflugsmöglichkeiten, sondern auch der gute Wein zugesagt haben dürften. Das zeitgenössische kleine Bändchen "Naturschönheiten und Kunstanlagen der Stadt Baaden in Österreich und ihrer Umgebungen" enthält wie ein moderner Reiseführer einen Stadtplan nebst Beschreibung der kulturellen Sehenswürdigkeiten und der Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung. Man darf annehmen, dass die beschriebene Wanderung ins romantisch malerische Helenenthal mit seinen drei Burgruinen Rauhenstein, Rauheneck und Scharfenstein auch zu Beethovens Touren gehört hat.
 
Ausstellungsstück des Monats Juli
Zum Schumann-Jahr: Schumanns Originalhandschrift der Variationen über ein eigenes Thema für Klavier Es-Dur
In der Reihe "Objekt des Monats" zeigt das Beethoven-Haus im Juli anlässlich des Schumann-Gedenkjahres zum 200. Geburtstag des Komponisten die Originalhandschrift seiner "Variationen über ein eigenes Thema für Klavier Es-Dur".

Wenige Wochen, bevor Robert Schumann auf eigenen Wunsch in die Nervenheilanstalt zu Bonn-Endenich eingeliefert wurde, wo er am 29. Juli 1856 verstarb, begann er mit der Komposition der Variationen Es-Dur über ein eigenes Thema. Schumann schrieb das Thema in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar 1854 mit Bleistift nieder. Der Beiname "Geistervariationen" resultiert daraus, dass er glaubte, das Thema sei ihm aus dem Jenseits eingegeben worden. Später zog er den Notentext mit Tinte nach und fügte die 1. Variation hinzu. Inmitten der 5. und letzten Variation unterbrach Schumann die Arbeit und unternahm einen Selbstmordversuch durch einen Sprung in den Rhein. Nach seiner Rettung schloss er die Komposition ab.

Neben dieser befinden sich noch zwei weitere Schumann-Handschriften in der Sammlung des Beethoven-Hauses: Das bereits im Juni gezeigte "Klavierbüchlein für Marie" und ein Entwurf für ein Titelblatt für die Klavierfantasie op. 17.
 
Originalhandschrift der Diabelli-Variationen erworben
Variationes delectant!
Wir danken allen Freunden und Förderern, allen Künstlern und über 3.000 Beethoven-Freunden in der ganzen Welt für die Unterstützung beim Erwerb des Originalmanuskripts der Diabelli-Variationen!

Vorschau auf das Autograph
Weitere Informationen
Sonderausstellung
Pressemeldungen
ARD Tagesschau
 
SingMit zeigt erste Erfolge
Erstklässler der Paulus- und Jahnschule präsentieren ihre Ergebnisse
Neue Internetausstellung
Die Macht der Musik - das kulturelle Leben im deutschen Kriegsgefangenenlager Bando in Japan

Die Macht der Musik



Zusätzlich zu den wechselnden Sonderausstellungen im Museum des Beethoven-Hauses bieten wir auf unserer Homepage Internetausstellungen an - soeben veröffentlicht wurde:

Die Macht der Musik - Das kulturelle Leben im deutschen Kriegsgefangenenlager Bando in Japan
 
"Objekt des Monats" im Museum
Im neu gestalteten Sonderausstellungsraum ist ein monatlich wechselndes Objekt aus der Sammlung zu sehen
Im Mai wird ein Brief präsentiert, den Beethoven vor genau 200 Jahren an seinen Bonner Jugendfreund Franz Gerhard Wegeler schrieb. Er schildert dem Vertrauten seine durch die zunehmende Schwerhörigkeit schwierige Lage und bittet, ihm einen Taufschein zu besorgen. Wegeler war als verdienstvoller Medizinalbeamter in französischen Diensten in Koblenz tätig. Beethoven hatte damals zum einzigen Male in seinem Leben konkrete Heiratspläne und benötigte dafür einen amtlichen Taufschein. Seine Verbindung mit Therese Malfatti war jedoch vermutlich bereits gescheitert, als der ebenfalls gezeigte, am 2. Juni 1810 ausgestellte Taufschein in Wien eintraf. Beethoven bezweifelte die Korrektheit des Dokuments. Er war der Meinung, mit seinem früh verstorbenen Bruder gleichen Namens verwechselt worden zu sein.
 
"Welterbe"-Sternfahrt beginnt im Beethoven-Haus
Der WDR veranstaltet für seine Hörer am 29. Mai 2010 eine Bustour von Bonn über Brühl und Köln nach Essen
Lernort Beethoven-Haus
Studierende des Bonner Abendgymnasiums/Kollegs führen ihre Mitschüler durch das Beethoven-Haus
Mit dem "Projekt Beethoven-Haus" setzt das Bonner Abendgymnasium und Kolleg WbK Bonn seine vor zwei Jahren begonnene Zusammenarbeit mit einer kulturellen Institution als "außerschulischem Lernort" fort. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden des Abendgymnasiums/Kollegs in und durch das Beethoven-Haus zu führen und sie somit in direkten Kontakt mit dem Umfeld klassischer Musik zu bringen. Hierfür arbeiteten Studierende der höheren Semester Führungen für ihre Kommilitonen der jüngeren Semester aus.

Zwanzig Studierende der höheren Semester hatten sich für die Teilnahme am Projekt gemeldet. Sie nahmen hierfür zunächst an einer Führung durch das Beethoven-Haus teil und entwickelten anschließend im Austausch mit ihren beiden Lehrerinnen sowie den Mitarbeiterinnen des Beethoven-Hauses bestimmte thematische Schwerpunkte, die als roter Faden die eigene Führung durch das Museum durchziehen sollten. Fünf Kleingruppen entschieden sich für jeweils zwei Themenschwerpunkte: Beethovens Gönner und Beethovens politische Einstellung, Beethovens Instrumente und seine Gehörlosigkeit, Beethovens Jugend und sein Alltag sowie Beethoven als Familienmensch und sein Aussehen.

Jeder Gruppe wurden Mentorinnen aus dem Beethoven-Haus zugeteilt.
Für die Ausarbeitung ihrer Führungen besuchten die (Mitglieder) der einzelnen Gruppen erneut das Beethoven-Haus, auch mit Audioguide, nutzten die Informationen, die das Beethoven-Haus im Internet bereit stellt und orientierten sich in der Bibliothek des Beethoven-Hauses mithilfe einer für sie zusammengestellten Literaturliste.
Gut vorbereitet hielt jede Gruppe dann am 22. Januar vor ihrer Mentorin eine "Generalprobe" ihrer ausgearbeiteten Führung ab.

Am 26. und 27. Januar führten die Studierenden dann an die 100 Kommilitonen der jüngeren Semester in mehreren Gruppen eigenständig durch das Beethoven-Haus.
Die Führungen stützen sich zwar auf Objekte, die die gewählten thematischen Schwerpunkte illustrieren, behandelten aber auch andere für Beethovens Biographie relevante Ausstellungsobjekte und ergeben so einen ziemlich umfassenden Einblick in Beethovens Leben. Jede Gruppe schloss ihre Führung mit einem Musikstück von Beethoven ab.

"Vor Beginn des Projekts waren mir die Person Beethoven und sein Schaffen nahezu unbekannt", resümiert Christoph. Im Laufe des Projekts "ist es uns, so denke ich, gelungen einen gewissen Wissensschatz über den großen Sohn unserer Stadt zu erwerben." Und auch an die Musik, mit der er nach dem ersten Hören noch nichts anfangen konnte, hatten Christoph und seine Kommilitonen sich nach einigen Malen bereits gewöhnt.

Auch die Reaktionen der "geführten" Studierenden waren durchweg positiv bis begeistert.


 
Bonner Prinzenpaar im Beethoven-Haus
Stefan Eisel tritt als Beethoven auf
Bonn, 28. Januar 2010 - Über hohen Besuch konnte sich Philipp Adlung, Direktor des Beethoven-Hauses, in diesen Tagen freuen: Prinz Amir I. und Bonna Uta I. gaben samt Hofstaat dem Beethoven-Haus die Ehre. Sie wurden von zahlreichen Mitarbeitern und einigen Mitgliedern des Vereins Beethoven-Haus im Kammermusiksaal empfangen. Dort wartete eine Überraschung auf das hohe Paar: Beethoven selbst (alias Stefan Eisel, Mitglied der Bonner CDU und bis 2009 Parlamentarier im Bundestag) ließ es sich nicht nehmen, das Prinzenpaar zu begrüßen und ihm am Klavier zu demonstrieren, dass viele der bekannten Karnevalslieder aus seiner Feder stammen. Beethoven gab sich auch alle Mühe, den "Holsteiner Adlung" in den rheinischen Karneval einzuführen. Dieser freute sich schließlich über den Orden, der ihm von Prinz Amir I. verliehen wurde.


Legende zum Foto:
v.l.n.r.: Beethoven (alias Stefan Eisel), Prinz Amir I., Bonna Uta I., Philipp Adlung (Direktor des Beethoven-Hauses)
 
Originalhandschrift der Diabelli-Variationen soll erworben werden
Beethoven-Haus ruft zur Spendenaktion "Weltklassisch - eine Initiative für Beethoven" auf
Wahrscheinlich zum letzten Mal steht eine große Handschrift Beethovens zum Verkauf: das Originalmanuskript der Diabelli-Variationen. Dem Beethoven-Haus in Bonn bietet sich die einmalige Chance, dieses wertvolle nationale Kulturgut für seine Sammlung zu erwerben. Aus diesem Anlass startet die Bonner Institution am 27. April die Spendenaktion "Weltklassisch – eine Initiative für Beethoven". Zwei Millionen Euro fehlen dem Beethoven-Haus noch für den Erwerb. Diesen Betrag möchte es mit der Spendenkampagne zusammentragen.

Das Beethoven-Haus plant, das Dokument als Faksimile-Ausgabe sowie digital im Internet erstmals zugänglich zu machen. Die so genannten Diabelli-Variationen gelten als der bedeutendste Variationenzyklus der Musikgeschichte neben den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Der Dirigent und Vorstandsvorsitzende des Vereins Beethoven-Haus, Kurt Masur, appellierte bei der Auftaktveranstaltung zur Spendenkampagne an die Bevölkerung, die einmalige Chance zu nutzen, sich für den Erwerb des bisher unveröffentlichten Manuskripts einzusetzen. Die Originalhandschrift erlaubt wichtige Einblicke in Beethovens Arbeit, da sie letzte Überarbeitungen des Komponisten aufweist. "Je vertrauter wir mit Beethovens Werk sind, desto besser verstehen wir nicht nur den Komponisten, sondern auch unsere eigene Kultur", sagte Masur. Dieses Dokument ist die letzte nachgewiesene Originalhandschrift eines bedeutenden Werks von Beethoven, die sich noch in Privatbesitz befindet und überhaupt noch zum Kauf anstehen kann.

Lesen Sie mehr: Vom Zauber der Notenschrift

Einen Beitrag zum Ankauf der Originalhandschrift zu leisten ist im Internet unter www.weltklassisch.de möglich. Musikliebhaber können online eine Notenpatenschaft für 120 oder 60 Euro übernehmen oder eine Sondereditions-CD der Diabelli-Variationen kaufen. Die Erlöse fließen der Spendenaktion zu. Klassische Online-Spenden sind ebenfalls möglich.

Spendenmöglichkeiten – zur Aktion
  • Eine Sondereditions-CD mit einer Aufnahme der Diabelli-Variationen von Paul Komen auf einem historischen Hammerflügel eingespielt, wird für 19,90 Euro angeboten. Der Erlös kommt der Spendenaktion zugute.

  • Notenpatenschaften: Beethoven-Freunde können für einen ganzen Takt aus der Originalhandschrift für den Betrag von 120 Euro/bzw. 60 Euro für eine Note die Patenschaft übernehmen. Der Pate erhält eine Urkunde sowie einmalig freien Eintritt in das Beethoven-Haus in Bonn.

  • Spendenhomepage: www.weltklassisch.de

  • Spendenkonten:

  • Stiftung Beethoven-Haus Bonn
    Sparkasse KölnBonn (BLZ 37050198)
    Kontonummer: 1900839026
    Stichwort: Spende Erwerb Diabelli
    IBAN: DE 79 3705 0198 1900 8390 26
    BIC: COLSDE33

    Stiftung Beethoven-Haus Bonn
    Deutsche Bank AG Bonn (BLZ 38070059)
    Kontonummer: 079201001
    Stichwort: Spende Erwerb Diabelli
    IBAN: DE 14 3807 0059 0079 2010 01
    BIC: DEUTDEDK380

    Für jede Spende über 200,- Euro wird automatisch eine Spendenquittung ausgestellt. Bitte auf dem Überweisungsträger Adresse angeben.
    Für Spenden unter 200,- Euro reicht dem Finanzamt auch der Kontoauszug.
 
Beethoven-Haus richtet internationale Beethoven-Meisterkurse aus
Dirigier-Kurse ab 2009, Kammermusik-Kurse ab 2010
Beethoven-Haus feiert Jubiläum
120 Jahre Verein Beethoven-Haus und 20 Jahre Kammermusiksaal
Der 24. Februar 2009 hatte für das Beethoven-Haus eine besondere Bedeutung. An diesem Tag kann die Bonner Kultureinrichtung gleich auf zwei geschichtsträchtige Ereignisse zurückblicken: Vor 120 Jahren wurde im Hause des Verlegers Hermann Neusser von zwölf angesehenen Bonner Bürgern der Verein Beethoven-Haus gegründet, und auf den Tag genau 100 Jahre später konnte der Verein in unmittelbarer Nachbarschaft zu Beethovens Geburtshaus ein neues Gebäude einweihen, in das auch ein moderner Kammermusiksaal integriert worden war.
 
Donatoren des Beethoven-Hauses
Hans Stefan Steinheuer und Konrad Beikircher erhielten Urkunde
Der Kabarettist Konrad Beikircher und Zwei-Sterne-Koch Hans Stefan Steinheuer wurden für ihr Engagement für den Ankauf des Originalmanuskripts von Beethovens Diabelli-Variationen mit dem Ehrentitel "Donator des Beethoven-Hauses" ausgezeichnet. Die Urkunden überreichte Beethoven-Haus-Direktor Andreas Eckhardt.

Zum Dank für ihr Engagement zugunsten des Ankaufs des Originalmanuskripts der Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven, um die sich derzeit das Beethoven-Haus in Bonn bemüht, wurden der Kabarettist Konrad Beikircher und Zwei-Sterne-Koch Hans Stefan Steinheuer zu "Donatoren des Beethoven-Hauses" ernannt. Beikircher und Steinheuer hatten sich unter Verzicht auf ihre Honorare für ein Gala-Diner mit Lesung und Musik im Steigenberger Grandhotel Petersberg bei Bonn zur Verfügung gestellt. Durch die Veranstaltung, an der 120 Personen teilnahmen - darunter auch der Dirigent und Vorstandsvorsitzende des Vereins Beethoven-Haus, Kurt Masur - konnten rd. 100.000 Euro für den Ankauf der bedeutenden Handschrift eingenommen werden.

Die "33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli für Klavier" op. 120 von Ludwig van Beethoven gelten neben den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach als bedeutendster Variationenzyklus der Musikgeschichte. Derzeit bemüht sich das Bonner Beethoven-Haus um den Ankauf des Originalmanuskripts. Es handelt sich dabei um die wohl letzte große Beethoven-Handschrift, die überhaupt noch zum Verkauf kommt. Das Beethoven-Haus hat ein Vorkaufsrecht. Zahlreiche öffentliche Einrichtungen, Stiftungen, Banken, Unternehmen, Privatpersonen und Künstler haben sich bereits großzügig an dem Ankaufsprojekt beteiligt. Den noch fehlenden Betrag erhofft sich das Beethoven-Haus aus weiteren Benefizveranstaltungen, für die sich namhafte Künstler wie Anne-Sophie Mutter (29.11.), Elisabeth Leonskaja (19.11. - ausverkauft) oder Uri Caine (5.12.) zur Verfügung gestellt haben.
Nach dem Erwerb will das Beethoven-Haus die Handschrift für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Es soll ein Faksimile des Manuskripts hergestellt werden, und es wird in digitaler Form im Internet für jedermann weltweit abrufbar sein.
 
3SAT unterstützt den Ankauf der Diabelli-Variationen
Fünf Sendungen über Beethovens Variationenzyklus
In der Sendereihe "Kulturzeit" nähert sich der Kultursender 3SAT ab dem 18. November den Diabelli-Variationen von Beethoven, dem bedeutendsten Variationenzyklus der Musikgeschichte neben Bachs Goldberg-Variationen. In fünf Folgen unter dem Titel "Beethovens Geheimnisse - Die Welt der Diabelli-Variationen" zeigen Künstler die Einzigartigkeit dieses Werks und seines Komponisten. "Kulturzeit" unterstützt damit die Aktion "weltklassisch - eine Initiative für Beethoven" zum Erwerb der Originalhandschrift dieser Kominteger für das Bonner Beethoven-Haus.

Eröffnet wird die Reihe am 18. November von Rudolf Buchbinder, dem österreichischen Pianisten und ausgewiesenen Beethoven-Interpreten, der die Diabelli-Variationen bereits viele Male in seinen Konzertprogrammen spielte. Am 25. November folgen "33 fotografische Variationen": der Fotograf Felix Broede fotografierte den Pianisten Igor Levit beim Spiel der 33 Diabelli-Variationen und schuf damit eine stimmungsreiche Fotoreihe. Der Hammerklavier-Spezialist und Cembalist Andreas Staier zeigt am 2. Dezember, wie Beethoven in seinem Opus 120 mit den Hörgewohnheiten seiner Zeit spielte. "Beethoven goes Jazz" ist die Sendung am 9. Dezember überschrieben, die den New Yorker Jazz-Pianisten Uri Caine zeigt, wie er sich den Diabelli-Variationen mit der Sprache des Jazz nähert. In der letzten Sendung, die am 16. Dezember, also einen Tag vor Beethovens Tauftag, ausgestrahlt wird (Beethovens genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt, der 17. Dezember als Tauftag jedoch belegt), spürt der Pianist Lars Vogt schließlich Beethovens Geheimnissen in seiner letzten Klaviersonate nach.
Die Sendungen beginnen jeweils um 19:20 Uhr.

"Kulturzeit" verbindet die Sendereihe mit einem Aufruf, den Ankauf der Originalhandschrift der Diabelli-Variationen mit Spenden zu unterstützen. Das Beethoven-Haus erhofft sich davon noch einmal eine größere Aufmerksamkeit für sein großes Ankaufsprojekt. Nur noch bis Ende 2009 hat die Bonner Kultureinrichtung Zeit, um die erforderliche Summe zusammen zu tragen.
Öffentliche Einrichtungen, Stiftungen, Banken und Unternehmen haben bereits großzügige Unterstützung geleistet, und namhafte Künstler wie Anne-Sophie Mutter, Kurt Masur, Andras Schiff u.v.a. stellten sich für Benefizkonzerte zur Verfügung. Derzeit fehlen dem Beethoven-Haus noch rd. 396.000 Euro, um das Originalmanuskript erwerben zu können, bei dem es sich um die wohl letzte große Beethoven-Handschrift handelt, die überhaupt noch zum Verkauf steht.
 
Beikircher als Beethoven im Radio
"Familie Beethoven im kurfürstlichen Bonn"
Am Heiligabend (24.12.), um 21.05 Uhr, liest der Bonner Kabarettist Konrad Beikircher im Deutschlandfunk (UKW 89,1) aus dem Buch "Familie Beethoven im kurfürstlichen Bonn". Es ist eine Aufzeichnung aus dem Kammermusiksaal. Die Lesung wird später als Hörbuch erscheinen.
 
Anne-Sophie Mutter spielt für die Diabelli-Variationen
Benefizkonzert zugunsten des Ankaufsprojekts
Die weltberühmte Geigerin Anne-Sophie Mutter unterstützt den Erwerb der Originalhandschrift der Diabelli-Variationen für das Bonner Beethoven-Haus. Am 29. November gibt sie in der Beethovenhalle in Bonn mit ihrem Klavierpartner Lambert Orkis ein Benefizkonzert zugunsten des Ankaufsprojekts. Es ist bereits das vierte Mal, dass Anne-Sophie Mutter, die Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus ist, das Beethoven-Haus mit einem Benefizkonzert unterstützt.

Beethovens Werk hat für Anne-Sophie Mutter eine ganz besondere Bedeutung. "Kaum ein anderer Komponist hat der Menschheit soviel gegeben wie Beethoven. Für mich thront er auf dem Olymp - auch wegen seiner Schicksalsüberwindung. Sie offenbart eine Lebensphilosophie, die sich am deutlichsten in der Vertonung der Ode "An die Freude" widerspiegelt. Für mich ein Leitfaden durchs Leben", sagt die große Geigerin und ruft ihr Publikum dazu auf, sich ebenfalls mit einer Spende für den Erwerb der bedeutenden Beethoven-Handschrift einzusetzen.

Auf dem Programm des Konzerts am 29. November in der Bonner Beethovenhalle stehen die drei Violinsonaten von Johannes Brahms. Das Konzert ist bereits so gut wie ausverkauft.
 
Neue Ehrenmitglieder
Ehrenmitgliedschaft für Andreas Staier und José Antonio Abreu
Spende für Handschriften-Erwerb
Capella Andrea Barca spendet für Diabelli-Variationen
Die Mitglieder der Cappella Andrea Barca unter Leitung des ungarischen Pianisten András Schiff haben bei einem Besuch im Beethoven-Haus eine Spende für den Erwerb der Diabelli-Variationen bereit gestellt. Die Cappella Andrea Barca hatte beim diesjährigen Beethovenfest in Bonn zwei Konzerte gegeben. András Schiff ist Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus.
 
Neu - "Hallo Beethoven" für Kinder
"Hallo Beethoven" heißt eine neue Internetseite des Beethoven-Hauses. Die Seite richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis dreizehn Jahren. Am 5. Dezember 2007 wurde sie freigeschaltet.
"Hallo Beethoven" heißt eine neue Internetseite des Beethoven-Hauses, die mit maßgeblicher Unterstützung der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege erstellt wurde. Die Seite richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis dreizehn Jahren. Am 5. Dezember 2007 wurde sie freigeschaltet.

"Konnte Beethoven Trompete spielen? Woher kamen eigentlich seine Ideen? Was war sein Lieblingsessen? Hatte Beethoven ein Haustier?" - Kinder haben viele Fragen an das Leben des berühmten Komponisten. Antworten finden sie jetzt bei "Hallo Beethoven", der neuen Internetseite des Beethoven-Hauses Bonn.

Der große Komponist wird für die Kinder und Jugendlichen auf dieser Website vor allem als Mensch erfahrbar und nicht als überirdischer Held, als der er sonst häufig erscheint. Über verschiedene Themen können sich die Kinder und Jugendlichen Beethovens Lebenswelt erschließen. Die einzelnen Kapitel sind dabei unabhängig von einander. So kann sich jeder mit genau dem Bereich beschäftigen, der ihn am meisten interessiert - z.B. mit Beethovens Familie, mit seiner Schulzeit, seinen Freunden, seinem Tagesablauf, mit seinen Krankheiten oder aber auch mit historischen, sozialen und politischen Gegebenheiten seiner Zeit wie Krieg, Geld, Arbeit und Geschäftspartner.

Die Kinder und Jugendlichen lernen Beethoven auf unterhaltsame und spielerische Weise kennen. Witzige, zum Teil animierte Illustrationen, eine liebevolle Gestaltung, interaktive Dialoge, Musik und gesprochene
Originalzitate umrahmen die spannend erzählte Lebensgeschichte Beethovens.

Mit der Internetseite für Kinder und Jugendliche rundet das Beethoven-Haus sein Online-Angebot ab. Sie ist Bestandteil des Digitalen Beethoven-Hauses, das im Dezember 2004 - mit zwei neuen Besucherbereichen im Beethoven-Haus und einem umfangreichen Internet-Angebot - eröffnet wurde. Hauptbestandteil und Besonderheit ist das Digitale Archiv, in dem die Sammlung des Beethoven-Hauses (Handschriften, Erstausgaben und Bilder) in digitaler Form abrufbar ist.
 
Best Edition 2008
"Beethoven und der Leipziger Musikverlag Breitkopf & Härtel" erhält den Deutschen Musikeditionspreis
Das von Nicole Kämpken und Michael Ladenburger herausgegebene Buch "Beethoven und der Leipziger Musikverlag Breitkopf & Härtel" erhielt auf der Frankfurter Musikmesse den Deutschen Musikeditionspreis "Best Edition 2008" in der Kategorie Musikbücher/Sachbücher. Durch die geglückte Symbiose von Text und farbigen Abbildungen gelingt es, die facettenreichen Wechselwirkungen zwischen Komponist und Verlag lebendig zu vermitteln. Neben der hervorragenden Ausstattung und der reichen Bebilderung lobte die Jury auch die Idee, anhand von vier Werken des Komponisten die Beziehung zu seinem Verleger zu skizzieren und deren Entstehungsprozess unter Einwirken des Verlages zu verfolgen.
 
Beethoven in der Republik Moldau
Beethoven-Haus Bonn präsentierte mit großem Erfolg die Ausstellung "Beethoven und seine 9. Sinfonie" beim Beethovenzyklus "Beethovenissimo" in Moldau.
In der Republik Moldau, dem kleinen EU-Nachbarland zwischen Rumänien und der Ukraine, war das Beethoven-Haus mit seiner Ausstellung "Beethoven und seine 9. Sinfonie" sozusagen der Ehrengast beim Beethovenzyklus "Beethovenissimo". Erstmals wurden dort im September und Oktober 2008 alle neun Sinfonien des Komponisten aufgeführt - in Zusammenarbeit der Nationalen Philharmonie mit der deutschen Botschaft, dem Goethe-Institut und dem Beethoven-Haus Bonn.
Über 2.500 Menschen erlebten "Beethovenissimo" in der Nationalen Philharmonie in Chisinau - viele davon wandelten in den Pausen und im Anschluss an die Konzerte durch den Saal, in dem die Ausstellung zu Leben und Werk Beethovens ihren Platz gefunden hatte. Der Andrang bei den Konzerten war so groß, dass einige Musikfreunde abgewiesen werden mussten und das letzte Konzert live im Rundfunk übertragen wurde.

"Die Ausstellung hat den Konzerten den richtigen Rahmen und zusätzlichen Glanz verliehen", meinte die Schirmherrin der Konzertreihe, Marcie Gräfin Lambsdorff, Gattin des deutschen Botschafters. Auch der deutsche Gastdirigent Patrick Strub zeigte sich begeistert, dass das Beethoven-Haus Bonn das Projekt durch die Bereitstellung der Exponate unterstützt hatte. In seinen Konzerteinführungen stellte Strub weitere Beziehungen zwischen der Zeit des Komponisten und den Werken her. So wurden die Konzertabende zu umfassenden Erlebnissen. Besonders die Aufführung der 9. Sinfonie am internationalen Tag der Musik am 1. Oktober geriet zu einem Gesamtkunstwerk und einem Beispiel gelebter Völkverständigung: Solisten aus Deutschland musizierten gemeinsam mit moldauischen Musikern, und Dichtung, Musik und Ausstellung ergänzten sich zu einer wahren "Ode an die Freude".

Der Beethovenzyklus "Beethovenissimo" gilt dank der Beethoven-Ausstellung und der außergewöhnlichen Konzertreihe schon jetzt als einer der Höhepunkte der Konzertsaison 2008/2009 in der Republik Moldau.
 
Neue Internetausstellung
Beethoven und Großbritannien

Beethoven und Großbritannien



Zusätzlich zu den wechselnden Sonderausstellungen im Museum des Beethoven-Hauses bieten wir auf unserer Homepage Internetausstellungen an - soeben veröffentlicht wurde:

Beethoven und Gtroßbritannien "Wo man Ihre Comintegeren allen andern vorzieht ?"
 
Per Audioführer durch das Beethoven-Haus
Viele Hörbeispiele lassen die ausgestellten Instrumente erklingen und machen Beethovens Schwerhörigkeit nachvollziehbar
Seit kurzem verfügt das Bonner Beethoven-Haus über einen Audioführer. Er leitet die Besucher in mehreren Sprachen durch Beethovens Geburtshaus. Besondere Audiobeispiele lassen die ausgestellten Instrumente erklingen und machen auch Beethovens Schwerhörigkeit nachvollziehbar.

Die Besucher des Beethoven-Hauses können sich über eine wichtige Neuerung freuen: Nun können sie auch per Audioführer das Geburtshaus des Komponisten erkunden. Eine Besonderheit unterscheidet ihn von den Audioführern anderer Ausstellungshäuser: Er bietet nicht nur Textinformationen zum Haus und zu den einzelnen Exponaten. Sorgfältig ausgewählte Hörbeispiele bringen vielmehr auch die im Museum ausgestellten Instrumente zum Klingen und machen Beethovens zunehmende Schwerhörigkeit nachvollziehbar. Die Audiobeispiele sollen das grundlegende Problem beheben, dass in einem Komponisten-Museum in erster Linie Dokumente und Objekte, nicht aber die Musik selbst ausgestellt werden kann.
Entstanden ist ein Audioführer, der der visuellen Zugangsweise nun auch eine auditive zur Seite stellt. Der Rundgang mit dem Audioführer, der Text, Rezitation und Musik umfasst, dauert ca. 45 Minuten und kann in deutscher, englischer, französischer und japanischer Sprache abgerufen werden.

Der Audioführer wurde von der Firma Linon Medien in Zusammenarbeit mit dem Beethoven-Haus entwickelt. Ermöglicht wurde er durch Zuwendungen des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und der Hans-Joachim Feiter-Stiftung.
 
Hoher Besuch im Beethoven-Haus
König von Kambodscha besuchte das Beethoven-Haus
Norodom Sihamoni, König von Kambodscha, eröffnete zusammen mit Bundespräsident Horst Köhler am 14. Dezember die Ausstellung "Angkor - Göttliches Erbe Kambodschas" in der Bundeskunsthalle.

Anschließend ließ es sich der König nicht nehmen, auch dem Bonner Beethoven-Haus einen Besuch abzustatten. Denn, so der Monarch: "Beethoven ist mein Lieblingskomponist".

Kustos Michael Ladenburger führte den hohen Gast und seine Begleiter durch das Geburtshaus des Komponisten und erläuterte ihm das Digitale Beethoven-Haus mit Bühne und Studio.

Zum Abschluss führte er ihn auch in den Tresor, wo der König einen Blick in einige bedeutende Handschriften Beethovens werfen konnte. Der Monarch zeigte sich äußerst interessiert und begeistert.
 
Udo Lindenberg im Beethoven-Haus
Besuch am 8. September 2006
Ganz spontan und privat besuchte Rocklegende Udo Lindenberg am Freitag das Bonner Beethoven-Haus. Direktor Andreas Eckhardt freute sich, den prominenten Besucher durch das Geburtshaus Beethovens, das Digitale Beethoven-Haus und den Kammermusiksaal zu führen.

Das Museum habe ihn sehr beeindruckt, meinte Udo Lindenberg anschließend, und er habe so viel Neues über Beethoven erfahren. Geradezu begeistert zeigte er sich von dem modernen Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses. "Was für ein großartiger Saal", sagte der Musiker und fühlte sich durch den Raum gleich inspiriert zu neuen Projekten.

 
Beethovens Geige auf CD
mit Daniel Sepec und Andreas Staier auf Instrumenten des Beethoven-Hauses.
Erstmals ist nun Beethovens Violine auf einer CD zu hören. Die Einspielung wurde vom Beethoven-Haus Bonn gemeinsam mit harmonia mundi France produziert. Aufgenommen wurde sie im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses. Der renommierte Geiger Daniel Sepec spielte auf dem historischen Instrument die Violinsonaten op. 23 und op. 30 sowie die Figaro-Variationen WoO 40 von Beethoven ein, begleitet von Andreas Staier auf dem Hammerflügel von Conrad Graf aus dem Jahre 1824, der sich ebenfalls im Besitz des Beethoven-Hauses befindet.

Sehr geehrt habe er sich gefühlt, erzählt Daniel Sepec, als er gebeten wurde, die Aufnahme auf Beethovens Geige zu machen. Denn, so Sepec, "von so einer Anfrage träumt ja eigentlich jeder Geiger". Er beschreibt die Geige als "feines, intimes Instrument", das seine Klangfarben vor allem im piano-Bereich entfalte.

Erst vor rund elf Jahren kam die Violine aus amerikanischem Privatbesitz in das Bonner Beethoven-Haus. Im Frühjahr 1995 nahm eine Frau Gerda Taussig, geb. Nass, telefonisch Kontakt zum Beethoven-Haus auf. Die bereits hochbetagte Dame hatte eine bewegende Lebensgeschichte zu erzählen. Der Anschluss Österreichs durch die Nationalsozialisten hatte sie 1938 gezwungen, ihren Geburtsort Wien zu verlassen. Nach Zwischenstationen in Zürich und London emigrierte sie gemeinsam mit ihrem Gatten Walter Taussig 1946 in die USA. 1992 starb ihre Tante Leontine Elber, die mit dem Zürcher Geiger Fritz Elber verheiratet gewesen war. Sie vermachte ihrer Nichte eine etwas vernachlässigte Violine. Gerda Taussig nun wandte sich an das Beethoven-Haus, weil sie meinte, dass diese Violine in Verbindung mit Beethoven stehen könnte. Schon die Fotos, die sie anschließend dem Beethoven-Haus schickte, ließen erkennen, dass das bis dahin in der Beethoven-Literatur nirgendwo erwähnte Instrument wahrscheinlich Beethovens Siegel trug sowie eine eingeritzte Initiale "B" aufwies. Bei einem Besuch von Michael Ladenburger, Kustos der Sammlungen des Beethoven-Hauses, in New York im Oktober 1995 drückte Gerda Taussig ihm das Instrument spontan vertrauensvoll in die Hand und gab es ihm zur weiteren Prüfung mit nach Bonn. Später überließ sie es dem Beethoven-Haus gegen einen symbolischen Betrag ganz, weil sie und ihr Sohn Eric davon überzeugt waren, dass das Beethoven-Haus die richtige Stätte zur Aufbewahrung und Präsentation der Violine sei.

Dem Musikwissenschaftler Kai Köpp gelang es schließlich, in minutiöser detektivischer Kleinarbeit die Spuren des Instruments zurückzuverfolgen. Demnach stammte die Violine (wahrscheinlich eine Salzburger Arbeit um 1700) ursprünglich aus Beethovens Nachlass und wurde im Herbst 1827 von einem Musikliebhaber ersteigert. Eingehende Untersuchungen ergaben, dass das Instrument zu einem Satz von Streichquartett-Instrumenten gehörte, die Beethoven im Jahr 1800 von Fürst Karl Lichnowsky zum Geschenk erhalten hatte. Drei dieser Streichquartett-Instrumente werden bereits seit langer Zeit im Beethoven-Haus aufbewahrt (Dauerleihgabe des Staatlichen Instituts für Musikforschung - Musikinstrumentenmuseum Berlin). Auch diese Instrumente weisen auf dem Boden den Siegelabdruck und die Initiale "B" auf.

Wie ein eingeklebter Reparaturzettel belegt, wurde die Geige 1848 einer durchgreifenden Modernisierung unterzogen. Bei der jüngsten Restaurierung wurde sie wieder weitgehend in den Zustand zurückversetzt, den Beethoven kannte.

Um der Klangvorstellung Beethovens möglichst nahe zu kommen, muss jedoch nicht nur das Instrument dem Stand der Zeit entsprechend eingerichtet sein. Es muss auch der Spieler sich mit viel Sympathie dem Instrument widmen und eingehende Kenntnisse der Aufführungspraxis der Beethoven-Zeit mitbringen. Bei Daniel Sepec, einem ausgewiesenen Spezialisten für historische Instrumente und Aufführungspraxis, war die Einspielung daher in den besten Händen.

Auf der neu entdeckten Violine wurde aller Wahrscheinlichkeit nach 1802 erstmals Beethovens Sonate für Violine und Klavier c-Moll op. 30 Nr. 2 aufgeführt. Diese Sonate ist nun auch auf der gerade erschienen CD zu hören.

In einem Konzert im nächsten Jahr im Kammermusiksaal ist Beethovens Violine auch "live" zu hören: Am 26. März 2007, am 180. Todestag Beethovens, werden Daniel Sepec und Andreas Staier auf Beethovens Geige und dem historischen Hammerflügel aus dem Beethoven-Haus Werke von Mozart und Beethoven spielen.

Die CD ist derzeit nur im Beethoven-Haus erhältlich (Bestellung über Internet oder im Museumsshop).
 
Auszeichnung "Master of Excellence" für das Digitale Archiv
Beim 17. Meisterwettbewerb Corporate Media 2005 wurde das Digitale Archiv in die "European Masterclass" aufgenommen.
Beim 17. Meisterwettbewerb Corporate Media - The European Masterclass 2005 wurde das Digitale Archiv als wesentlicher Bestandteil des Digitalen Beethoven-Hauses nun mit dem "Master of Excellence" ausgezeichnet und wird damit als "Member of the European Masterclass" geführt. Die Auszeichnung wurde am 18. November bei einem Festakt in der IHK-Akademie München verliehen.

Als renommierte Mediencontrollingplattform hat Corporate Media seit 1989 zahlreiche Medien- und Kommunikationslösungen erster Adressen aus Wirtschaft und Medienwirtschaft für den nationalen, europäischen und internationalen Wettbewerb bewertet. Besondere Aufmerksamkeit erhielten in diesem Jahr Medienlösungen und -konzepte zur "Public Information - Öffentliche Information und Qualifizierung". Bewertet und ausgezeichnet wurden Unternehmen und ausgewählte Institutionen, die in sinnvoller Weise gesellschaftlich und bildungspolitisch notwendige Informationen über ihre web-basierten Online-Lösungen vermitteln.
 
Beethoven-Haus bemüht sich um Ankauf einer bedeutenden Handschrift zur Missa solemnis
Die Stichvorlage zu Beethovens Missa solemnis op. 123 wurde dem Beethoven-Haus kürzlich zum Ankauf angeboten. Die Abschrift ist übersät mit zahlreichen Eintragungen des Komponisten. Das Beethoven-Haus bemüht sich um die Finanzierung des Ankaufs und ist dabei auf Unterstützung angewiesen.
Die "Missa solemnis" zählt zu den größten schöpferischen Leistungen Ludwig van Beethovens. Sie ragt aus seinem künstlerischen Schaffen wie nur ganz wenige andere Werke - etwa die parallel entstandene 9. Symphonie oder die Diabelli-Variationen - heraus. Beethoven selbst betrachtete die Missa als sein wichtigstes Werk. Die Messe ist ein wesentlicher Beitrag zur Kulturgeschichte des Abendlandes und zählt zum musikalischen Weltkulturerbe.
Bei der Stichvorlage zu diesem Werk handelt es sich mit 440 Seiten um die umfangreichste Beethoven-Partitur überhaupt. Die Abschrift ist übersät mit Änderungen und Ergänzungen von der Hand des Komponisten.
Ursprünglich im Besitz des Schott-Verlages war die bedeutende Handschrift vor einiger Zeit in die Strecker Stiftung in Mainz übergegangen, die sie dem Beethoven-Haus durch Vermittlung von Sotheby's, London, kürzlich zum Kauf anbot.

Beethoven hatte das Manuskript seinem Verleger Schott in Mainz als Grundlage für die Erstausgabe geschickt. Am 26. Januar 1825 schrieb er an Schott: "die alte partitur war zu beschmiert um ihnen zu schicken, die neue ist auf's sorgfältigste durchgesehn worden, wahrlich keine kleine Mühe bey einem Kopisten, der kaum versteht, was er schreibt".
Auch sind die nachträglich komponierten Posaunenstimmen nur in dieser Quelle vollständig und von Beethoven korrigiert überliefert. Insofern nimmt diese so genannte Überprüfte Abschrift in ihrer Bedeutung für die Quellenforschung zur Missa solemnis sogar noch einen höheren Rang ein als die autographe Partitur Beethovens, die zudem nicht mehr vollständig erhalten ist.

Das Beethoven-Haus bemüht sich nun um die Finanzierung des Ankaufs dieser bedeutenden Handschrift. Der Eigenanteil, den die Institution aufbringen muss, beträgt EUR 200.000,-.
Durch verschiedene Aufführungen der Missa solemnis - u.a. in Paris unter Kurt Masur und im Rahmen des diesjährigen Bonner Beethovenfestes unter Enoch zu Guttenberg - soll ein großer Teil der erforderlichen Summe erzielt werden. Hilfe erhofft sich das Beethoven-Haus auch von privaten Spendern.
Bis zum Herbst soll der Ankauf abgeschlossen sein. Dann wird die gewichtige Neuerwerbung für die weltweit größte und vielfältigste Beethoven-Sammlung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wer für den Ankauf der Stichvorlage zur Missa solemnis spenden möchte, kann dazu folgende Bankverbindung nutzen: Stiftung Beethoven-Haus Bonn, Konto-Nr. 079 20 10 00, Deutsche Bank Bonn (BLZ 380 700 59), Stichwort: Missa solemnis, IBAN: DE41380700590079201000; BIC (Swift-Code): DEUTDEDK380
 
Hoher Besuch im Beethoven-Haus
Prinzessin Takamado von Japan besucht das Beethoven-Haus
Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft besuchte I.K.H. Prinzessin Takamado von Japan in ihrer Funktion als Ehrenpräsidentin der Japan Football Association (JFA) die japanische Fußballnationalmannschaft in ihrem Trainingslager in Bonn. Auf Einladung der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Anschließend besuchte sie in Begleitung von Bürgermeister Peter Finger das Beethoven-Haus. Der Leiter des Museums, Dr. Michael Ladenburger, führte sie durch die historischen Räume und durch das neue Digitale Beethoven-Haus.
 
Hoher Besuch im Bonner Beethoven-Haus
Eva Luise Köhler, die Gattin des Bundespräsidenten Horst Köhler, besuchte anlässlich ihres Aufenthaltes in Bonn das Beethoven-Haus und ließ sich von Direktor Andreas Eckhardt durch die neuen Besucherbereiche des "Digitalen Beethoven-Hauses" führen.
Nachdem sie von dem im Dezember 2004 eröffneten "Digitalen Beethoven-Haus" bereits viel gehört hatte, wollte sich Eva Luise Köhler, die Gattin des Bundespräsidenten Horst Köhler, nun selbst einen Eindruck von dieser neuen Einrichtung des Bonner Beethoven-Hauses verschaffen. Andreas Eckhardt, Direktor des Beethoven-Hauses, führte sie durch das Haus und erläuterte ihr die neuen Besucherbereiche.

"Sehr beeindruckt", so die Präsidentengattin, sei sie von den innovativen medialen Möglichkeiten zur Vermittlung von Beethovens Leben und Werk, die das Digitale Beethoven-Haus biete.

Im Studio für digitale Sammlungen ließ sie sich zu einer virtuellen Reise durch die weltgrößte Beethoven-Sammlung einladen, die im "Digitalen Archiv" seit gut einem Jahr für jeden Beethoven-Freund in digitaler Form via Internet und vor Ort im Bonner Beethoven-Haus zugänglich ist. Ausgerüstet mit einer 3-D-Brille besuchte Eva Luise Köhler auch die virtuelle Inszenierung des "Fidelio" in der Bühne für Musikvisualisierung und zeigte sich fasziniert von dieser ungewöhnlichen Umsetzung der einzigen Oper Beethovens.

Natürlich durfte ein Rundgang durch das Geburtshaus Ludwig van Beethovens ebenfalls nicht fehlen. Zum Abschluss ihres Besuchs öffnete Direktor Andreas Eckhardt noch den Tresor und zeigte Frau Köhler einige wertvolle Beethoven-Handschriften aus der Sammlung des Beethoven-Hauses. "Eine wunderbare Aufgabe" müsse es sein, schrieb Eva Luise Köhler anschließend in das Gästebuch, "diesen kulturellen Schatz zu hüten und für die Nachwelt zu erhalten".
 
Mohr wieder an seinem Platz
Bonner Rotarier finanzierten Replik für das historische Haus "Im Mohren" Bonngasse 18
Das Haus "Im Mohren" neben dem Geburtshaus Beethovens in der Bonngasse hat seine Mohren-Figur wieder. Bonner Rotarier finanzierten eine Replik der fast 200 Jahre alten Holzplastik, die im Zuge der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen des historischen Hauses abgenommen und konservatorisch gesichert werden mußte.

Durch ein gemeinsames kulturelles Förderprojekt aller acht Rotary Clubs in Bonn hatte das Beethoven-Haus die Kopie der fast 200 Jahre alten Holzplastik in Auftrag geben können. Das Original, das schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts das historische Bürgerhaus schmückte, war vor rund anderthalb Jahren abgenommen worden, als das Haus "Im Mohren" zur Einrichtung des Digitalen Beethoven-Hauses saniert und umgebaut werden mußte. Rechtzeitig zum 100jährigen Bestehen von Rotary International konnten heute Andreas Eckhardt, Direktor des Beethoven-Hauses, und Hans Schill, Präsident des Rotary Clubs Bonn-Siegburg, die farbige Mohrenfigur am Haus "Im Mohren", dem Nachbarhaus zu Beethovens Geburtshaus, enthüllen.

Auf allen Abbildungen der Bonngasse im 19. und 20. Jahrhunderts prangt der Mohr mit seiner Tabakpfeife wie ein Schutzheiliger für diesen Straßenzug. Der Hausname wurde wohl Anfang des 19. Jahrhunderts dem Gebäude gegeben, als sich eine Spezereiwarenhandlung mit Gewürzen und Waren aus exotischen Ländern dort etablierte. Mit dem Mohr ist Balthasar gemeint, der schwarze unter den Heiligen drei Königen. Aufgrund zeitgenössischer Berichte und Abbildungen ist davon auszugehen, dass die Figur auf jeden Fall schon 1820 das Haus schmückte. Sie repräsentiert den Ausklang des alten Brauchs, die Häuser mit Bildern zu bezeichnen, da es noch keine auf Straßen bezogenen Hausnummern gab.

Eine Untersuchung der originalen Mohrenfigur im Rheinischen Archiv- und Museumsamt ergab, dass eine Wiederherstellung für die Anbringung in der Bonngasse nicht möglich war. Man entschied sich für eine konservatorische Sicherung der alten originalen Holzplastik und für eine zusätzlich neu anzufertigende Kopie. Aus ausgesuchtem Spessart-Eichenholz wurden Bohlen gehobelt und zu einem Block verleimt. Tausende Messpunkte wurden am Original fixiert und auf den Eichenholzrohling übertragen. Die Figur wurde in fünf Schichten grundiert, ehe die Acrylfarben aufgetragen wurden. Die Größe der Figur beträgt 1,60 m, und das Gesamtgewicht mit Konsole, Faß und Pfeife beträgt 80 kg. Diese komplexe Aufgabe wurde dem Bildhauer Christoph Müller in Brühl übertragen.
Die Stadtwerke Bonn halfen mit aufwendiger Technik, den Mohren wieder an seinem erhöhten Platz anzubringen.

Das Haus "Im Mohren" entstand - wie auch das Geburtshaus Beethovens - um 1700 im Zuge des Wiederaufbaus der zerstörten Stadt nach dem Krieg 1689. Es ist damit eines der ältesten Privathäuser in Bonn und steht unter Denkmalschutz. Es gibt sogar einen lebensgeschichtlichen Bezug zu Beethoven: Seine Taufpatin, die Frau des Ratskellermeisters Gertrud Baum, wohnte in diesem Haus und richtete am 17. Dezember 1770 hier den Taufschmaus aus. 1907 erwarb es der Verein Beethoven-Haus und unterzog es einem Umbau. Später wurden hier die Arbeits- und Bibliotheksräume für die wissenschaftliche Abteilung, das Beethoven-Archiv, eingerichtet.

Andreas Eckhardt wies in seiner kurzen Ansprache darauf hin, dass die Mohrenfigur für das Beethoven-Haus und für die Beethoven-Stadt Bonn weit mehr als ein stadtgeschichtlich und auch künstlerisch beachtenswertes Objekt sei. Es sei ein Symbol für die Urbanität und den Charme der in Jahrhunderten gewachsenen Bonner Altstadt, die im Bombenhagel des 18. Oktober 1944 untergegangen ist. Nur ganz wenige Häuser blieben damals fast unversehrt: Das Geburtshaus Beethovens und das Haus "Im Mohren". So gebe die Bonngasse noch heute etwas von der Atmosphäre dieser Altstadt wieder.
 
Albi Rosenthal verstorben
Das Beethoven-Haus betrauert den Tod seines langjährigen Vorstandsmitglieds Albi Rosenthal.
Das Beethoven-Haus betrauert den Tod seines langjährigen Vorstandsmitglieds Albi Rosenthal. Er war einer der bedeutendsten Musikautographenhändler, Antiquare und Musikkenner der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es gelang ihm unter anderem, zahlreiche bedeutende Handschriften und Drucke aufzuspüren und diese den Sammlungen des Beethoven-Hauses zuzuführen.

Albi Rosenthal war dem Beethoven-Haus auch viele Jahre als Vorstandsmitglied ein äußerst wertvoller Ratgeber. Anlässlich seines altersbedingten Ausscheidens aus dem Vorstand im Jahre 2000 schenkte er als Zeichen seiner Verbundenheit dem Haus ein Skizzenblatt Beethovens zur Missa solemnis.

Albi Rosenthal starb fast 90-jährig am 3. August 2004 in seinem Haus nahe Oxford. Der Verein Beethoven-Haus gedenkt seiner in Dankbarkeit.
 
Ludwig van Beethoven im Bonner "Walk of Fame"
Neugestaltung der Bonngasse vor dem Beethoven-Haus
Eine von unten beleuchtbare Glasplatte mit einem stilisierten Beethoven-Kopf sowie fünf Bodenstrahler machen jetzt auf das Beethoven-Haus aufmerksam. Dazu Direktor Prof. Dr. Andreas Eckhardt: "Wir sind glücklich darüber, dass die Straße jetzt in einem Zustand ist, der Besucher anzieht" und: "Es gibt jetzt eine Harmonie zwischen dem Haus und dem Zugang zum Haus."

Im Zuge der Sanierung der Bonngasse wurden vier weitere Glasplatten für bedeutende Bonner Bürger eingelassen: für August Macke, Konrad Adenauer, Clara Schumann und die Heilige Adelheid.
 
Erste Einspielung des "Fidelio" nach der im Beethoven-Haus erarbeiteten Partitur
mit Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern
Dr. Helga Lühnings kritische Edition des "Fidelio" war sowohl Grundlage für Simon Rattles Aufführung in Glyndebourne mit dem Orchestra of the Enlightenment im April 2001 als auch für dessen Auftritt bei den Salzburger Osterfestspielen mit den Berliner Philharmonikern. Bei EMI (5 57559 2) ist nun ein Live-Mitschnitt erschienen (mit Angela Denoke, Jon Villars, László Polgár, Juliane Banse, Rainer Trost, Thomas Quasthoff, Berliner Philharmoniker, Arnold Schönberg Chor Wien, Sir Simon Rattle).
 
Rudolf Buchbinder Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus
Würdigung des Pianisten als Interpret der Werke Beethovens
Kurt Masur Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus
Würdigung des Dirigenten als Interpret der Werke Beethovens sowie für seine Verdienste um das nationale und internationale Musikleben.